Freifunker wehren sich Operation Störerhaftung gegen Abmahnungen

Wer anderen sein WLAN zugänglich macht, begibt sich in ein rechtliches Risiko. Diesen Missstand wollen Freifunker aus dem Rheinland nach wiederholten Abmahnungen nun mit der Operation Störerhaftung bekämpfen.

Anzeige

Der Freifunk Rheinland e.V. ist es leid, dass seine Mitglieder Abmahnungen erhalten - weil sie anderen einen freien Internetzugang zur Verfügung stellen und für deren Aktivitäten zur Verantwortung gezogen werden. "Einer unserer Freifunker hat trotz unserer 'Vorbeugungsmechanismen' innerhalb kürzester Zeit gleich fünf (5) Abmahnungen erhalten", so der Freifunker-Verein in einer Mitteilung. Nach aktueller Rechtslage sei das fast zu erwarten gewesen.

Als Verein sehe man sich als Betreiber der Freifunkknoten und werde entsprechend der Verpflichtung den "Internetspendern" gegenüber "die volle Verantwortung dafür übernehmen". In Zusammenarbeit mit dem Anschlussinhaber habe der Vorstand des Freifund Rheinland e.V. nun einen Anwalt für die "Operation Störerhaftung" beauftragt.

Der Anwalt soll nun den Rechtsweg beschreiten, "mit dem Ziel eine eindeutige Rechtssicherheit im Bezug auf die Störerhaftung in Verbindung mit freien, nicht kommerziellen Netzwerken wie dem Freifunk herzustellen." Außerdem sollen Freifunker über die Entwicklung auf dem Laufenden gehalten werden.

Die rechtliche Gegenwehr durch mindestens zwei gerichtliche Instanzen kostet jedoch Geld, etwa 10.000 Euro wären als finanzieller Puffer nötig. Zur letzten Aktualisierung der Freifunk-Rheinland-Webseite am 26. Dezember 2012 lag der Stand bei rund 1.200 Euro.

"Falls ihr dieses Jahr noch ein bisschen Geld für uns habt, würden wir uns wirklich sehr darüber freuen!", so der Vereinsvorstand in seiner Mitteilung.

Der Zweck des Vereins Freifunk Rheinland ist die "Erforschung, Anwendung und Verbreitung freier Netzwerktechnologien sowie die Verbreitung und Vermittlung von Wissen über Funk und Netzwerktechnologien." Entsprechend hilft der Verein bei der Einrichtung von Freifunkzellen und stellt bei Bedarf Geräte und Equipment, die durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert wurden. Außerdem erhalten Freifunker Unterstützung etwa bei der Öffentlichkeitsarbeit, der Verwaltung und bei rechtlichen Fragen. Zum Verein Freifunk Rheinland gehören auch Freifunker aus Düsseldorf, Neuss, Wuppertal und Solingen. Die lokalen Gruppen vor Ort bleiben dabei trotzdem eigenständig und organisieren sich selbst.


CMC24 28. Dez 2012

Freier & flexibler Internetzugang abseits der derzeit vorhandanenen/ bestimmenden...

Flying Circus 28. Dez 2012

Nur, wenn über den so gesicherten WLAN-Zugang tatsächlich Unfug gemacht wird. Mal...

Flying Circus 28. Dez 2012

Autovergleiche hinken meistens, hier besonders: die Auflagen bei der Fahrzeughaltung sind...

lisgoem8 28. Dez 2012

Glück gehabt. Aber es gibt leider immer schwarze Schafe. Aber vielleicht gerade dort mal...

Mopsmelder500 27. Dez 2012

"die volle Verantwortung dafür übernehmen" Das wird aber nur gehen wenn man Geld in der...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Trainee (m/w)
    Allianz Deutschland AG, Stuttgart
  2. (Junior-)Projektleiter ERP (m/w)
    SOG Business-Software GmbH, Hamburg
  3. SPS-Programmierer Steuerungen / Automatisierungslösungen (m/w)
    über CAPERA Consulting, Nordhessen
  4. Softwareentwickler ASP.NET (m/w)
    MWG-Biotech AG, Ebersberg (Großraum München)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. IBM Power8

    Mit 96 Threads pro Sockel gegen Intels Übermacht

  2. Printoo

    Arduino kannste jetzt knicken

  3. Cloud-Dienste

    Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz

  4. Streaming

    HBO-Serien für US-Kunden von Amazon Prime

  5. Theo de Raadt

    OpenSSL ist nicht reparierbar

  6. Xplore XC6 DMSR

    Blendend hell und hart im Nehmen

  7. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  8. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende

  9. Flappy 48

    Zahlen statt Vögel

  10. Port 32764

    Netgear will angebliche Router-Lücke schließen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Freedesktop-Summit Desktops erarbeiten gemeinsam Wayland und KDBus
  2. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  3. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion

First-Person-Walker: Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?
First-Person-Walker
Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

Walking-Simulator-Spiele nennen sie die einen, experimentelle Spiele die anderen. Rainer Sigl hat einen neuen Begriff für das junge Genre der atmosphärisch dichten Indie-Games erfunden: First-Person-Walker - Spiele aus der Ich-Perspektive mit wenig Gameplay.

  1. A Maze 2014 Tanzen mit der Perfect Woman
  2. Festival A Maze Ist das noch Indie?
  3. Test Cut The Rope 2 für Android Grün, knuddlig und hungrig nach Geld

Techniktagebuch auf Tumblr: "Das Scheitern ist viel interessanter"
Techniktagebuch auf Tumblr
"Das Scheitern ist viel interessanter"

Im Techniktagebuch schreiben zwei Dutzend Autoren über den Alltag mit Computern, Handys und anderen Geräten. Im Gespräch mit Golem.de erläutert die Initiatorin Kathrin Passig, warum nicht jeder Artikel eine Pointe und nicht jeder Autor ein hohe Technikkompetenz haben muss.


    •  / 
    Zum Artikel