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Canon 5D Mark II nach dem Umbau
Canon 5D Mark II nach dem Umbau (Bild: Robert Benson)

Frankenstein-Kamera: Canon 5D Mark II zurechtgesägt

Canon 5D Mark II nach dem Umbau
Canon 5D Mark II nach dem Umbau (Bild: Robert Benson)

Fotograf Robert Benson besitzt ein exotisches und sehr lichtstarkes Leica-Objektiv, aber keine Leica-Kamera. Er entschied sich deshalb, seine Canon 5D Mark II zersägen zu lassen, um den passenden Objektivanschluss einzubauen.

Das lichtstarke Objektiv Leica Noctilux 50 mm f/1 kostet rund 8.500 Euro. Die passende Digitalkamera Leica M9 kostet zusätzlich 6.000 Euro - viel Geld, zumal ihr die Live-View- und die Videofunktion fehlen. Bei hohen Lichtempfindlichkeiten hat Canons Kamera außerdem deutliche Vorteile in puncto Rauschverhalten. Der Fotograf Robert Benson hat sich deshalb entschieden, seine Vollformatkamera Canon EOS 5D Mark II so umbauen zu lassen, dass Leica-Objektive daran passen.

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  • Leica-Canon-Mod (Bild mit freundlicher Genehmigung von Robert Benson)
  • Leica-Canon-Mod (Bild mit freundlicher Genehmigung von Robert Benson)
  • Bild mit dem Leica Noctilux 50mm bei f/1 (Bild mit freundlicher Genehmigung von Robert Benson)
  • Bild mit dem Leica Noctilux 50mm bei f/1 (Bild mit freundlicher Genehmigung von Robert Benson)
Leica-Canon-Mod (Bild mit freundlicher Genehmigung von Robert Benson)

Mit einem einfachen Adapter war es nicht getan. Benson wollte unbedingt den Sensor der Kamera ausnutzen, aber dabei gab es ein großes Problem: Bei Canon-Kameras beträgt der Abstand zwischen Bajonett und Sensor 44 mm. Bei Leica ist das Auflagemaß mit 27,8 mm deutlich flacher.

Um das Auflagemaß der Canon EOS 5D Mark II zu verkürzen, wurde die DSLR zerlegt. Der Spiegelkasten wurde von einem erfahrenen Feinmechaniker verkleinert und das Kameragehäuse kurzerhand kupiert. Danach wurde ein neues 42-mm-Bajonett für Leica-Objektive eingebaut und mit dem Spiegelkasten verbunden, der nun sogar haltbarer sein soll als das Original von Canon. Den Zusammenbau übernahm ein Kameratechniker. Die Konstruktion kann auch vom Fotografen auf das 39-mm-Schraubbajonett umgerüstet werden, sollten diese älteren Leica-Objektive ebenfalls eingesetzt werden.

Mit den meisten Objektiven sollen die Fotos keine Vignettierungen aufweisen. Bei der Noctilux-Optik hat Benson zwar eine leichte Randabschattung bei Offenblende festgestellt, aber die tritt seiner Erfahrung nach auch an echten Leica-Kameras auf.

Da kein Autofokus vorhanden ist, muss die Scharfstellung über die Live-View-Funktion der Canon-Kamera am Display erfolgen. Benson setzt eine Bildschirmlupe mit Haube ein, um präziser per Hand zu fokussieren.

Benson bietet den Umbau mitsamt dem Kameragehäuse für 2.950 US-Dollar an. Auf Anfrage will er auch bereits erworbene Gehäuse umbauen, doch der Preis ist Verhandlungssache. Einige Originalbilder bietet der Fotograf als Rohdaten zum Download über seine Website an.


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Turbinehead 15. Okt 2012

Hat weniger mit Uri zu tun, sondern vielmehr damit, dass ich im Thread auf narfs Beitrag...

Der Spatz 15. Okt 2012

Und deswegen muss man um den selben Bildausschnitt zu bekommen weiter weg vom Motiv sein...

ThorstenMUC 14. Okt 2012

Gab es vor ein paar Tagen schon eine ähnliche Entdeckung: https://www.youtube.com/watch?v...

Vulli 13. Okt 2012

Bei Youtube gibt's ein Video von DigitalRev: http://www.youtube.com/watch?v=tWU8DpTo5kg

Peter Maier 12. Okt 2012

Anmerkung: Ich habe dort übrigens eine Canon 1D Mark III für umgerechnet 1500 Euro...

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