Flojack NFC für iPhone und iPad

Mit Crowdfunding versucht Flomio ein Dongle zu finanzieren, das Apples mobilen Geräten die Nahbereichsfunktechnik NFC beibringen soll. Apple selbst forciert NFC im Gegensatz zu seinen Konkurrenten nicht.

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Flojack heißt das Dongle, mit dem das iPhone und das iPad die Nahbereichsfunktechnik NFC erlernen können. Bereits zur Vorstellung des iPhone 5 hatten Beobachter erwartet, dass es NFC-fähig sein und so die Verwaltung von Eintrittskarten, Geldtransaktionen und Ähnlichem erleichtern würde. Stattdessen war nur eine Ticketverwaltung auf Softwareebene vorgestellt worden. Apples Konkurrenten setzen dagegen zumindest teilweise auf NFC.

Flojack ist ein ungefähr 2-Eurostück großes, rundes Modul, das in die kombinierte Mikrofon-Kopfhörerbuchse der iOS-Geräte gesteckt wird. Es kann NFC-Tags sowohl lesen als auch schreiben. Die Datensignale werden über den Mikrofonanschluss ausgelesen und interpretiert.

Mit den beigelegten, programmierbaren NFC-Tags sollen sich zum Beispiel iOS-Apps starten, URLs aufrufen, Kontaktinformationen austauschen, vordefinierte SMS abschicken oder Rufnummern wählen lassen.

Der Flojack wurde auf Kickstarter lanciert. Damit wollen die Entwickler mindestens 80.000 US-Dollar erlösen, um die Herstellung und die Entwicklung zusätzlicher Funktionen zu finanzieren. Doch großes Interesse weckte das Projekt bislang nicht. Obwohl die Kampagne nur noch rund zwei Wochen dauert, sind bislang nur gut 18.000 US-Dollar zusammengekommen.

Das NFC-Gerät arbeitet mit einer iOS-App zusammen, die ebenfalls entwickelt werden muss. Es könnte auch mit Android-Smartphones ohne eingebaute NFC-Unterstützung zusammenarbeiten, betonten die Entwickler. Die notwendigen Softwarebibliotheken müssen aber noch erstellt werden. Wann das soweit sein wird, verriet der Hersteller Flomio nicht.

Wer als iOS-Entwickler kompatible Apps entwickeln will, muss das Open Flojack SDK (Software Developer Kit) verwenden. Das Flojack ist mit dem iPhone 4, 4S und 5 sowie mit dem iPad sowie der vierten und fünften Generation des iPod touch kompatibel. Die Stromversorgung erfolgt über eine Knopfzelle. Die Akkulaufzeit soll bei einem Jahr liegen.

Im März 2013 soll die Serienproduktion starten, wenn die Kickstarter-Kampagne erfolgreich verläuft. Ein Modul soll rund 50 US-Dollar kosten. Die App zum Auslesen und Beschreiben von NFC-Tags wird hingegen kostenlos angeboten. Für Kickstarter-Unterstützer kostet ein Flojack durch den erfolgreichen Abverkauf der Frühkäuferversion für 40 US-Dollar mittlerweile auch 50 US-Dollar. Fünf Klebeettiketten mit NFC-Tag zum Selbstbeschreiben liegen bei.


the_spacewürm 12. Nov 2012

NFC ist durchaus schon ne nette Spielerei. Ich habe mir die Tage mal für ein paar Euro...

ibsi 12. Nov 2012

Ich habe vor Wochen mal nach der Möglichkeit gesucht, mein SGS2 mit NFC auszustatten...

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