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Freizeit-Copter können zu einer Gefährdung des Luftraumes werden.
Freizeit-Copter können zu einer Gefährdung des Luftraumes werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Flugsicherheit: DJI bringt automatische Flugverbotsfunktion für Multicopter

Freizeit-Copter können zu einer Gefährdung des Luftraumes werden.
Freizeit-Copter können zu einer Gefährdung des Luftraumes werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

DJI reagiert auf mögliche Gefahren für den Luftraum, die von Amateur-Coptern ausgehen können: Mit Geospatial Environment Online startet der Hersteller ein System, das auf Flugverbotszonen hinweist und das Fluggerät in einem solchen Gebiet nicht starten lässt.

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Der chinesische Multicopter-Hersteller DJI hat ein Flugverbotswarnsystem für seine Fluggeräte veröffentlicht. Das Geo-System (Geospatial Environment Online) ortet den Copter und versorgt den Piloten mit Live-Informationen zu umliegenden Flugverbotszonen, die beispielsweise im Umkreis von Flughäfen, Kraftwerken oder Gefängnissen liegen können. Auch auf temporäre Flugverbote soll das System den Piloten hinweisen können, etwa bei Fußballspielen oder anderen Großveranstaltungen. Verfügbar soll es in Nordamerika und Europa sein.

Kein Start in der Flugverbotszone

DJI-Copter, bei denen das Geo-System aktiviert ist, werden automatisch deaktiviert und können nicht mehr starten, wenn sie sich in einer Flugverbotszone befinden. Voraussetzung für die Nutzung des Sicherheitssystems ist ein DJI-Nutzerkonto, das mit einer Kreditkarte oder einer Telefonnummer verifiziert ist. DJI verspricht, die Daten nicht herauszugeben oder anderweitig zu nutzen. Der Geo-Service ist kostenlos.

Mit einem verifizierten Konto können Copter-Piloten eine Freischaltung für gesperrte Gebiete erwirken, wenn sie eine Genehmigung für den Flug besitzen. Wie genau der Datenabgleich in diesem Fall stattfindet, erklärt DJI nicht. Das verwendete Kartenmaterial stammt von Airmap, einem Unternehmen, das Karten von Flugverbotszonen veröffentlicht.

Eine Geofencing-Funktion haben DJI-Copter laut dem Hersteller bereits seit zwei Jahren, sie wurde bisher aber nicht in dieser Form genutzt. Fliegt ein Multicopter in eine Flugverbotszone hinein, bringt das Geo-System ihn DJI zufolge automatisch zur Landung. Bereits nahe an einer Flugverbotszone soll der Pilot eine Warnung erhalten.

Anzahl der Zwischenfälle nimmt offenbar zu

In der jüngsten Vergangenheit ist es mehrfach zu Zwischenfällen mit Freizeit-Coptern gekommen, die eine Diskussion um die Gefahr dieser für jeden erhältlichen und leicht steuerbaren Geräte angefacht hat. So gab es etwa einen Beinahezusammenstoß einer Lufthansa-Maschine mit einem Multicopter, als sich das Flugzeug im Landeanflug auf Warschau befand.

In den USA sind derartige Zwischenfälle so häufig, dass die US-amerikanische Flugaufsichtsbehörde FAA mittlerweile Buch darüber führt. Im Jahr 2014 kam es zu 175 Zwischenfällen. In Zukunft soll es in den USA eine Registrierungspflicht für Multicopter geben.

Nachtrag vom 19. November 2015, 11:48 Uhr

DJI hat mittlerweile unsere Anfrage beantwortet: Fliegt ein Pilot mit seinem Copter in eine Flugverbotszone hinein, wird das Fluggerät automatisch zur Landung gebracht. Der Text wurde entsprechend geändert.


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blabba 18. Nov 2015

Muss auch eine Leitung ins Internet bestehen? Was passiert, wenn man am Handy sein...



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