Abo
  • Services:
Anzeige
Ein kleines Stück Python-Code erlaubt den unautorisierten Zugriff auf Fortigate-Firewalls.
Ein kleines Stück Python-Code erlaubt den unautorisierten Zugriff auf Fortigate-Firewalls. (Bild: Screenshot Hanno Böck/Golem.de)

Fortigate-Firewalls: SSH-Hintertür auch bei Fortinet?

Ein kleines Stück Python-Code erlaubt den unautorisierten Zugriff auf Fortigate-Firewalls.
Ein kleines Stück Python-Code erlaubt den unautorisierten Zugriff auf Fortigate-Firewalls. (Bild: Screenshot Hanno Böck/Golem.de)

Eine Lücke in älteren Versionen des Systems auf Fortinet-Firewalls sieht verdächtig wie eine Hintertür aus. Behoben wurde das Problem bereits 2014, Fortinet hat die Änderung damals offenbar verschwiegen.

Auf der Mailingliste Full Disclosure wurde gestern ein Skript gepostet, mit dem sich Angreifer unautorisierten Zugang zu Firewalls aus der Fortigate-Serie des Herstellers Fortinet verschaffen können. Das Skript nutzt dabei offenbar einen undokumentierten Mechanismus in älteren Versionen der SSH-Implementierung von Fortinet aus, der verdächtig wie eine Hintertür aussieht. Es ist der zweite derartige Vorfall in jüngster Zeit - kurz vor Weihnachten musste der Hersteller Juniper bereits eingestehen, dass sich in seinen Produkten mehrere Hintertüren befanden.

Anzeige

Die Full-Disclosure-Mail, die die Sache ins Rollen brachte, besteht lediglich aus einem kurzem Python-Skript, als einzige kurze Erklärung steht dort "SSH-Hintertür für FortiGate OS Version 4.x bis 5.0.7". Ralph-Philipp Weinmann, der bereits bei der Analyse der Juniper-Hintertüren eine wichtige Rolle gespielt hatte, bestätigte kurze Zeit später auf Twitter die Hintertür.

Lücke bis 2014 in FortiOS vorhanden

Die betroffenen Versionen des FortiOS-Betriebssystems sind alle relativ alt. Die Version 5.0.7 wurde im August 2014 veröffentlicht und im November durch die Version 5.0.8 abgelöst. Offenbar enthielten die früheren Versionen eine zusätzliche Authentifizierungsmethode für SSH, bei der man sich mittels eines Challenge-Response-Mechanismus mit einem Passwort einloggen kann. Das Passwort lautet "FGTAbc11*xy+Qqz27". Da es sich um einen eigenen, nicht standardisierten Authentifizierungsmechanismus handelt, funktioniert das Login mit einem gewöhnlichen SSH-Client nicht.

Fortinet bestreitet, dass es sich bei der gefundenen Lücke um eine Hintertür handelt. "Dies war keine Hintertür, sondern ein Management-Authentifizierungsproblem", heißt es in einem Statement, das Fortinet auf seiner Webseite veröffentlicht hat. Entdeckt worden sei das Problem von Fortinets eigenem Security-Team, ein Patch sei bereits im Juli 2014 bereitgestellt worden. Weitere Fragen, die wir Fortinet gestellt haben, blieben bislang unbeantwortet.

Kunden wurden nicht informiert

Was genau Fortinet mit einem Management-Authentifizierungsproblem meint, ist unklar. Fortinet verweist auf ein Security-Advisory, das jedoch ein Datum vom 12. Januar 2016 trägt. Auf jeden Fall klar sein dürfte damit, dass Fortinet den Vorfall 2014 verschwiegen hat und die Nutzer der Fortigate-Geräte nicht informiert wurden. In den Release Notes von FortiOS 5.0.8 fanden wir keinerlei Hinweise auf eine SSH-Sicherheitslücke.

Der gesamte Vorfall fällt in eine Zeit, in der Fortinets Konkurrent Juniper gerade darum ringt, eine plausible Erklärung für die Hintertüren zu finden, die in dessen Produkten gefunden wurden. Kurz vor Weihnachten hatte Juniper erklärt, dass zwei Hintertüren in seinem System ScreenOS gefunden wurden. Bei einer näheren Analyse stellte sich jedoch heraus, dass eine dieser Hintertüren, die auf dem NSA-Zufallszahlengenerator Dual EC DRBG basiert, offenbar nur ausgetauscht wurde und bereits vorher mit anderen Parametern vorhanden war. Junipers Erklärungen für diesen Vorfall waren alles andere als glaubwürdig und das Problem ist nach wie vor nicht behoben.


eye home zur Startseite
bbk 13. Jan 2016

Bei Forti ist alles möglich ;).Und nachdem der Fortimanager damals immer auf magische...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. VITRONIC Dr.-Ing. Stein Bildverarbeitungssysteme GmbH, Wiesbaden
  2. Aareon Deutschland GmbH, Mainz
  3. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main
  4. IT-Dienstleistungszentrum Berlin, Berlin


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 24,96€
  2. 48,99€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Tipps für IT-Engagement in Fernost
  2. Kritische Bereiche der IT-Sicherheit in Unternehmen
  3. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von IBM


  1. Für Werbezwecke

    Whatsapp teilt alle Telefonnummern mit Facebook

  2. Domino's

    Die Pizza kommt per Lieferdrohne

  3. IT-Support

    Nasa verzichtet auf Tausende Updates durch HP Enterprise

  4. BGH-Antrag

    Opposition will NSA-Ausschuss zur Ladung Snowdens zwingen

  5. Kollaborationsserver

    Nextcloud 10 verbessert Server-Administration

  6. Exo-Planet

    Der Planet von Proxima Centauri

  7. Microsoft

    Windows 10 Enterprise kommt als Abo

  8. Umwelthilfe

    Handel ignoriert Rücknahmepflicht von Elektrogeräten

  9. 25 Jahre Linux

    Besichtigungstour zu den skurrilsten Linux-Distributionen

  10. Softrobotik

    Oktopus-Roboter wird mit Gas angetrieben



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Radeon RX 460: AMDs kleinste Polaris-Karte braucht mehr Speicher
Radeon RX 460
AMDs kleinste Polaris-Karte braucht mehr Speicher
  1. Polaris-Grafikkarten Neuer Treiber steigert Bildrate in Tomb Raider
  2. Polaris-Grafikkarten AMD stellt Radeon RX 470 und RX 460 vor
  3. Radeon Pro SSG AMD zeigt Profi-Karte mit SSDs für ein TByte Videospeicher

Radeon RX 470 im Test: Die 1080p-Karte für High statt Ultra
Radeon RX 470 im Test
Die 1080p-Karte für High statt Ultra
  1. Radeons RX 480 Die Designs von AMDs Partnern takten höher - und konstanter
  2. Radeon Software 16.7.2 Neuer Grafiktreiber macht die RX 480 etwas schneller
  3. Radeon RX 480 erneut vermessen Treiber reduziert Stromstärke auf PEG-Slot

Garmin Vivosmart HR+ im Hands on: Das Sport-Computerchen
Garmin Vivosmart HR+ im Hands on
Das Sport-Computerchen
  1. Polar M600 Sechs LEDs für eine Pulsmessung
  2. Kluge Uhren Weltweiter Smartwatch-Markt bricht um ein Drittel ein
  3. Garmin Edge 820 Radcomputer zeigt Position der Tourbegleiter

  1. Re: IMHO: Ein Ausschuss der Steuergelder verbrennt...

    ubuntu_user | 06:49

  2. Re: Wird, so fürchte ich, nichts bringen.

    serra.avatar | 06:36

  3. Re: WC`ehn müsste Linux mittelfristg (ab 2020)

    NaruHina | 06:30

  4. Re: sinn von spotify über tkom

    bifi | 06:21

  5. Re: Linux für 2,5 Milliarden $

    Hakuro | 06:19


  1. 15:54

  2. 15:34

  3. 15:08

  4. 14:26

  5. 13:31

  6. 13:22

  7. 13:00

  8. 12:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel