Freie Bildbearbeitung Details zu ersten Funktionen in Gimp 2.10

Gimp 2.10 ist längst noch nicht fertig, aber erste wichtige Funktionen der kommenden Version der freien Bildbearbeitung sind bereits in die Entwicklerversion 2.9 eingeflossen. Ein Beitrag auf Gimpusers.com beleuchtet die Neuerungen.

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Gimp 2.10 soll weitere grundlegende Änderungen einführen und so die Modernisierung der freien Bildbearbeitung vorantreiben. Waren die Entwickler noch bei Version 2.8 hauptsächlich damit beschäftigt, den Ein-Fenster-Modus umzusetzen, soll die kommende Version die Arbeit mit höheren Farbtiefen ermöglichen. Dazu wurde bereits in Gimp 2.8 die Berechnungsbibliothek GEGL umgesetzt. Diese wird auch von neuen Werkzeugen genutzt, die Bilder besser skalieren sollen.

In Version 2.10 soll die Bearbeitung von Bildern mit einer Farbtiefe von bis zu 32 Bits pro Farbkanal möglich sein. Die Farbtiefe lässt sich dann mit Festkommazahl oder Gleitkommazahl definieren. Während die Farbtiefe die Anzahl der möglichen Farbkombinationen der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau erhöht, lassen sich mit der Gleitkommazahl die Abstände zwischen den einzelnen Farbstufen variieren. Fotos lassen sich dank GEGL fast verlustfrei zwischen verschiedenen Farbräumen konvertieren.

Mit dem neuen Werkzeug namens "Unified Transformation" lässt sich eine Ebene nicht nur skalieren, sondern auch gleichzeitig rotieren und perspektivisch bearbeiten. Das Werkzeug wurde im Rahmen des Google Summer of Code 2012 entwickelt und vereint alle bereits verfügbaren Transformationswerkzeuge.

Besseres Skalieren

Auch das Herunterskalieren von Bildern soll in Gimp 2.10 besser werden. Die mit GEGL verwendeten Skalierungsmethoden LoHalo und NoHalo sollen vor allem Unschärfen oder scharfe Kanten verhindern, die bei Texten oder diagonalen Linien auftauchen können. LoHalo soll für Bilder optimiert worden sein, die um weniger als die Hälfte ihrer Größe skaliert werden, während NoHalo für Bilder gedacht ist, die eher rotiert oder geringfügig skaliert werden.

Mit dem Umstieg auf GEGL müssen auch sämtliche Filter neu geschrieben werden. Er bringt jedoch den Vorteil mit, dass Veränderungen zumindest teilweise durch Filter in Echtzeit im gesamten Bild angezeigt werden können. Bislang haben die Entwickler diese Funktion in dem Gauß'schen Filter oder den verschieden Rauschfiltern umgesetzt.

Filterberechnungen mit mehr Kernen

Für die Berechnung der Veränderungen durch Filter verwendet Gimp bisher immer nur einen Prozessorkern. Das soll sich in Version 2.10 ändern. Dort werden nicht nur mehrere Kerne unterstützt, sondern es wird auch die GPU für die Berechnungen herangezogen. Dazu haben die Entwickler OpenCL integriert, auf das GEGL zugreifen kann. Ein Großteil der Filter wurde bereits so umgeschrieben, dass sie OpenCL nutzen können. Ein neuer Filter verändert zudem die Farbtemperatur in Fotografien. Bilder werden künftig in Kacheln aufgeteilt und Änderungen pro Kachel berechnet.

Die Änderungen sind bereits größtenteils in den Entwicklungszweig 2.9 eingeflossen. Ein Erscheinungstermin für Gimp 2.10 steht jedoch noch nicht fest. Der Blogeintrag nennt Ende 2013 als möglichen Veröffentlichungszeitraum.


groby999 13. Jan 2013

Ja Blödsinn, wie alt bist Du? Wenn man 10 Jahre das so getan hat, zudem dies ein...

redbullface 12. Jan 2013

Kann das hier jemand bestätigen? Habe zur Zeit leider kein Windows System zum...

redbullface 12. Jan 2013

Das Problem welches die Gimp Entwickler habe ist, das sie zu wenig Mitarbeiter haben...

redbullface 11. Jan 2013

Ja stimmt. Man muss beachten in welchem Kontext die gerade angesprochenen Bit-Tiefen...

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