Rechenzentrum von Google in Douglas County
Rechenzentrum von Google in Douglas County (Bild: Connie Zhou/Google)

Fotografie Die manipulierten Bilder aus Googles Rechenzentren

Die Bilder der Fotografin Connie Zhou aus den Rechenzentren von Google sind um die Welt gegangen. Auf Spekulationen, einige seien verfälscht, hat Google nun reagiert.

Anzeige

Es ist ein beeindruckender wie seltener Einblick, den Google in den vergangenen Tagen in einige seiner vielen Rechenzentren rund um den Globus gewährte. Die Fotos sind spektakulär und wurden von vielen Medien und Bloggern verbreitet. Doch auf einigen Bildern sind Dinge zu sehen, die zum Zeitpunkt der Aufnahme gar nicht vorhanden waren. Auf anderen fehlt etwas, das eigentlich da ist. Und das ist Google offenbar ein wenig peinlich.

  • Die Fotografien von Googles Rechenzentren vor und nach der Bearbeitung (Bild: Connie Zhou/Google)
  • Die Fotografien von Googles Rechenzentren vor und nach der Bearbeitung (Bild: Connie Zhou/Google)
  • Die Fotografien von Googles Rechenzentren vor und nach der Bearbeitung (Bild: Connie Zhou/Google)
  • Die Fotografien von Googles Rechenzentren vor und nach der Bearbeitung (Bild: Connie Zhou/Google)
  • Die Fotografien von Googles Rechenzentren vor und nach der Bearbeitung (Bild: Connie Zhou/Google)
  • Die Fotografien von Googles Rechenzentren vor und nach der Bearbeitung (Bild: Connie Zhou/Google)
  • Die Fotografien von Googles Rechenzentren vor und nach der Bearbeitung (Bild: Connie Zhou/Google)
  • Die Fotografien von Googles Rechenzentren vor und nach der Bearbeitung (Bild: Connie Zhou/Google)
  • Die Fotografien von Googles Rechenzentren vor und nach der Bearbeitung (Bild: Connie Zhou/Google)
  • Die Fotografien von Googles Rechenzentren vor und nach der Bearbeitung (Bild: Connie Zhou/Google)
  • Die Fotografien von Googles Rechenzentren vor und nach der Bearbeitung (Bild: Connie Zhou/Google)
  • Die Fotografien von Googles Rechenzentren vor und nach der Bearbeitung (Bild: Connie Zhou/Google)
Die Fotografien von Googles Rechenzentren vor und nach der Bearbeitung (Bild: Connie Zhou/Google)

Dass Bilder bearbeitet werden und anschließend Foto und Realität nicht mehr übereinstimmen, weiß jeder, der schon mal Porträtfotos von sich hat anfertigen lassen. Auch hier werden anschließend etwa Hautunreinheiten mit einer Bildbearbeitungssoftware entfernt. Google aber wollte mit den Fotos aus seinen streng abgeschirmten Datenzentren Transparenz beweisen. Manipulierte Bilder lassen sich mit diesem Anspruch nur schwer vereinbaren.

Anschuldigungen, die Bilder seien zumindest teilweise verfälscht, gab es schon kurz nach deren Veröffentlichung. So vermuteten manche, dass die Bilder deshalb so symmetrisch aussähen, weil die Fotografin Connie Zhou die eine Hälfte eines Fotos einfach nur gespiegelt und dann beide Versionen zusammengesetzt hätte. Das soll zum Beispiel bei einem Bild aus dem Rechenzentrum in Douglas County der Fall sein. Bewiesen ist das jedoch nicht.

Trotzdem veröffentlichte Google kürzlich auf Google Plus ein Interview mit der Fotografin, in dem diese erklärte, was, warum und wie sie auf den Fotos verfälscht hatte. Die völlig unkritischen Fragen stellte Google selbst - und kam damit anderen zuvor, die wohl weniger zurückhaltend gefragt hätten.

Connie Zhou erläutert darin die Bildmanipulation mit ihrem Wunsch nach Symmetrie. "Mein Ziel war es, den Menschen zu helfen, die Schönheit von Rechenzentren zu erkennen", sagt sie im Interview mit Google. "Ich hatte gewisse künstlerische Freiheiten, die Szenerie zu interpretieren, aber Google wollte nicht, dass ich etwas verstecke oder verschleiere - alle Veränderungen, die ich vornahm, waren ästhetischer Natur."

So gibt es ein Bild aus The Dalles, Oregon, auf dem eine Google-Technikerin zwischen zwei Serverreihen steht und einen überhitzten Hauptprozessor inspiziert. Rechts von ihr ist eine Lücke zwischen den Serverracks. Connie Zhou empfand das als störend. Sie sei "besessen" davon, dass alles auf ihren Bildern symmetrisch ist - "also habe ich den Server auf der linken Seite geklont und auch rechts ins Bild gebaut", sagte sie.

