Elektrorenner Formulec (auf der Hannover Messe 2011) : Autowechsel in der Boxengasse
Elektrorenner Formulec (auf der Hannover Messe 2011) : Autowechsel in der Boxengasse (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Formel E: 2014 wird Autorennen elektrisch

Der Motorsportverband FIA hat sich mit dem Vermarkter FEH auf die Einführung einer Elektroauto-Rennserie inklusive Weltmeistertitel geeinigt. 2014 soll die Formel E an den Start gehen. Gefahren wird auf Stadtkursen - in Deutschland ist Berlin als Austragungsort im Gespräch.

Anzeige

Schnell werden sie auch sein - daneben aber leise und sauber: Ab 2014 werden Rennfahrer in der Formel E um den Titel des schnellsten Elektroautolenkers der Welt konkurrieren. Erste Demonstrationsrennen wird es schon 2013 geben.

  • Der Elektrorennwagen Formulec EH01 (auf der Hannover Messe 2011) soll auf Wunsch allen Formel-E-Teams zur Verfügung stehen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Chassis und Karosserie des 250 km/h schnellen Renners wurden vom Mercedes Formel-1-Team gebaut. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Angetrieben wird das Auto von zwei Elektromotoren von Siemens, die zusammen 250 kW leisten. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Der Elektrorennwagen Formulec EH01 (auf der Hannover Messe 2011) soll auf Wunsch allen Formel-E-Teams zur Verfügung stehen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Die Fédération Internationale de l'Automobile (FIA), der Weltauto- und Motorsportverband, hat eine entsprechende Vereinbarung mit der Formula E Holding (FEH) über eine solche Weltmeisterschaft getroffen. FEH wird die Vermarktung der Formel E übernehmen.

Zehn Teams, zwanzig Fahrer

Zehn Team mit je zwei Fahrern sollen in der Formel E antreten. Bis 2016 können ein bis zwei weitere Teams hinzukommen. Die Rennen sollen laut FIA "idealerweise in den führenden Städten der Welt, rund um ihre Hauptsehenswürdigkeiten" ausgetragen werden. Grund sei, dass Städte "die natürliche Umgebung für Elektroautos" seien, sagte FEH-Chef Alejandro Agag.

Gefahren werden soll laut Agag auf allen Kontinenten. Besonderes Augenmerk werde auf Asien gelegt. Rio de Janeiro steht bereits als Gastgeber eines Rennens fest. Daneben hätten sich Mexiko und Monaco beworben, erzählt Agag. Der Stadtstaat ist ohnehin Austragungsort eines der prestigeträchtigsten Autorennen überhaupt. Staatsoberhaupt Prinz Albert gilt zudem als Fan von Elektroautos. Im Gespräch sind zudem Peking, Sydney, Kapstadt und Los Angeles. Der Große Elektropreis von Deutschland könnte rund um das Brandenburger Tor ausgefahren werden.

Offener Einsitzer

Gefahren wird mit Formel-Rennwagen, offenen, einsitzigen Autos mit freistehenden Rädern. Basis ist der Formulec EF 01, der allen Teams zur Verfügung stehen soll. Formulec-Eigentümer Eric Barbaroux ist auch an FEH beteiligt. Das Auto war unter anderem 2011 auf der Challenge Bibendum in Berlin präsentiert worden. Die Teams können aber auch eigene Fahrzeuge entwickeln.

Der Formulec EF 01 wird von zwei je 125 Kilowatt starken Elektromotoren von Siemens angetrieben und kommt auf eine Höchstgeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde. In etwa 3 Sekunden beschleunigt das Auto von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde. Chassis und Karosserie stammen übrigens von Mercedes-Formel-1-Team, bei dem auch Michael Schumacher fährt.

Etwa 20 Minuten soll das Auto im Renntempo unterwegs sein, bis der Akku leer ist. Dann muss der Fahrer an die Box, wo nicht etwa der Akku gewechselt wird, sondern er selbst in einen anderen Boliden umsteigt. Die Akkuladezeit soll zwischen einer und anderthalb Stunden betragen.

