Fraunhofer IIS: Schwedisches Radio testet Audiotechnik Dialogue Enhancement
Dialogue Enhancement: Kritikpunkt Tonqualität (Bild: Fraunhofer IIS)

Fraunhofer IIS Schwedisches Radio testet Audiotechnik Dialogue Enhancement

Mit Dialogue Enhancement vom Fraunhofer IIS sollen Zuschauer den Fernsehton selbst regeln können. Das soll besonders Hörgeschädigten helfen. Ein zweiter Test soll in Kürze in Schweden stattfinden.

Anzeige

Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) bereitet noch für dieses Jahr einen zweiten Test seiner Technik Dialogue Enhancement vor. Die Entwicklung des Erlanger Instituts, die im Frühjahr in den USA ausgezeichnet wurde, ermöglicht es dem Hörer, den Radioton zu beeinflussen. Bei einer Liveübertragung einer Sportveranstaltung kann er die Balance zwischen Kommentar und Stadionatmosphäre selbst regeln. Dies ist besonders hilfreich für Hörgeschädigte, die oft Schwierigkeiten haben, einen Sprecher bei zu lauten Hintergrundgeräuschen zu verstehen. Projektpartner ist der schwedische Radiosender Sveriges Radio.

Objektbasierte Audiocodierung

Dialogue Enhancement ist eine objektbasierte Audiocodierung: Während einer Sendung oder einer Liveübertragung mischt der Toningenieur wie bisher die Tonspuren. Gleichzeitig läuft eine Software, die die Tonspuren als Objekte behandelt und mit Parametern beschreibt. Diese Parameter werden zusammen mit dem Sendesignal übertragen. Beim Empfänger werden sie von einer Software ausgelesen, die die Kanäle trennt. Der Hörer kann die Kanäle dann mit Hilfe der Software beeinflussen.

Für den Test in Schweden werde es eine App geben, mit der Programme des Senders live oder on demand über das Internet empfangen werden könnten, erzählt Fraunhofer-Mitarbeiter Matthias Rose im Gespräch mit Golem.de. Mit dieser App könnten die Hörer dann auch den Ton regeln. Der Test werde im Herbst 2012 beginnen. Ein genauer Termin stehe aber noch nicht fest.

Nachfrage von Rundfunksendern

Zwei Fragestellungen interessieren die Fraunhofer-Forscher: Zum einen wollten sie wissen, wie die Technik auf Seiten der Hörer angenommen wird. Zum anderen interessiert sie, wie sie sich in den Sendeablauf integrieren lässt. Beides sei wichtig, um die Technik serienreif zu machen. Interesse daran sei da, vor allem seitens der Rundfunksender, sagt Rose. Denn schlechte Tonqualität sei für viele Hörer ein großer Kritikpunkt an deren Programmen.

Einen ersten Test haben die Erlanger im vergangenen Jahr mit dem britischen Rundfunksender BBC 5 durchgeführt: Bei der Übertragung von Tennisspielen beim Turnier in Wimbledon konnten die Hörer mit Hilfe einer Software den Pegel entweder in Richtung Kommentar oder Platzatmosphäre verschieben. Die Nutzer bewerteten in einer anschließenden Umfrage den Dienst positiv.

Besucher der Ifa können sich Dialogue Enhancement am Stand des Fraunhofer IIS anschauen (Halle 11.1 Tecwatch, Stand 10).


Eisklaue 05. Sep 2012

Das wird schon gemacht. Kann jetzt nur von Sky sprechen aber da gibt es, zum Beispiel für...

Kommentieren



Anzeige

  1. Data Integration Expert (m/w) / Data Modeler (m/w)
    Siemens AG, Munich
  2. Projektleiter/in für Luftfahrfahrzeug TORNADO (Bundeswehrhintergrund)
    ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Fürstenfeldbruck
  3. Project Management Coordinator (m/w)
    Teradata GmbH, München, Frankfurt oder Düsseldorf
  4. Teamleiter Softwareentwicklung (m/w)
    über HRM CONSULTING GmbH, Mainz/Wiesbaden

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. In eigener Sache

    Computec Media veröffentlicht Spielevideo-App Games TV 24

  2. Google-Suchergebnisse

    EU-Datenschützer verlangen weltweite Löschung

  3. Dating

    Parship darf Widerruf nicht mit hoher Rechnung verhindern

  4. O2

    Neue Prepaid-Tarife erlauben Datenmitnahme in den Folgemonat

  5. Freie .Net-Implementierung

    Mono soll schneller werden

  6. Oneplus One

    Eigenes ROM mit Stock Android 4.4.4 vorgestellt

  7. Eric Anholt

    Langsamer Fortschritt bei Raspberry-Pi-Grafiktreiber

  8. Teilchenbeschleuniger

    China will Higgs-Fabrik bauen

  9. Europäische Zentralbank

    20.000 Kontaktdaten von Internetserver geklaut

  10. Krise

    Ryse-Producer wendet sich von Crytek ab



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Android L im Test: Google verflacht Android
Android L im Test
Google verflacht Android
  1. Android L Keine Updates für Entwicklervorschau geplant
  2. Inoffizieller Port Android L ist für das Nexus 4 verfügbar
  3. Android L Cyanogenmod entwickelt nicht anhand der Entwicklervorschau

Luftfahrt: Die Rückkehr der Überschallflieger
Luftfahrt
Die Rückkehr der Überschallflieger
  1. Verkehr FBI sorgt sich um autonome Autos als "tödliche Waffen"
  2. Steampunk High Tech trifft auf Dampfmaschine
  3. Aerovelo Eta Kanadier wollen mit 134-km/h-Fahrrad Weltrekord aufstellen

Destiny angespielt: Schöne Grüße vom Master Chief
Destiny angespielt
Schöne Grüße vom Master Chief
  1. Bungie Drei Betakeys für Destiny
  2. Activison Destiny ungeschnitten "ab 16" und mit US-Tonspur
  3. Bungie Destiny läuft auch auf der Xbox One in 1080p mit 30 fps

    •  / 
    Zum Artikel