Wohl im Bemühen, nachträglich Transparenz in die Geschichte um die veränderten Fotos zu bringen, hat Google einige der unbearbeiteten und der bearbeiteten Bilder gesondert veröffentlicht. Eine inhaltliche Manipulation ist dabei auch auf einem Motiv aus Hamina in Finnland zu sehen. Hier hat Zhou ein Notausgangschild wegretuschiert, das an der Decke hängt. Ein Skandal ist das nicht. Die Bilder bleiben beeindruckend. Es war nur ungeschickt von Google, die Entstehungsgeschichte nicht von Anfang an offenzulegen. Was bleibt, ist der Nachgeschmack, dass bei Google nicht immer alles ist, wie es scheint.


Esquilax 26. Okt 2012

Da lautet das Stichwort "Dynamik". Das Auge kann einen viel größeren Helligkeits...

Esquilax 25. Okt 2012

Wenn da z.B. verwahrloste Kinder unterwegs wären, die Server warten, fände ich das nicht...

Der Spatz 25. Okt 2012

In deinem Idealfall hat der Fotograf somit schon bei der Aufnahme manipuliert, indem er...

Endwickler 25. Okt 2012

Ich kenne niemanden, der deinen Aussagen wierderspräche und meine Punkte haben auch gar...

Endwickler 24. Okt 2012

Das, von dem das behauptet wird, ist im Golemtext verlinkt: http://www.google.com/about...

Kommentieren



Anzeige

  1. Verantwortliche/r für Prozesse und deren Dokumentation im Bereich SAP ERP
    Joseph Vögele AG, Ludwigshafen
  2. Teamleiter E/E (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Mannheim
  3. Mitarbeiter IT-Support (m/w)
    Isar Kliniken GmbH, München
  4. Projekt­inge­nieur (m/w)
    inspectomation GmbH, Mannheim

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. PCGH-Professional-PC GTX970-Edition
    (Core i7-4790K + Geforce GTX 970)
  2. NEU: Raidmax Blackstorm Green
    64,99€
  3. Medion Erazer X7835 PCGH-Notebook mit Geforce GTX 980M und Core i7-4710MQ
    1999,00€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Privatsphäre im Netz

    Open-Source-Projekte sollen 1984 verhindern

  2. The Witcher 3 angespielt

    Geralt und die "Mission Bratpfanne"

  3. Onlinehandel

    Welche Versand-Flatrates sich nicht lohnen

  4. Jessie

    Erster Release Candidate für neuen Debian-Installer

  5. Biicode

    Abhängigkeitsverwaltung für C/C++ soll Open Source werden

  6. Mobilfunk

    O2 schaltet LTE-Nutzung für alle Blue-Tarife frei

  7. Broadwell-Mini-PC

    Gigabytes Brix ist noch kompakter als Intels NUC

  8. Cyanogen Inc.

    "Wir versuchen, Google Android wegzunehmen"

  9. Dobrindt

    A9 soll Teststrecke für selbstfahrende Autos werden

  10. Spionage oder Imageaufwertung?

    Deutsche Behörden nennen es Social Media Intelligence



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Erpressung und Geldwäsche: Polizei kommt bei Cybercrime nicht hinterher
Erpressung und Geldwäsche
Polizei kommt bei Cybercrime nicht hinterher
  1. Malware BSI will Zwangstrennung infizierter Rechner vom Internet
  2. Cybercrime Trotz 300 Cyber-Ermittlern bleibt Aufklärungsquote gleich
  3. Cybercrime HP eröffnet Cyber-Abwehrzentrum in Böblingen

Heimkino-Raumklang von oben: Dolby Atmos klingt gut, Auro 3D klingt besser
Heimkino-Raumklang von oben
Dolby Atmos klingt gut, Auro 3D klingt besser
  1. DTS:X Probe gehört Dolby-Atmos-Konkurrent arbeitet mit Deckenlautsprechern
  2. Surround-Sound Holpriger Start für Blu-ray-Discs mit Dolby Atmos
  3. Interstellar in 70 mm Berliner Zoo Palast schiebt die Digitalprojektoren beiseite

Neues Betriebssystem: Microsoft nennt viele neue Details zu Windows 10
Neues Betriebssystem
Microsoft nennt viele neue Details zu Windows 10
  1. Microsoft Nicht alle Windows-Phone-Smartphones erhalten Windows 10
  2. Surface Hub Microsoft zeigt Konferenzsystem mit Digitizer und Windows 10
  3. Hololens mit Windows Holodeck-Zeitalter mit einer autarken Datenbrille

    •  / 
    Zum Artikel