Neues Publikum für Motorsport

Jean Todt begrüßte die Einführung der neuen Rennserie. "Dieser Wettbewerb im Herzen der Metropolen wird sicherlich ein neues Publikum anziehen", sagte der FIA-Chef. Die Serie werde nicht nur große Unterhaltung bieten, sondern auch die Möglichkeit, einem jüngeren Publikum die Vorteile von sauberer Energie, Mobilität und Nachhaltigkeit nahezubringen.

Todt gilt als Verfechter sauberer Antriebstechniken. Er hat sich für die Rückkehr des Energierückgewinnungssytems (Kinetic Energy Recovery System, Kers) in die Formel 1 starkgemacht. Außerdem will er Hybridantriebe in verschiedenen Rennserien einführen. Wenn es nach ihm geht, sollen beispielsweise Vettel, Schumacher und Konsorten ab 2014 mit E-Antrieb durch die Boxengasse fahren.


Cubacool 27. Nov 2012

absolut wünschenswert.....und spitze das die Formel E nun Realität ist bzw.2014 die Tour...

wasabi 30. Aug 2012

nix

FaLLoC 29. Aug 2012

Findest Du? Es gibt Typen, die können Motorradfahren. Und andere, die müssen Lärm machen...

wee 29. Aug 2012

Ich persoenlich zwar nicht, aber ich haette folgenden Vorschlag: Warum nicht eine Spar...

Vollstrecker 29. Aug 2012

Die sollen lieber in einem Autoscooter im Kreis fahren. Das ist bekannte und erpobte...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler (m/w)
    Behr-Hella Thermocontrol GmbH, Lippstadt
  2. Ingenieurin / Ingenieur Elektrotechnik / Informationstechnik / Informatik
    Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart
  3. Senior Software-Entwickler/in Java
    Bosch Energy and Building Solutions GmbH, Ismaning
  4. Mit­ar­bei­ter/in für die Wei­ter­ent­wick­lung des Cam­pus- und Res­sour­cen­ma­na­ge­ments
    Pädagogische Hochschule Weingarten, Weingarten

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. PCGH-Supreme-PC GTX980-Edition
    (Core i7-4790K + Geforce GTX 980)
  2. Angebote der Woche bei Notebooksbilliger
    (u. a. Samsung Galaxy Tab 4 für 239,90€, Bosch IXO IV für 39,90€)
  3. Medion Erazer X7835 PCGH-Notebook mit Geforce GTX 980M und Core i7-4710MQ
    1999,00€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Story Mode

    Telltale arbeiten an Minecraft-Episodenabenteuer

  2. Deutscher Entwicklerpreis 2014

    Lords of the Fallen schafft eines von drei Triples

  3. General vor dem NSA-Ausschuss

    Der Feuerwehrmann des BND

  4. Outcast 1.1

    Technisch überarbeiteter Klassiker bei Steam und GOG

  5. Microsoft

    Webbrowserauswahl in Windows ist abgeschafft

  6. Streaming

    Netflix schließt Offline-Videos kategorisch aus

  7. KDE Applications 14.12

    Erste Frameworks-5-Ports der KDE-Anwendungen erschienen

  8. Spearfishing

    Icann meldet Einbruch in seine Server

  9. Amiibos

    Zubehör für Super Smash Bros wird rar und teuer

  10. x86-64-Architektur

    Fehler im Linux-Kernel kann für Abstürze ausgenutzt werden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



1.200-MBit-Powerline im Test: "Schatz, mach das Licht aus, das Netz ist so langsam!"
1.200-MBit-Powerline im Test
"Schatz, mach das Licht aus, das Netz ist so langsam!"

Grafiktreiber im Test: AMD wagt mit Catalyst Omega Neuanfang samt Downsampling
Grafiktreiber im Test
AMD wagt mit Catalyst Omega Neuanfang samt Downsampling
  1. Partikelsimulation Nvidias Flex rührt das Müsli an
  2. Geforce GTX 980 Matrix Asus' Overclocker-Grafikkarte schmilzt Eis
  3. Dual-GPU-Grafikkarte AMDs Radeon R9 295 X2 nur kurzfristig billiger

Yotaphone 2 im Test: Das Smartphone neu gedacht - und endlich auch durchdacht
Yotaphone 2 im Test
Das Smartphone neu gedacht - und endlich auch durchdacht

    •  / 
    Zum Artikel