FTTH Glasfaserkabel durch den Wasseranschluss ins Haus

In dem neuen preiswerten Verfahren wird das Glasfaser-Kabel durch den Wasserhausanschluss in die Gebäude geführt. Was in Pilotversuchen funktioniert, soll als Wasser-Faser-System bald breit eingesetzt werden.

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In einem neuen Verfahren führen die Stadtwerke Bonn und der Zweckverband Wasserversorgung Eifel-Ahr Glasfaserleitungen durch den Wasseranschluss ins Haus. Das gaben die Unternehmen am 20. März 2012 bekannt. "Im Kreis Ahrweiler gibt es neben sehr gut mit schnellen Internetanschlüssen ausgestatteten Gebieten noch weiße Flecken im dünnbesiedelten Westteil", sagte Landrat Jürgen Pföhler. Die Nutzung des rund 100 Kilometer langen Leerrohrnetzes des Zweckverbandes Wasserversorgung Eifel-Ahr könne für preiswerte Fibre-To-The-Home-Zugänge sorgen.

In dem neuen Verfahren wird das Glasfaserkabel durch den Wasserhausanschluss in die Gebäude geführt. Im Rahmen üblicher Erneuerungsarbeiten könne so ohne weiteren Tiefbau ein Glasfaserhausanschluss hergestellt werden. Üblicherweise entfielen mehr als 70 Prozent der Kosten eines Glasfaseranschlusses auf den Tiefbau. "Verlegungskosten plus Tiefbauarbeiten plus Loch in die Hauswand stemmen", sagte Pföhler. Beim jetzt anvisierten Wasser-Faser-System werde das Glasfaserkabel mit dem Wasseranschluss verlegt, was die Kosten enorm verringere.

Nun sucht der Zweckverband Wasserversorgung Eifel-Ahr nach potenziellen Partnern, mit denen gemeinsam das Leerrohrnetz des Verbandes für Breitbandaktivitäten genutzt werden kann.

Die neue Technik sei vergleichbar mit einem Katheter: Ein Microductrohr, ein Leerrohr aus Kunststoff, wird durch den bestehenden Wasserhausanschluss von der Straße bis in das Haus geschoben. Das Microductrohr wird dann mit speziell entwickelten Formstücken mit der Trinkwasserleitung druckdicht verschweißt. Nach der Inbetriebnahme des Trinkwasseranschlusses kann anschließend über das Microductrohr eine Glasfaserleitung in das Haus geführt werden.

Das Wasser-Faser-System (WFS) wurde im Oktober 2011 in Adenau bei zwei bestehenden Hausanschlüssen als Pilotanwendung realisiert. Ein Untersuchungsprogramm zu möglichen Auswirkungen auf das Trinkwasser des Hygieneinstitutes der Universität Bonn der Trinkwasserkommission hätte "sehr positive Ergebnisse" gebracht. Derzeit laufe das grundsätzliche Genehmigungsverfahren beim DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches) zur Zulassung. In einem nächsten Schritt soll dies in einem groß angelegten Feldversuch getestet werden. Der Zweckverband hat sich deshalb mit einigen Partnern aus Industrie und Wissenschaft um entsprechende Forschungsgelder des Bundes beworben.


chris.w 26. Mär 2012

Wenn Du mal unter die Gehwegplatten eines Bürgersteigs geschaut hättest, könntest Du dir...

posix 26. Mär 2012

Der springende Punkt ist wohl eher die Reinigung von Kanalisationsrohren. Dort ist es...

__destruct() 24. Mär 2012

Ein Ergebnis einer Untersuchung dieser Art kann höchstens positiv sein und zwar dann...

belugs 23. Mär 2012

Hi, ob es wirklich günstiger ist kann ich auch nicht sagen. Es ist sicher stark vom...

RcRaCk2k 23. Mär 2012

Das mit dem T-Stück ist richtig. Das Problem ist nur, dass auf der Wasserleitung ein...

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