FTTH: Telekom drosselt Glasfaseranschlüsse auf 384 KBit/s
Outdoor DSLAM der Telekom in Multifunktionsgehäuse (Bild: Deutsche Telekom)

FTTH Telekom drosselt Glasfaseranschlüsse auf 384 KBit/s

Im Kleingedruckten der Deutschen Telekom steht: Bei Fibre-To-The-Home wird gedrosselt. Für VDSL wird das auch angedroht, angeblich aber nicht umgesetzt.

Anzeige

Die Deutsche Telekom drosselt auch ihre Fibre-To-The-Home-Anschlüsse bei Erreichen eines bestimmten Datenvolumens im Monat. Das geht aus der Leistungsbeschreibung Call & Surf IP (PDF) der Telekom hervor.

Bei dem Telekom-Produkt Fiber 100 wird eine Datenübertragungsrate von 90 bis 100 MBit/s für den Download und 45 bis 50 MBit/s für den Upload geboten. Doch ab einem übertragenen Datenvolumen von 300 GByte innerhalb eines Monats wird die Übertragungsgeschwindigkeit für den "Rest des Monats auf maximal 384 KBit/s für den Down- und Upload begrenzt", heißt es im Kleingedruckten.

Bei dem schnelleren Zugangsprodukt Fiber 200 bremst der Festnetzbetreiber ab einem übertragenen Datenvolumen von 400 GByte innerhalb eines Monats ebenfalls auf 384 KBit/s. "Die Zählung des übertragenen Datenvolumens beginnt jeden Monat mit dem Kalendertag der betriebsfähigen Bereitstellung des Anschlusses", erklärte das Unternehmen.

Drosselung der VDSL-Anschlüsse schon länger bekannt

Die Drosselung der VDSL-Anschlüsse der Telekom ist schon länger bekannt. Laut einer Entscheidung des Landgerichts Bonn vom Oktober 2011 darf die Telekom ihr Produkt Call & Surf Comfort VDSL nicht drosseln, während in der Werbung versprochen wird, es gebe keine "Volumenbeschränkung" und eine Datentransferrate von "bis zu 25 MBit/s". Laut der Vertragsklausel drosselt der Konzern bei VDSL 25 auf 6 MBit/s im Downstream und auf 576 KBit/s im Upstream, wenn 100 GByte im Monat erreicht werden. Bei VDSL 50 wird laut Vertrag ab einem Volumen von 200 GByte gedrosselt. Diese Werbeaussagen seien irreführend und müssten unterbleiben, urteilte das Gericht. Bei Zuwiderhandlungen drohe ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro und ersatzweise sechs Monate Haft.

Ein Telekom-Sprecher erklärte Golem.de dazu nach dem Urteil: "Wir haben die Geschwindigkeitsbegrenzung bisher nicht umgesetzt, insofern können wir die Aufregung nicht nachvollziehen. Auf die vertragliche Regelung dazu weisen wir inzwischen in einer Fußnote hin." Gegen das Urteil wollte die Telekom Berufung einlegen, weil die Aussage "Sie surfen rund um die Uhr zum Festpreis - ohne Zeit- und Volumenbeschränkung" auch mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung richtig sei.

Nachtrag vom 21. März 2012, 11:51 Uhr

Telekom-Sprecher Dirk Wende sagte Golem.de: "Die Telekom behält sich die Reduzierung der Bandbreite bei Glasfaseranschlüssen nach Erreichen des monatlichen Volumens vor. Diese Möglichkeit bilden wir über die allgemeinen Geschäftsbedingungen ab."


monkman2112 03. Apr 2012

Dann verlängern sie einfach die Frist. Siehe Kiel. Nach meinem Verständnis dürften dann...

Youssarian 24. Mär 2012

Das lernt man in der Schule. Aber die Risiken auf bis zu 100% Verlust sollen die...

Youssarian 24. Mär 2012

Aha. Darum haben Sie 1999 ADSL in Deutschland eingeführt, nicht wahr?

Youssarian 24. Mär 2012

Wird sie doch, deshalb weißt Du ja davon. Autovergleich passt nicht: Mach einen...

Dragos 22. Mär 2012

1.4 ist schon weiter verbreitet als man denkt. GIbt es noch irgendeinen 3D Fernsehr ohne...

Kommentieren




Anzeige

  1. Produktmanager / Systementwickler (m/w) für das SAP ERP-Modul SD
    Flughafen München GmbH, München
  2. Qualitätsmanager (m/w)
    Bosch Sicherheitssysteme GmbH, Frankfurt
  3. Business Systems Analyst (m/w) Marketing und Sales
    Danone GmbH, Haar (Raum München)
  4. Software-Entwickler (m/w)
    DiIT AG, Krailing bei München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Anzeige
DSL 3

  1. Kostenloser Treiber

    Paragon bringt Windows 8 HFS+ bei

  2. Virtuelle Währungen

    Scharfe Regeln für Bitcoin im US-Bundesstaat New York

  3. Filmstreaming

    Netflix bestätigt Deutschlandstart im September

  4. Apple

    iOS 8 Beta 4 mit Bedienungsanleitungs-App veröffentlicht

  5. Hasselblad

    Uralte Kameras mit 50 Megapixeln aufrüsten

  6. Aufgaben per Google-Suchanfrage

    "Kaufe Blumen, wenn ich in San Francisco bin"

  7. Datensicherheit

    Sicherheitsforscher warnt vor Hintertüren in iOS

  8. Türen geöffnet

    Studenten "hacken" Tesla Model S

  9. DLD Women

    Google klagt über zu wenige weibliche Führungskräfte

  10. NAS-Festplatten

    WD Red als schnelle Pro-Version oder mit 6 TByte



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Android Wear: Pimp my watch
Android Wear
Pimp my watch
  1. Android Wear API für Watch Faces soll bald kommen
  2. Google Camera App Kamera-Fernbedienung für Android Wear
  3. Android Wear Erstes Custom-ROM für LGs G Watch erschienen

Let's Player: "Es gibt Spiele, für die man bezahlt wird"
Let's Player
"Es gibt Spiele, für die man bezahlt wird"
  1. Transocean Handelssimulation mit Ozeanriesen
  2. Dieselstörmers angespielt Diablo plus Diesel
  3. Quo Vadis Computec Media übernimmt Mehrheit an Aruba Events

Oneplus One im Test: Unerreichbar gut
Oneplus One im Test
Unerreichbar gut
  1. Oneplus One-Update macht verkürzte Akkulaufzeit rückgängig
  2. Oneplus One könnte ab dem dritten Quartal vorbestellbar sein
  3. Cyanogenmod-Smartphone Weitere Käufer erhalten das Oneplus One

    •  / 
    Zum Artikel