Forscher: 3D-Drucker macht Sicherheitsschlüssel nach
Schlage-Primus-Schlüssel (Bild: Datagram/Creative Commons Attribution 3.0)

Forscher 3D-Drucker macht Sicherheitsschlüssel nach

Zwei MIT-Studenten haben einen Weg gefunden, einen eigentlich als besonders kopiersicher geltenden Schlüssel mit zwei Bärten nachzumachen. Dazu genügte ihnen ein Scan des Schlüssels und ein 3D-Drucker.

Anzeige

3D-Drucker sorgten in der vergangenen Zeit für viel Wirbel: Nicht nur, dass sich damit funktionsfähige Waffen erstellen lassen - nun haben zwei Forscher laut der Zeitung Forbes auch bewiesen, dass man mit ihnen Schlüssel nachbauen kann, die selbst bei aufwendigen Schlössern funktionieren.

Die Studenten David Lawrence und Eric Van Albert haben sich aus Demonstrationszwecken den Hersteller Schlage und dessen Schlüsselsystem Primus ausgesucht. Dessen Schlüssel sehen etwas anders aus als gewohnt. Die Hochsicherheitsschlüssel sind mit zwei Bartreihen ausgerüstet. Die zweite Zahnreihe macht den Schlüssel schwer kopierbar, da es entsprechende Rohlinge nur vom Hersteller gibt und auch nur der die dafür erforderlichen Maschinen besitzt. Der herkömmliche Schlüsselmacher kann sie nicht nachbauen.

Die Studenten demonstrierten ihre Herangehensweise auf dem Defcon-Kongress. Zunächst wurde der Schlüssel mit einem Flachbettscanner von beiden Seiten eingelesen. Aus diesen Bildern wurde dann nachträglich eine 3D-Datei erstellt, die dem Drucker übergeben wurde. Bei diesem Angriff müsste jedoch immer noch der Schlüssel in die Hände der Einbrecher fallen. Die Studenten überlegten deshalb, ob vielleicht auch ein Foto statt des Scans ausreichen würde, und tatsächlich: Auch damit ließen sich eine 3D-Datei und der passende Schlüssel herstellen.

Die Schlüssel druckten die beiden Forscher übrigens gar nicht selbst aus, sondern sendeten die Daten an Druckdienstleister. Bei Shapeways soll der Spaß 5 US-Dollar gekostet haben. Das Resultat: ein funktionierender Kunststoffschlüssel. Bei i.Materialise kostete die Kopie aus Titan 150 US-Dollar, und auch die öffnete das Schloss. Wie Schlosshersteller und Sicherheitsfirmen mit dieser potenziellen Bedrohung umgehen, ist ungewiss. Vermutlich helfen auf Dauer keine mechanischen, sondern nur noch elektronische oder gar biometrische Lösungen im Schlüssel.


holminger 09. Aug 2013

Nimm mal den Mund nicht zu voll. Komplett sicher ist eine Illusion.

tbxi 08. Aug 2013

Windows wird auch eher kopiert als verkauft, trotzdem ist Microsoft immer noch nicht Pleite.

HerrMannelig 08. Aug 2013

wie soll das funktionieren?

Andre S 08. Aug 2013

Es ging auch nie darum eine tolle Leistung zu präsentieren. Ganz im gegenteil es sollte...

planet_irata 08. Aug 2013

Leider fehlt dem Artikel ein entscheindender Teil (s. http://www.heise.de/newsticker...

Kommentieren



Anzeige

  1. Datenbankadministrator (m/w)
    Koch, Neff & Volckmar GmbH, Stuttgart
  2. Project Engineer / Projekt Ingenieur (m/w) Broadcast / Sportanalyse
    ST SPORTSERVICE GmbH, Ismaning bei München
  3. Systemanalytikerin / Systemanalytiker
    Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., München
  4. Web-Devoloper/in
    GAMESROCKET GmbH, Aschaffenburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       

  1. Smarthome

    Die Ifa wird zur Messe der Sicherheitslücken

  2. Gear S mit Tizen

    Samsungs neue Smartwatch kann telefonieren

  3. Nahverkehr

    Ticket-Apps bieten meist noch einen schwachen Service

  4. Stacked DRAM

    Samsung startet Serienfertigung von DDR4-Stapelspeicher

  5. Microsoft

    Kinect ohne Xbox One ab Anfang Oktober 2014

  6. Android

    HTCs neues Desire-Smartphone für LTE-Einsteiger

  7. Kobo Aura H2O

    Ein E-Book-Reader für Bad und Strand

  8. Taxi-App

    Uber darf in Hamburg vorerst weiterfahren

  9. Android Wear

    Asus bringt Zenwatch zur Ifa

  10. iWatch

    Apple plant angeblich Wearable zum 9. September



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



IPv6: Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
IPv6
Der holprige Weg zu neuen IP-Adressen
  1. Containerverwaltung Docker 1.2 erlaubt Regelung von Containerneustarts
  2. Stellenanzeige Facebook will Linux-Netzwerkstack wie in FreeBSD
  3. Für Azure Microsoft gehen US-IPv4-Adressen aus

Formel E: Motorsport zum Zuhören
Formel E
Motorsport zum Zuhören

Raspberry B+ im Test: Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
Raspberry B+ im Test
Sparsamer Nachfolger für mehr Bastelspaß
  1. Erweiterungsplatinen Der Raspberry Pi bekommt Hüte
  2. Odroid W Raspberry Pi-Klon für Fortgeschrittene
  3. Eric Anholt Langsamer Fortschritt bei Raspberry-Pi-Grafiktreiber

    •  / 
    Zum Artikel