Kritik wie die von Torvalds sollten Entwickler nicht zu ernst nehmen.
Kritik wie die von Torvalds sollten Entwickler nicht zu ernst nehmen. (Bild: Aalto University)

Linux Desktops "Personenkult schadet Entwicklung freier Software"

Einzelne Meinungen wie die von Linus Torvalds zählen nicht viel und ständiges Gejammer bringt freie Software nicht weiter, sagen die Entwickler Aaron Seigo und Federico Mena und bieten dafür Lösungsansätze.

Anzeige

Angeregt durch die Berichterstattung über Linus Torvalds und seine Meinung zu den verschiedenen freien Oberflächen, fordert KDE-Entwickler Aaron Seigo nun in seinem Blog, derartige Personenkulte abzuschaffen. Denn diese hülfen freier Software in keiner Weise, sie schadeten vielmehr.

Einzelmeinungen sagen nicht viel aus

Zwar erkennt auch Seigo, dass der Austausch von Meinungen "großartig und notwendig" sei. Dabei dürften allerdings nicht einzelne Meinungen hervorgehoben werden, denn das helfe keinesfalls beim Erstellen von "Software, die die Welt braucht". Es sei vielmehr nur ein einzelner Datensatz unter vielen.

Um dies zu unterstreichen, stellt Seigo die Frage, wie wohl die perfekte Desktop-Umgebung für Torvalds aussehe: "Interessant und nützlich für die Allgemeinheit oder etwas Großartiges für Kernel-Entwickler und Griesgrame wie Linus?" Egal, was die Antwort sei, der Fakt allein sei noch nicht hilfreich.

Personenkulte schaden

Das Entstehen von Personenkulten ist für Seigo menschlich. Für ihn ist es jedoch unbestreitbar, dass derartige Personenkulte die Entwicklung freier Software behinderten. Denn persönliche Meinungen von geringem Wert bekämen dadurch zu viel Aufmerksamkeit, was zu Stillstand führen könne.

Außerdem ahmten Menschen diejenigen Personen nach, die sie schätzten, meint Seigo. Im Fall von Torvalds könne das aber zur Übernahme eines nicht erstrebenswerten Kommunikationsstils führen.

Seigo zieht daraus den Schluss, dass freie Software derartige Führungsrollen nicht benötige. Dies führe nur zu Spaltungen. Außerdem habe er es satt, dass freie Software dadurch ineffizient werde.

Nicht nur verdrängen

Als Anfang zur Überwindung dieser Personenkulte regt Seigo an, zu erklären: "Mich interessiert es nicht, was Linus Torvalds auf seinem Rechner nutzt". Solch eine Herangehensweise wünscht sich auch Gnome-Projekt-Mitbegründer Federico Mena von Entwicklern.

In seinem Blog schreibt Mena, dass sich einige Nutzer immer beschwerten und Entwickler Verdrängungstaktiken dagegen entwickelten. Schlimmer als Nutzer seien jedoch einige Tech-Journalisten, findet Mena, jene "Hass-Blogger mit einem Job". Entwickler sollten diesen Typ gänzlich meiden, und falls das nicht funktioniere, vor dem Lesen den "Bullshit-Filter einschalten".

Beschwerden sollten jedoch in keinem Fall komplett ignoriert werden, schreibt Mena. Entwickler sollten die wahren Gründen hinter den Beschwerden ausmachen und entsprechende Probleme beheben. Abschließend schreibt Mena: "Scheiße kann ein exzellenter Dünger sein."


ImBackAlive 14. Nov 2012

Es ist nach wie vor Nischenbereich, auch wenn die Technik dafür heute durchaus da ist...

ImBackAlive 14. Nov 2012

Das halte ich für eine hart übertriebene Zahl. Bei den Server-Systemen, sicherlich, aber...

ImBackAlive 14. Nov 2012

Warum? Du selbst ordnest ihn doch in eine eigene Kategorie von Usern ein. Warum sollten...

fork 13. Nov 2012

Ich lese hier mal wieder das konstruktive Kritik und Dampfablassen nicht vereinbar sein...

bernd71 13. Nov 2012

Die sind bei Windows aber irgendwie schöner. SCNR

Kommentieren



Anzeige

  1. Projektverantwortlicher (m/w) Diagnose / Service-Funktionen von Lokomotiven
    Siemens AG, Erlangen
  2. SW-Entwickler (m/w)
    Robert Bosch Car Multimedia GmbH, Hildesheim
  3. IT-Consultant HP PPM (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt
  4. Softwareentwickler (m/w)
    H&S LaborSoftware GmbH, Rüsselsheim

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. 2 TV-Staffeln auf Blu-ray für 30 EUR
    (u. a. The Big Bang Theory, Supernatural, The Vampire Diaries, The Clone Wars)
  2. Musik-Blu-rays reduziert
    (u. a. Metallica 9,99€, Bee Gees 9,97€, Bruce Springsteen 9,97€, Alanis Morissette 9,05€)
  3. 3 Blu-rays für 20 EUR
    (u. a. Die Simpsons, Die Addams Family, Ronin, Brubaker, Cleopatra)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Day of the Tentacle (1993)

    Zurück in die Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart

  2. ODST

    Gratis-Kampagne für Halo Collection wegen Bugs

  3. Medienbericht

    Axel Springer will T-Online.de übernehmen

  4. Directory Authorities

    Tor-Projekt befürchtet baldigen Angriff auf seine Systeme

  5. Zeitserver

    Sicherheitslücken in NTP

  6. Core M-5Y10 im Test

    Kleiner Core M fast wie ein Großer

  7. Guardians of Peace

    Sony-Hack wird zum Politikum

  8. Urheberrecht

    Flickr Wall Art nutzt keine CC-Bilder mehr

  9. Rohrpostzug

    Hyperloop entsteht nach Feierabend

  10. IT-Bereich

    China will ausländische Technik durch eigene ersetzen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Security: Smarthomes, offen wie Scheunentore
Security
Smarthomes, offen wie Scheunentore
  1. Software-Plattform Bosch und Cisco gründen Joint Venture für Smart Home
  2. Pantelligent Die funkende Bratpfanne
  3. Smarthome Das intelligente Haus wird nie fertig

Nexus 6 gegen Moto X: Das Nexus ist tot
Nexus 6 gegen Moto X
Das Nexus ist tot
  1. Teardown Nexus 6 kommt mit wenig Kleber aus
  2. Google Nexus 6 kommt doch erst viel später
  3. Google Nexus 6 erscheint nächste Woche - doch nicht

E-Mail-Ausfall in München: Und wieder wars nicht Limux
E-Mail-Ausfall in München
Und wieder wars nicht Limux
  1. Öffentliche Verwaltung Massiver E-Mail-Ausfall bei der Stadt München
  2. Limux Kopf einziehen und über Verschwörung tuscheln
  3. Limux Windows-Rückkehr würde München Millionen kosten

    •  / 
    Zum Artikel