Freie Groupware Kolab 3 ist vollständig

Die freie Groupware Kolab 3.0 ist erschienen. Der Webmailer Horde ist durch Roundcube ersetzt worden. Kolab 3.0 setzt inzwischen weitgehend auf XML 3.0.

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Das Kolab-Team hat Version 3.0 seiner Groupware freigegeben. Als Webclient wird Roundcube 0.8 eingesetzt. Der zuvor eingesetzte Webmailer von Horde wurde ebenso entfernt wie sämtliche Codeteile, die auf dem Framework basieren. Damit soll Kolab insgesamt einfacher zu warten sein. Ebenfalls weggefallen ist die Unterstützung für den Akonadi-Server, die aber später nachgereicht werden soll.

In Kolab 3.0 wurde das XML-Format zur Verwaltung der Daten auf Version 3 erweitert. Damit ist auch das gesamte Ressourcenmanagement von Kolab 3 umgesetzt. Für die Beschreibung von Ereignissen wird beispielsweise das xCal-Format und für Kontaktdaten xCard verwendet.

Neue Bibliothek

Die neuen Formate können über die Bibliothek Libkolab genutzt werden. Diese kann wiederum mit zahlreichen Skript- und Programmiersprachen angesprochen werden. Zu den Anwendungen, die bereits mit Libkolab genutzt werden können, zählen Kontact aus der KDE SC und Mozillas Thunderbird. Ein Migrationswerkzeug von Version 2 auf Version 3 wird mit Kolab 3 mitgeliefert.

Außerdem wird die LDAP-Unterstützung umgebaut, damit Kolab künftig einfacher in bereits bestehende Verzeichnisdienste integriert werden kann. Künftig nutzt Kolab den 389 Directory Server. OpenLDAP lässt sich aber weiterhin nutzen. Außerdem wurde der Kolab-Daemon so erweitert, dass er den E-Mail-Verkehr überwacht und zusätzlich Quotas und Empfängerrichtlinien umsetzen kann. Der Daemon lässt sich durch eigene Python-Module erweitern.

Activesync mit Syncroton

Kolab 3.0 setzt weiterhin auf die Synchronisierung mobiler Geräte mit Activesync. Allerdings ersetzt das PHP-basierte Syncroton den bislang verwendeten Z-Push-Stack. Damit soll der Abgleich mit mobilen Geräten schneller werden. Außerdem hat Syncroton zusätzliche Funktionen, etwa unabhängig voneinander verwaltete Zugangsdaten. Mit Sycronton lassen sich Geräte mit iOS, Android, Windows Mobile und Nokia Mail for Exchange verbinden. Mit einem webbasierten Verwaltungswerkzeug können Benutzer, Gruppen, Ressourcen, Domänen und Rollen konfiguriert werden. Sämtliche Konfigurationsmöglichkeiten können auch über das API angesprochen werden.

Kolab 3 wird nicht mehr als OpenPKG-Paket ausgeliefert, sondern in den Paketen für die jeweiligen Linux-Distributionen gepackt, darunter solche für Debian, Opensuse, CebtOS oder Red Hat. Künftig sollen alle sechs Monate aktualisierte Versionen von Kolab erscheinen.


linuxwilli 25. Jan 2013

Und ist offenbar jetzt auch in einer Version für den Univention Corporate Server 3,1...

Gerline 15. Jan 2013

zumindest, was die Pakete angeht. Ich bügel mir doch jetzt kein Debian Wheezy auf den...

der_Volker 15. Jan 2013

das war der größte Ärger an dem Ding. Jaja, ich weiß, Distributionsunabhängig und total...

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