Freie Grafiksysteme DirectFB 1.6 wird stabil

Das Grafiksystem DirectFB 1.6 ist als stabile Version erschienen. Das Grafiksubsystem ist für die Verwendung mit Android angepasst worden.

Anzeige

Das Entwicklerteam von DirectFB hat eine stabile Version 1.6 veröffentlicht. Wegen grundlegender Neuerungen wurde der ursprünglich für Januar 2012 terminierte Erscheinungstermin zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Entwickler wollten das Framebuffersystem zunächst noch stabilisieren. Noch im Januar wurde eine erste Implementierung für Android hinzugefügt.

Für DirectFB 1.6 haben die Entwickler eine Umstrukturierung der Kernbibliotheken umgesetzt. So ist der mehrfache IPC-/RPC-Mechanismus entfernt worden. Auch die gemeinsame Speichernutzung wird nicht länger unterstützt. Ebenfalls reduziert wurden die globalen Locks. Damit soll die Effizienz des Grafiksystems deutlich gesteigert werden.

Neue Bibliotheken

DirectFB 1.6 sieht die dynamische Registrierung von Window- und Compositingmanagern vor. Ferner wurden neue Bibliotheken für SVG-, BMP- und Jpeg200-Bilder sowie für Xine-Video eingebaut. DirectFB beschleunigt entsprechende Xine-Videos und unterstützt VDPAU (Video Decode and Presentation API for Unix), ein API für den direkten Zugriff auf GPUs von Nvidia. Zudem wurden neue und überarbeitete Treiber implementiert.

DirectFB ist eine schlankere Alternative zu X.org, die direkt auf die Hardware zugreifen kann. Das Grafiksystem wird in erster Linie von Spielen oder Embedded-Systemen verwendet, die X.org nicht einsetzen können. Es gibt aber auch eine Schnittstelle, die X11 imitiert und somit die Verwendung von speziell für X11 entwickelten Anwendungen zulässt. Mit der Bibliothek DirectFBGL kann DirectFB die Direct Renderdering Infrastructure (DRI) des Linux-Kernels und Mesa 3D nutzen, um OpenGL zu verwenden. DirectFB kommt beispielsweise in WebOS zum Einsatz.


brynnhold 15. Aug 2012

Ich vermute, DirectFB ist eher als leichte alternative zu X.org und Wayland anzusehen...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Trainee (m/w)
    Allianz Deutschland AG, Stuttgart
  2. IT-Prozess-Strategin/IT-Proz- ess-Stratege
    Landeshauptstadt München, München
  3. Netzwerkspezialist (m/w)
    Janz IT AG, Hamburg
  4. Senior Project Manager/-in BI Plattform SAP BW
    Daimler AG, Stuttgart

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Kitkat-Smartphone

    Samsungs Galaxy Ace Style kommt früher

  2. Netmundial-Konferenz

    Netzaktivisten frustriert über "Farce" der Internetkontrolle

  3. Zalando

    Onlinekleiderhändler schließt einen Standort

  4. Apple vs. Samsung

    Google versprach Samsung Hilfe im Patentstreit mit Apple

  5. Deadcore

    Indiegames-Turmbesteigung für PC, Mac und Linux

  6. Reprap

    "Waschmaschinen werden auch nur 5% der Lebenszeit verwendet"

  7. Spam

    AOL bekämpft Spam mit Verschärfung der DMARC-Einstellung

  8. Mac OS X

    Sicherheitsupdate und Beta-Versionen für alle

  9. Onlinemodus

    Civ 3 und 4 sowie Borderlands ziehen um

  10. Grafikkarte

    Radeon R9 295X2 für 1.500 Euro verfügbar



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Freedesktop-Summit Desktops erarbeiten gemeinsam Wayland und KDBus
  2. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  3. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion

OpenSSL: Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed
OpenSSL
Wichtige Fragen und Antworten zu Heartbleed

Der Heartbleed-Bug in OpenSSL dürfte wohl als eine der gravierendsten Sicherheitslücken aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

  1. Libressl OpenBSD startet offiziell OpenSSL-Fork
  2. OpenSSL OpenBSD mistet Code aus
  3. OpenSSL-Lücke Programmierer bezeichnet Heartbleed als Versehen

Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

    •  / 
    Zum Artikel