Abo
  • Services:
Anzeige
Europäisches Easy-to-read-Logo
Europäisches Easy-to-read-Logo (Bild: Inclusion Europe)

Frist verpasst: Ministerien passen Webseiten nicht an "Leichte Sprache" an

Webseiten der Behörden soll jeder verstehen. Deshalb müssen Bundesministerien ihre Onlineinformationen in "Leichter Sprache" veröffentlichen. Einige schafften das nicht und könnten nun verklagt werden, weil sie die Umstellungsfrist versäumt haben oder schlicht ignorieren.

Anzeige

Fachbegriffe, Abkürzungen und lange Schachtelsätze können dazu führen, dass Texte unverständlich werden. Damit das auf den Websites der Bundesbehörden und Ministerien nicht passiert, müssen sie ihre Inhalte auch in "Leichter Sprache" präsentieren. Eine entsprechende Verordnung existiert seit 2011 - und die Übergangsfrist ist im März 2014 abgelaufen. Trotz der langen Anlaufphase haben es nach Informationen des Spiegel drei Bundesministerien und das Bundespräsidialamt nicht geschafft, ihre Internetseiten für Menschen mit Behinderung aufzubereiten.

Bei Anwendung leichter Sprache wird auf Abkürzungen, Fremdwörter und lange Sätze verzichtet. Innen- und Justizressort erklärten dem Spiegel, dass sie noch etwas Zeit brauchten. Verkehrsminister Alexander Dobrindt will die Vorschrift auf andere Weise verwirklichen: Sein Ministerium bemühe sich generell "um eine allgemeinverständliche Sprache", ließ er wissen.

Das Bundespräsidialamt teilte mit, dass die Umsetzung "in Arbeit", ein Auftrag jedoch noch nicht erteilt worden sei.

Gegenüber dem Spiegel kritisierte Verena Bentele, die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, das schleppende Verfahren: "Was die Ministerien momentan leisten, ist noch nicht genug".

Die Behindertenverbände in Deutschland könnten nun eine Feststellungsklage gegen die deutschen Bundesbehörden einreichen. In Deutschland seien 7,5 Millionen Menschen "funktionale Analphabeten", berichtet das Nachrichtenmagazin. Sie sind keine klassischen Analphabeten, sondern können einzelne Wörter oder kurze Sätze lesen und schreiben.

Die leichte Sprache ist ein Teil der Barrierefreiheit. Es werden nicht nur komplizierte Ausdrücke vermieden, sondern es wird auch darauf geachtet, dass Sätze nur eine Aussage haben. Der Genitiv wird oft durch den Dativ ersetzt. Konjunktiv und Passivkonstruktionen werden nicht genutzt. Wie die Umsetzung erfolgen kann, zeigt die Website des Bundestags.


eye home zur Startseite
Dwalinn 08. Mai 2014

Eine Generation? Du glaubst doch nicht wirklich das die darauffolgende Generation dann...

Dwalinn 08. Mai 2014

Das soll leichte sprach sein? Klingt einfach nach Punkten statt Kommas... Ich weiß vor...

Slurpee 05. Mai 2014

Jop, dank dem Internet spreche ich auch noch fließend Englisch. Aber wahrscheinlich wäre...

qwertü 05. Mai 2014

Wer sich wundert wozu das gut sein soll und die allgemeine Volksverdummung vermutet wird...

Gizeh 05. Mai 2014

Die Paragraphen sind eben deshalb so komplex, um Eindeutigkeit zu gewährleisten und jede...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Detecon International GmbH, Köln, Frankfurt am Main, München
  2. ERWEKA GmbH, Heusenstamm
  3. T-Systems International GmbH, Hannover
  4. Polizeiverwaltungsamt, Dommitzsch


Anzeige
Top-Angebote
  1. beim Kauf eines 6- oder 8-Core FX Prozessors
  2. (u. a. G700s 54,90€, G930 74,90€)
  3. 24,99€ inkl. Versand (PC), Konsole ab 29,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Eigengebote

    BGH verurteilt Preistreiber zu hohem Schadenersatz

  2. IDE

    Kdevelop 5.0 nutzt Clang für Sprachunterstützung

  3. Hybridluftschiff

    Airlander 10 landet auf der Nase

  4. Verschlüsselung

    Regierung will nun doch keine Backdoors

  5. Gesichtserkennung

    Wir fälschen dein Gesicht mit VR

  6. Yoga Tab 3 Plus

    Händler enthüllt Lenovos neues Yoga-Tablet

  7. Mobile Werbung

    Google straft Webseiten mit Popups ab

  8. Leap Motion

    Early-Access-Beta der Interaktions-Engine für VR

  9. Princeton Piton

    Open-Source-Chip soll System mit 200.000 Kernen ermöglichen

  10. BGH-Urteil

    Abbruchjäger auf Ebay missbrauchen Recht



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
8K- und VR-Bilder in Rio 2016: Wenn Olympia zur virtuellen Realität wird
8K- und VR-Bilder in Rio 2016
Wenn Olympia zur virtuellen Realität wird
  1. 400 MBit/s Telefónica und Huawei starten erstes deutsches 4.5G-Netz
  2. Medienanstalten Analoge TV-Verbreitung bindet hohe Netzkapazitäten
  3. Mehr Programme Vodafone Kabel muss Preise für HD-Einspeisung senken

Lernroboter-Test: Besser Technik lernen mit drei Freunden
Lernroboter-Test
Besser Technik lernen mit drei Freunden
  1. Landwirtschaft 4.0 Swagbot hütet das Vieh
  2. Künstliche Muskeln Skelettroboter klappert mit den Zähnen
  3. Cyborg Ein Roboter mit Herz

Mobilfunk: Eine Woche in Deutschland im Funkloch
Mobilfunk
Eine Woche in Deutschland im Funkloch
  1. Netzwerk Mehrere regionale Mobilfunkausfälle bei Vodafone
  2. Hutchison 3 Google-Mobilfunk Project Fi soll zwanzigmal schneller werden
  3. RWTH Ericsson startet 5G-Machbarkeitsnetz in Aachen

  1. viel lieber wäre es mir...

    muhkuh3k | 17:58

  2. Re: Das wird Konsequenzen haben

    opodeldox | 17:57

  3. "das Unternehmen hat Tipps veröffentlicht"

    vlad_tepesch | 17:57

  4. Re: Beschleunigung ist aber auch das einzige...

    muhaha12 | 17:56

  5. Re: Reichweite Autobahn

    ikso | 17:55


  1. 17:12

  2. 16:44

  3. 16:36

  4. 15:35

  5. 15:03

  6. 14:22

  7. 14:08

  8. 13:40


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel