Flashback-Entferner: Apple löscht Mac-Trojaner nicht auf allen Systemen
Apple bekämpft kriminelle Flashback-Autoren direkt. (Bild: Gareth Cattermole/Getty Images)

Langsame Reaktion ermöglichte erst den Flashback-Trojaner-Befall

Anzeige

Trotzdem entschied sich Apple zunächst dafür, nicht zu reagieren und ermöglichte die folgenschwere Verbreitung des Flashback-Trojaners. Erst am 10. April 2012 gestand Apple das Problem öffentlich ein. Sonst fiel das Unternehmen durch Schweigen auf. Selbst Anfragen von Tageszeitungen wurden nur mit "Kein Kommentar" beantwortet. Auch Sicherheitsunternehmen bemängeln das Schweigen Apples. In der Vergangenheit hat Apple sogar Sicherheitsexperten aus seinem Entwicklerprogramm geworfen.

Auf seinem Höhepunkt hat der Trojaner laut Kaspersky Lab insgesamt 670.000 Macs befallen.

Infektionsrate sinkt bereits seit Tagen

Wie Symantec herausfand, ist die Infektionsrate auch ohne Apples Zutun gesunken. Im Unterschied zu Dr. Web und Kaspersky Lab konnte Symantec erst recht spät mit einem Sinkhole-Server Daten sammeln. Am 10. April 2012 ermittelte die Firma nur 380.000 Infektionen. Am 11. April 2012 waren es nur noch 270.000.

Um mit den Command-&-Control-Servern zu kommunizieren, nutzt die aktuelle Flashback-Variante einen Domain Name Generator. Symantec hat einige Domains bereits veröffentlicht. Am kommenden 15. April 2012, also am Sonntag, verbindet sich der Trojaner beispielsweise mit jghidxcalkrrw.com.

Warum der Befall so stark sinkt, sagt Symantec nicht. Die Schadsoftware hat allerdings so viel Aufmerksamkeit erzeugt, dass auch Nicht-IT-Medien weltweit über den ersten großen Schadsoftwarebefall in der Mac-Welt berichtet hatten. Möglicherweise ist es für die Flashback-Autoren zu viel Aufmerksamkeit gewesen und sie haben die Verbreitung gestoppt. Denn ihre kriminellen Pläne konnten sie nun nicht mehr ungestört vornehmen.

Die Auswirkungen waren für die IT-Sicherheitsindustrie von Vorteil. Macworld berichtet beispielsweise, dass sich die Entwickler von Sicherheitslösungen über steigende Verkaufszahlen freuen können.

 Flashback-Entferner: Apple löscht Mac-Trojaner nicht auf allen Systemen

OnlineGamer 14. Apr 2012

Du bist nicht beleidigt sondern nur hochmütig.

Der Kaiser! 13. Apr 2012

Das liesse sich leicht ändern..

Der Kaiser! 13. Apr 2012

Zumindest nicht unter diesen Bedingungen..

Kommentieren



Anzeige

  1. Technischer Leiter (m/w)
    wenglor sensoric gmbh, Tettnang
  2. IT-Senior Consultant CRM (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt
  3. Softwareentwickler (m/w)
    ZF Friedrichshafen AG, Passau
  4. IT-Teamleitungen (m/w) für Betreute Lokale Netze an beruflichen Schulen
    Landeshauptstadt München, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Verbraucherzentrale

    Auf Schreiben wegen Rundfunkbeitrag reagieren

  2. Filmstreaming

    Erste Preise für Netflix Deutschland sichtbar

  3. Alone in the Dark

    Atari setzt auf doppelten Horror

  4. LMDE

    Linux Mint wechselt zu Debian Stable neben Ubuntu

  5. Preisvergleich

    Ergebnisse in Preissuchmaschinen nicht zuverlässig

  6. Akoya P2213T

    Medion stellt Windows-Convertible für 400 Euro vor

  7. Hacker

    Lizard Squad offenbar verhaftet

  8. Lennart Poettering

    Systemd und Btrfs statt Linux-Distributionen mit Paketen

  9. Dircrypt

    Ransomware liefert Schlüssel mit

  10. Wegen Computerabstürzen

    Nasa will Speicher eines Marsroboters neu formatieren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Qnap QGenie im Test: Netzwerkspeicher fehlt's an Speicher
Qnap QGenie im Test
Netzwerkspeicher fehlt's an Speicher
  1. Qnap QGenie NAS-System für die Hosentasche
  2. HS-251 Qnap beschleunigt lüfterloses NAS-System
  3. QNAP TS-EC1080 Pro Erweiterbares NAS-System im Tower mit mSATA-Plätzen

Kinkobox angeschaut: E-Mail-Verschlüsselung leicht gemacht
Kinkobox angeschaut
E-Mail-Verschlüsselung leicht gemacht
  1. IT-Sicherheitsgesetz Telekomfirmen müssen Nutzer über Cyberangriffe informieren
  2. IT-Sicherheitsgesetz Unternehmen dürfen ungefährliche Angriffe anonym melden
  3. Cryptophone Telekom mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Smartphones

Neues Instrument Holometer: Ist unser Universum zweidimensional?
Neues Instrument Holometer
Ist unser Universum zweidimensional?
  1. Gehirnforschung Licht programmiert Gedächtnis um
  2. Audio aus Video Gefilmte Topfpflanze verrät Gespräche
  3. Nahrungsmittel Trinken statt Essen

    •  / 
    Zum Artikel