Forschergruppe: Datendiebstahl bei Android-Apps möglich
Wissenschaftler untersuchten die Anfälligkeit von Android-Apps. (Bild: Josep Lago/AFP/Getty Images)

Forschergruppe Datendiebstahl bei Android-Apps möglich

Wissenschaftler haben 13.500 kostenlose Android-Apps aus dem Play Store auf ihren Umgang mit verschlüsselten Daten untersucht. Die Ergebnisse sollen zeigen, dass manche Apps es mit der Sicherheit der Nutzerdaten nicht so genau nehmen.

Anzeige

Eine gemeinsame wissenschaftliche Untersuchung der Universitäten Hannover und Marburg habe ergeben, dass persönliche Daten bei vielen Android-Apps nicht ausreichend geschützt seien. Zu diesem Schluss kommen die Wissenschaftler nach der Analyse von 13.500 kostenlos erhältlichen Apps aus Googles App Store, welche private Daten übermitteln. Dabei untersuchten die Forscher, wie die Apps mit dem SSL-Protokoll zur Verschlüsselung persönlicher Daten umgehen.

Anfälligkeit für Man-In-The-Middle-Attacken

Laut dem Forschungsteam akzeptierten von den 13.500 untersuchten Apps 1.074 jegliche Art von Zertifikaten und Hostnames, was ein Auslesen der übermittelten Daten bei einer Attacke ermöglichen kann. Die Forscher konzentrierten sich auf die sogenannte Man-In-The-Middle-Attacke (MITMA).

Hierbei liest ein Hacker sensible Daten aus, indem er die Kommunikation zwischen dem Endgerät und dem Router mitverfolgt oder sogar beeinflusst. Zur Analyse hat die Forschungsgruppe ein eigens entwickeltes Programm eingesetzt, welches mögliche Schwachstellen in der Verwendung des Protokolls ermitteln soll.

Kreditkarten- und Bankdaten bei vielen Apps nicht sicher

Basierend auf den Ergebnissen dieser ersten Analyse hat das wissenschaftliche Team 100 Programme aus den 13.500 Apps genauer untersucht. In 41 Fällen haben sie nach eigenem Bericht erfolgreich eine MITMA durchgeführt und sind an Kreditkartendaten, Bankdaten sowie weitere geheime Informationen gelangt.

Diese Zahl muss jedoch im Zusammenhang damit gesehen werden, dass die betroffenen Apps bereits nach der Voranalyse als potenziell unsicher galten. Die untersuchten Apps haben laut der Forschergruppe eine Verbreitung von 39,5 bis 185 Millionen Nutzern.

Die Durchführung einer MITMA ist in einem ungeschützten öffentlichen Netzwerk einfacher als in einer geschützten Umgebung. Da sich Smartphone-Nutzer häufig in solchen ungesicherten Umgebungen aufhalten, sei eine MITMA eine durchaus denkbare Bedrohung, so die Wissenschaftler. Falls dann persönliche Daten nicht ausreichend oder gar nicht verschlüsselt seien, könnten sie leicht von Angreifern ausgelesen werden.

Strengere Regeln bei SSL-Protokollen vorgeschlagen

Google selbst betont in seinem Android Developers Blog die Wichtigkeit von sicheren Verbindungen in öffentlichen Netzwerken. Die Implementierung des SSL-Protokolls ist jedoch bisher den Entwicklern selbst überlassen.

Das Forscherteam schlägt unter anderem vor, diese Entscheidungsmöglichkeit durch Google strenger zu reglementieren. Ein weiterer Lösungsvorschlag ist, den Nutzer über das Betriebssystem besser darüber zu informieren, ob er gerade eine sichere Verbindung benutzt oder nicht.


dahana 26. Okt 2012

Die paar Randgruppen muss man doch nicht auch noch mit untersuchen... ;-)

joypad 24. Okt 2012

:-)))) geil :-))))

LibertaS 24. Okt 2012

Für jedes neue Produkt einer einzigen Veranstaltung gibt es eine Nachricht und dem...

0xDEADC0DE 24. Okt 2012

Find ich gut. Du sorgst dadurch für eine Steigerung der Verbreitung und wenn das viele...

0xDEADC0DE 24. Okt 2012

Nein, Diebstahl beginnt da, wo jemand etwas nimmt, was der andere nicht freiwillig...

Kommentieren



Anzeige

  1. ORACLE Datenbank Experte (m/w)
    Siemens AG, Nürnberg
  2. Softwareentwickler (m/w)
    BVU Beratergruppe Verkehr + Umwelt GmbH, Freiburg
  3. Product Manager Notebook / Tablet / Accessories (m/w)
    über 3C - Career Consulting Company GmbH, München
  4. IT Consultant (m/w) IT-Architektur
    arvato distribution GmbH, Großraum Hannover oder Ostwestfalen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. EU-Angleichung

    Welche Onlineshops keine Gratis-Retouren mehr erlauben

  2. MIT Media Lab

    Bildschirm gleicht Sehfehler aus

  3. Leere Symbolik

    Greenwald lehnt aus Protest Aussage im NSA-Ausschuss ab

  4. Technisches Komitee

    Debian beharrt auf mehreren Init-Systemen

  5. Stellar

    Kostenlose Kryptowährung soll Kunden locken

  6. Brigadier

    Kyoceras Saphirglas-Smartphone kostet 400 US-Dollar

  7. ZeroVM

    Virtuelle Maschine für die Cloud

  8. CDN

    Apple aktiviert offenbar sein Content Delivery Network

  9. Test Sacred 3

    Schnetzeln im Team

  10. Microsoft

    Enhanced Mitigation Experience Toolkit 5.0 freigegeben



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Bluetooth Low Energy und Websockets: Raspberry Pi als Schaltzentrale fürs Haus
Bluetooth Low Energy und Websockets
Raspberry Pi als Schaltzentrale fürs Haus
  1. Echtzeitkommunikation Socket.io 1.0 mit neuer Engine

PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K: "Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K
"Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
  1. Transformers Ära des Untergangs - gefilmt mit Sensoren im Imax-Format
  2. Intel-Partnerschaft mit Samsung 4K-Monitore sollen unter 400 US-Dollar gedrückt werden
  3. Asus ROG Kleine Gaming-PCs im Konsolendesign mit Desktophardware

Samsung Galaxy Tab S im Test: Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
Samsung Galaxy Tab S im Test
Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
  1. Samsung Neue Galaxy Tabs ab 200 Euro erhältlich

    •  / 
    Zum Artikel