Der Flashback-Trojaner nutzt mittlerweile Sicherheitslücken aus.
Der Flashback-Trojaner nutzt mittlerweile Sicherheitslücken aus. (Bild: F-Secure)

Flashback-Trojaner Anzahl infizierter Macs steigt weiter

Die Anzahl der mit Flashback infizierten Macs steigt weiter. Derweil haben die Antivirenhersteller kostenlose Test- und Entfernungsprogramme für Flashback-Trojaner verteilt.

Anzeige

Kaspersky Lab meldet mittlerweile 670.000 mit Flashback infizierte Macs. Über das Osterwochenende hat sich die Zahl damit nur langsam erhöht. Interessant an der Statistik ist zudem, dass sich am Samstag und Sonntag nur jeweils ein Drittel der Rechner meldete. Es sind also auch viele Bürorechner betroffen.

Dr. Web hatte am vergangenen Mittwoch mehr als eine halbe Million betroffene Rechner gezählt. Viele Mac-Anwender hatten zunächst Zweifel an der Korrektheit der Zahlen.

Der Erfolg kam überraschend, obwohl die Flashback-Entwickler ihre Schadsoftware seit Monaten verteilen. Erst durch eine kritische Java-Sicherheitslücke und Apples stark verspäteten Java-Patch wurde der Angriff möglich.

Eindeutige Hardware-IDs erleichtern Zählung

Mit sogenannten Sinkhole-Servern haben sich sowohl Dr. Web als auch Kaspersky Lab das Netzwerk der infizierten Rechner angesehen. Zugute kam ihnen dabei, dass sich die betroffenen Rechner mit einer eindeutigen Hardware-UUID melden. So können die Rechner zuverlässig gezählt und doppelte Meldungen ausgeschlossen werden. Rechner hinter einer dynamischen IP melden sich beispielsweise sonst mehrfach.

Was die Flashback-Entwickler mit ihrem nun gigantischen Botnet anfangen wollen, ist unklar. Verschiedene Antivirenhersteller haben Aktivitäten beobachtet, die auf das Ausspionieren von Bankdaten und Passwörtern schließen lassen. Zudem gibt es Versuche, Werbung mit umgeleitetem Datenverkehr zu versorgen, um so Geld zu verdienen.

Wer wissen will, ob sein Mac in der Liste der bereits gescannten Rechner ist, kann dies beispielsweise bei Kaspersky Lab unter Flashbackcheck tun. Auch Dr. Web hat ein solches Onlinewerkzeug.

Wer befallen wurde, kann mit dem Flashback-Removal-Tool von Kaspersky Labs sein Glück versuchen. Allerdings gilt bei einem infizierten Rechner normalerweise, dass dieser nur mit einer Neuinstallation zuverlässig gesäubert werden kann. Flashback besitzt eine Nachladefunktion, der Anwender weiß also nie, ob sich nicht etwas noch tiefer im System eingenistet hat.

Java-Patch sollte schnell installiert werden

Da das Wochenende vorüber ist, dürfte sich der Infektionsanteil durch den Büroarbeitsbetrieb weiter erhöhen. Bisher beschränkt sich die Infektion weitestgehend auf den englischsprachigen Raum. Sowohl Kaspersky Lab als auch Dr. Web sehen die meisten betroffenen IP-Adressen in den USA gefolgt von Kanada, Großbritannien und Australien. Erst dann folgt mit Frankreich das erste Land mit einer anderen Sprache als Englisch. Deutschland läuft unter ferner liefen, mit etwas über 4.000 Rechnern laut Kaspersky Lab.

Mac-Anwender sollten dringend über die Softwareaktualisierung das Java-Update installieren oder gleich über die Java-Einstellungen (Spotlight-Suche: Java-Einstellungen oder Java Preferences) deaktivieren. Das ist insbesondere für Nutzer von älteren Mac-OS-X-Versionen ratsam. Apple unterstützt in der Regel nur die Vorversion der jeweils aktuellen Version des Betriebssystems weiter mit Sicherheitspatches, derzeit also Mac OS X 10.6.x. Im Unterschied zu Microsofts Windows sind das nur wenige Jahre Service gegen Sicherheitslücken. Mac OS X 10.6 alias Snow Leopard ist im September 2009 auf den Markt gekommen.


Hu5eL 13. Apr 2012

YMMD -.- Was ein vergleich. Die ersten Zeilen lesen sich fast provokant. Zu Rest soll...

slashwalker 12. Apr 2012

Es geht nicht um sicher/unsicher. @SaSi: Dieter Nuhr

slashwalker 11. Apr 2012

Ich hatte in meiner Windows Zeit (Win 95 - Windows XP) auch nur einmal ein Problem. War...

gg 11. Apr 2012

ja, und leider nicht weniger oft, als Windows 7 ... da lebt offenbar noch einer hinter...

Kommentieren



Anzeige

  1. Mitarbeiter für die technische Service-Hotline (m/w)
    ADG Apotheken-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Stuttgart
  2. Projekt-Ingenieur (m/w) Security Sicherheitssysteme
    Flughafen München GmbH, München
  3. Produktmanager (m/w) Netzwerksicherheit
    ROHDE & SCHWARZ SIT GmbH, Berlin
  4. PHP Web Developer (m/w)
    transact Elektronische Zahlungssysteme GmbH - epay, Martinsried near Munich

 

Detailsuche


Top-Angebote
  1. NEU: The Elder Scrolls IV: Oblivion Game of the Year [PC Steam Code]
    5,97€
  2. NEU: 3 Serien für 25 EUR
    (u. a. Arrow, Person of Interest, The Big Bang Theory, Supernatural, The Mentalist)
  3. NEU: DVD-Box-Sets und Komplett-Boxen reduziert
    Dr. House komplette Serie 65,00€, Monk komplette Serie 50,99€, Heroes Gesamtbox 37,67€)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Andrea Voßhoff

    Bundesdatenschützerin nennt Vorratsdaten grundrechtswidrig

  2. Release-Datum

    Windows 10 erscheint laut AMD Ende Juli

  3. Update

    Android Wear bekommt WLAN-Unterstützung und App-Übersicht

  4. Big Data in Unternehmen

    Wenn die Firma vor Ihnen weiß, wann Sie kündigen

  5. Biicode

    Abhängigkeitsverwaltung für C/C++ ist Open Source

  6. Elektroautos

    Google wollte Tesla für 6 Milliarden US-Dollar kaufen

  7. Blizzard

    Heroes of the Storm bricht im Juni 2015 los

  8. Ursache unklar

    IT bei Bundesagentur für Arbeit komplett ausgefallen

  9. MS Open Tech

    Microsoft integriert Open-Source-Tochterunternehmen

  10. Nach Microsoft-Deal

    Nokia plant für 2016 neue Smartphones



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Storytelling-Werkzeug: Linius und die Tücken von Open-Source
Storytelling-Werkzeug
Linius und die Tücken von Open-Source
  1. Freie Bürosoftware Libreoffice liegt im Rennen gegen Openoffice weit vorne
  2. ARM-SoC Allwinner verschleiert Lizenzverletzungen noch weiter
  3. ARM-SoC Allwinner soll LGPL-Verletzungen verschleiern

Die Woche im Video: Ein Zombie, Insekten und Lollipop
Die Woche im Video
Ein Zombie, Insekten und Lollipop
  1. Die Woche im Video Apple Watch, GTA 5 für PC und Akku mit Aluminium-Anode
  2. Die Woche im Video Win 10 für Smartphones, Facebook Tracking und Aprilscherze
  3. Die Woche im Video Galaxy S6 gegen One (M9), selbstbremsende Autos und Bastelei

Anleitung: Den Fritz-WLAN-Repeater DVB-C mit Kodi nutzen
Anleitung
Den Fritz-WLAN-Repeater DVB-C mit Kodi nutzen
  1. Workshop Kodi bequemer auf Amazons Fire TV verwenden
  2. Raspberry Pi 2 Die Feierabend-Maschine

  1. Re: warum nicht Android ?

    KojiroAK | 03:04

  2. Re: Bei der Art, wie man dort Ausschreibungen...

    User_x | 02:52

  3. Re: Das bedeutet, in einem Jahr konkuriert Nokia...

    KojiroAK | 02:47

  4. Re: Naja, eventuell gibt's jetzt ein paar freie...

    User_x | 02:46

  5. Re: Man könnte es kaufen ...

    throgh | 02:40


  1. 18:12

  2. 17:41

  3. 17:31

  4. 17:23

  5. 16:57

  6. 16:46

  7. 16:20

  8. 15:54


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel