Flipper von Stern Pinball Die Wohnung als Spielhalle

Gary Sterns Firma ist der letzte verbleibende Hersteller von mechanisch aufwendigen Flippern. Im Gespräch mit Golem.de erklärt er, warum er nun auch Geräte für Privatkunden verkauft.

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Um 32 Prozent stieg laut Gary Stern im Jahr 2012 der Umsatz seiner Firma - da verwundert es fast, dass all die großen Namen wie Bally, Gottlieb oder Williams heute aus den Kneipen weitgehend verschwunden sind. Fans der mechanisch gesteuerten Flipper erinnern sich vielleicht noch an Geräte wie Terminator 2 und The Addams Family, die liebevoll gestaltet und mit überraschenden Spieloptionen in den 1990er Jahren häufig zu sehen waren.

Damals hatten die Pinball-Machines, denen die britische Band The Who in ihrer Rockoper Tommy 1969 sogar mit "Pinball Wizard" einen Song widmeten, ihre goldene Ära mit dem genannten Automaten aber schon hinter sich gelassen. In den 1970er und 1980er Jahren wurden die Flipper immer aufwendiger, danach ging die Branche durch mehrere Krisen. Stern Electronics aus Chicago stellte 1983 die Produktion ein. Als dann 1999 mit Williams der letzte Hersteller von Flippern keine Geräte mehr baute, gründete Gary Stern seine Firma als Stern Pinball neu.

Seitdem ist er der einzige, nicht der letzte Hersteller von Flippern, wie Gary Stern im Gespräch mit Golem.de sagt: "Der Letzte zu sein klingt so nach 'last man standing', und als ob wir aufhören würden - das tun wir aber nicht. Wir lieben Flipper." Neben den für den Verleih vorgesehenen Geräten hat Stern seit kurzem auch leicht abgespeckte Maschinen im Angebot, die Privatkunden direkt erwerben können. Den Anfang machte 2012 der Flipper Transformers, auf der Unterhaltungselektronikmesse CES 2013 in Las Vegas stellt Stern nun den neuen Avengers vor. Beide Geräte sind Lizenzmaschinen, die sich auf die erfolgreichen Comicverfilmungen berufen.

Solche Lizenzen sind manchmal recht leicht und manchmal gar nicht zu bekommen, wie Gary Stern erklärt. Mal kommen die Inhaber der Rechte an den großen Unterhaltungsmarken auf den Flipperhersteller, mal ist es umgekehrt. "Manchmal lieben die Firmen einfach Flipper", stellt Stern fest. Für Arnold Schwarzenegger sei der Terminator-Flipper sogar "eine Trophäe" gewesen.

Für den Hollywoodstar mag es ein Leichtes gewesen sein, sein Gerät - sofern er es nicht ohnehin geschenkt bekam - für rund 10.000 US-Dollar zu erwerben. Für die meisten Flipperfans sind die Spielhallenautomaten nahezu unerschwinglich geworden, weil nach dem Ausstieg von Williams eine regelrechte Sammelwut einsetzte. Auch schlecht erhaltene Geräte mit früher großer Beliebtheit sind heute kaum unter 3.000 Euro zu bekommen.

Da erscheinen die Preise ab 2.500 US-Dollar (plus Steuern), die Stern für seine Heimflipper verlangt, nahezu preiswert. Dafür gibt es immerhin ein nagelneues Gerät mit gleich großem Spielfeld wie bei den Verleihgeräten und, wie Gary Stern betont: Auch die wichtigsten mechanischen Elemente wie die Flipperarme, die Bumper und Pop-ups sollen aus den professionellen Geräten stammen. Hergestellt werden die Flipper vollständig in verschiedenen Werkstätten in der Gegend um Chicago. Nicht nur in den USA sind die Pinballs noch beliebt: Die Hälfte der Profiflipper exportiert Stern.

Avengers und Transformers ausprobiert 

wolfi27 19. Mai 2013

http://www.ebay.de/itm/140978996182?ssPageName=STRK:MESELX:IT&_trksid=p3984.m1558.l2649...

elitezocker 12. Jan 2013

Du sprichst mir aus der Seele. Nun habe ich zwar keinen Flipper sondern ein Arcade...

noquarter 11. Jan 2013

oh den hatte ich auch damals zu Weihnachten bekommen O.o Hatet damals eine Menge spa...

derKlaus 11. Jan 2013

Vorsicht: es geht hier jetzt nicht um audiophile, verlustfreie hochqualitative Musik...

irata 10. Jan 2013

Die Lizenzen hab ich auch nie verstanden. Das Spiel selbst hatte überhaupt nichts mit...

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