"Fuck that Loser"-Gate: Diablo-3-Chefentwickler entschuldigt sich öffentlich
Jay Wilson, Game Director von Diablo 3 (Bild: Blizzard)

"Fuck that Loser"-Gate Diablo-3-Chefentwickler entschuldigt sich öffentlich

Er habe sein Team verteidigen wollen und deshalb auf Vorwürfe von David Brevik überreagiert, schreibt Jay Wilson von Blizzard in einem offenen Brief. Gleichzeitig räumt er ein, dass es Diablo 3 an Abwechslung fehlt - und dass sein Team neben dem PvP-Update noch weitere Pläne hat, das zu ändern.

Anzeige

"Was ich gesagt habe, war Folge meiner Verärgerung und um mein Team und das Spiel zu verteidigen", entschuldigt sich Jay Wilson, Game Director von Diablo 3, in einem längeren Beitrag in den Foren von Blizzard. Wilson hatte vor wenigen Tagen für Aufregung gesorgt, weil er Äußerungen von David Brevik, dem Mitgründer von Blizzard North und Miterfinder der Diablo-Serie, auf Facebook mit den Worten "Fuck that Loser" kommentiert hatte - und er mit dem kurze Zeit später gelöschten Satz auch einen Teil der Fangemeinde des Spiels gegen sich aufgebracht hatte.

Wilson schreibt, dass ihm der Kommentar "sehr leid tut" und dass er viel Respekt für Brevik habe. Dessen Diablo und Diablo 2 hätten ihn, Wilson, als Entwickler mehr beeinflusst als jedes andere Spiel. Wilson schreibt ausführlich, was für ein großer und langjähriger Fan der Serie er ist. Angeblich hat er nach dem Erscheinen von Diablo 2 eine Woche Urlaub genommen und sogar seine schwangere Frau außer Landes geschickt. Deshalb habe es ihm sehr viel bedeutet, an Teil 3 arbeiten zu können, und da habe er überreagiert.

Der Chefentwickler geht auch auf die inhaltliche Kritik an Diablo 3 durch Brevik und die Community ein, vor allem die fehlende Abwechslung. "Viele von euch haben gesagt, dass es in dem Spiel mehr geben muss als nur die Jagd nach Items, und da stimmen wir vollständig zu", schreibt Wilson. Ein erster Schritt in die richtige Richtung sei das erst gestern mit Patch 1.04 veröffentlichte Paragonsystem. Ein weiterer soll der Player-versus-Player-Modus (PvP) sein, der mit dem nächsten großen Update kommen soll. Gleichzeitig soll es weitere Änderungen geben, die für mehr Abwechslung sorgen - es sei aber noch zu früh, darüber zu sprechen, weil man noch an Details feile.

Auch auf die nach Auffassung der meisten Spieler viel zu selten auftauchenden legendären Gegenstände geht Wilson ein: "Weil wir uns Sorgen gemacht haben, ob Diablo 3 langfristig interessant genug bleibt, sind wir bei den Item-Drops und -Verbesserungsmöglichkeiten viel zu vorsichtig gewesen". Wenn sich allerdings herausstelle, dass dieses Problem durch Patch 1.04 nicht gelöst sei, werde man weiter nachbessern. Außerdem will sein Team dem Spieler mit dem nächsten Update mehr Möglichkeiten anbieten, den Schwierigkeitsgrad den jeweiligen individuellen Wünschen anzupassen. Auch über das Echtgeld-Auktionshaus mache man sich derzeit Gedanken - ohne dass es bislang eine klar erkennbare Lösung gebe.

In den Kommentaren unter dem Beitrag von Wilson äußern sich die Spieler überwiegend dankbar für die Entschuldigung und stimmen dem Entwickler bei der Einschätzung der Probleme zu.


BigWoodFarmer 27. Aug 2012

Ich finde auch, dass viele Beiträge in diesem Thread masslos übertrieben negativ...

razorrice 24. Aug 2012

richtige Frauen heißen nicht .jpeg mit Nachnamen...

Der braune Lurch 24. Aug 2012

Was interessiert mich, was ein Anonym zu mir in irgendeinem Spiel sagt? Was juckt es die...

Mimus Polyglottos 23. Aug 2012

Wenn man das Interview mit Brevik liest, sieht man, dass er sich äußerst zurückhaltend...

Kommentieren



Anzeige

  1. Forschungsingenieur/-in
    Robert Bosch GmbH, Renningen
  2. Softwarearchitekt (m/w)
    FERCHAU Engineering GmbH, Berlin
  3. Senior Service Manager für TFS-Services (m/w) bei der evosoft GmbH
    evosoft GmbH, Nürnberg
  4. Systemingenieur (m/w)
    Bosch Sensortec GmbH, Reutlingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Technisches Komitee

    Debian beharrt auf mehreren Init-Systemen

  2. Stellar

    Kostenlose Kryptowährung soll Kunden locken

  3. Brigadier

    Kyoceras Saphirglas-Smartphone kostet 400 US-Dollar

  4. ZeroVM

    Virtuelle Maschine für die Cloud

  5. CDN

    Apple aktiviert offenbar sein Content Delivery Network

  6. Test Sacred 3

    Schnetzeln im Team

  7. Microsoft

    Enhanced Mitigation Experience Toolkit 5.0 freigegeben

  8. Turbofan

    Googles neuer V8-Compiler für Chrome

  9. Mobile Betriebssysteme

    Android läuft auf fast 85 Prozent aller Smartphones

  10. Ubiquiti Networks

    Mit Android-Telefonen gegen Cisco



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oneplus One im Test: Unerreichbar gut
Oneplus One im Test
Unerreichbar gut
  1. Oneplus One Eigenes ROM mit Stock Android 4.4.4 vorgestellt
  2. Oneplus One-Update macht verkürzte Akkulaufzeit rückgängig
  3. Oneplus One könnte ab dem dritten Quartal vorbestellbar sein

Überwachungssoftware: Ein warmes Mittagessen für den Staatstrojaner
Überwachungssoftware
Ein warmes Mittagessen für den Staatstrojaner
  1. Ex-CIA-Deutschlandchef Wir konnten Schröder leider nicht abhören
  2. Überwachung NSA-Ausschuss erwägt Einsatz mechanischer Schreibmaschinen
  3. Kontrollausschuss Die Angst der Abgeordneten, abgehört zu werden

Smartphone-Hersteller Xiaomi: Wie Apple, nur anders
Smartphone-Hersteller Xiaomi
Wie Apple, nur anders
  1. Smartphone-Markt wächst Samsung verkauft weniger Smartphones
  2. Flir One Wärmebildkamera fürs iPhone lieferbar
  3. Per Smartphone Paypal ermöglicht Bezahlen in Restaurants landesweit

    •  / 
    Zum Artikel