Signet der NSA: Hat der technische US-Geheimdienst einen Maulwurf bei Microsoft?
Signet der NSA: Hat der technische US-Geheimdienst einen Maulwurf bei Microsoft? (Bild: NSA)

Flame Haben US-Geheimdienste Microsoft unterwandert?

Wie konnte sich die Schadsoftware Flame über Microsofts Updatesystem verbreiten? Ein Sicherheitsexperte glaubt, dass ein US-Geheimdienst einen "Maulwurf" bei Microsoft eingeschleust hat.

Anzeige

Mikko Hypponen, Sicherheitsexperte bei F-Secure, glaubt, dass Microsoft von US-Geheimdiensten unterwandert ist. Das schließt er aus den jüngsten Erkenntnissen über die Schadprogramme Stuxnet und Flame.

Flame verbreitete sich über Microsofts Updatefunktion, was das Unternehmen in Erklärungsnöte brachte. Dazu sei ein Zertifikat mit einer unbekannten Technik so modifiziert worden, dass damit jedes Programm signiert werden konnte, als ob es von Microsoft stamme, erklärte der Sicherheitsexperte der britischen Computerzeitschrift PC Pro.

Schaden für die eigene Reputation

Es liege also nahe, dass es einen Zusammenhang mit Microsoft gebe. Microsoft sei aber nicht gehackt worden und es habe keinen Einbruch gegeben, sagte Hypponen. Dass eine solche Modifikation mit Wissen des Softwarekonzerns oder sogar von diesem selbst vorgenommen wurde, hält er indes für unwahrscheinlich: Das Risiko, seinen Ruf zu schädigen, sei viel zu groß.

"Ich glaube nicht, dass Microsoft mit von der Partie war und der US-Regierung geholfen hat, und zwar deshalb, weil das für Microsoft sehr schlecht aussähe. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Microsofts oberste Führungsriege so etwas zugelassen hätte", sagte Hypponen.

Plausibel

Wenn aber, wie vermutet wird, US-Geheimdienste, etwa die National Security Agency (NSA), hinter Flame und Stuxnet stecken, dann könnten diese Mitarbeiter bei Microsoft eingeschmuggelt haben, um die Modifikationen vor Ort vorzunehmen. "Das ist doch plausibel: Wenn gerade eine Operation von einem US-Geheimdienst durchgeführt wird, wäre es vollkommen logisch, dass er einen Maulwurf bei Microsoft einschleust, der bei der Durchführung hilft - genauso wie er es bei jeder anderen verdeckten Operation tun würde", sagte Hypponen.

Das sei nicht erwiesen, aber es sei durchaus zu erwarten und folgerichtig, dass das so abgelaufen sei. "Es muss Microsoft wahnsinnig aufregen, dass ihr wichtigstes System, das von 900 Millionen Kunden genutzt wird, ausgerechnet von Landsleuten verletzt worden ist", kommentierte der Sicherheitsexperte.


Trollversteher 23. Jun 2012

Also mir erschien das nie als undenkbar. Das gilt allerdings für alle großen im IT...

Trollversteher 21. Jun 2012

Das ist so gut wie unmöglich. Kein Entwickler auf der Welt kann in fremden Code-Teilen...

Trollversteher 21. Jun 2012

Das stimmt nicht. Es gibt zahlreiche Fälle, in denen auch Google hart zurückrudern muße...

matbhm 21. Jun 2012

Ganz nebenbei: Ich bringe in Erinnerung die diversen Berichte, wonach...

smirg0l 19. Jun 2012

"Freiwillig"? Sehr lustig. XD Sei Dir sicher dass es spätestens seit 9/11 eine ganze...

Kommentieren



Anzeige

  1. Consultant Daten- und Prozessmanagement im Energiehandel (m/w)
    Seven2one Informationssysteme GmbH, Karlsruhe
  2. Microsoft SQL Server Datenbank & Infrastruktur Consultant (m/w)
    über 3C - Career Consulting Company GmbH, Dienstsitz München, Einsatzgebiet Raum München/Ingolstadt
  3. SAP-Programmierer (m/w)
    Klingelnberg GmbH, Hückeswagen (Großraum Köln)
  4. Softwareentwickler für mobile und Web-Applikationen (m/w)
    g/d/p Marktanalysen GmbH, Hamburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Streaming-Dienst

    Netflix-App für Amazons Fire TV ist da

  2. Pilot tot

    Spaceship Two stürzt in der Mojave-Wüste ab

  3. Bewegungsprofile

    Dobrindt wegen "Verkehrs-Vorratsdatenspeicherung" kritisiert

  4. Anonymisierung

    Facebook ist im Tor-Netzwerk erreichbar

  5. Spielekonsole

    Neuer 20-nm-Chip für sparsamere Xbox One ist fertig

  6. Günther Oettinger

    EU-Digitalkommissar will Urheberrechtssteuer für alle

  7. Ruhemodus

    Noch ein Bug in Firmware 2.0 der Playstation 4

  8. VDSL2-Nachfolgestandard

    Telekom-Konkurrenten starten G.fast-Praxistest

  9. Ego-Shooter

    Bethesda hat Prey 2 eingestellt

  10. Keine Bußgelder

    Sicherheitslücken bleiben ohne Strafen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



iPad Air 2 im Test: Toll, aber kein Muss
iPad Air 2 im Test
Toll, aber kein Muss
  1. Tablet Apple verdient am iPad Air 2 weniger als am Vorgänger
  2. iFixit iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht
  3. iPad Air 2 Benchmark Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

Test Civilization Beyond Earth: Die Zukunftsrunde mit der Schuldenfalle
Test Civilization Beyond Earth
Die Zukunftsrunde mit der Schuldenfalle
  1. Civ Beyond Earth Benchmark Schneller, ohne Mikroruckler und geringere Latenz mit Mantle
  2. Take 2 34 Millionen GTA 5 ausgeliefert

Aquabook 3: Das wassergekühlte Gaming-Notebook
Aquabook 3
Das wassergekühlte Gaming-Notebook
  1. Nepton 120XL und 240M Cooler Master macht Wasserkühlungen leiser
  2. DCMM 2014 Wenn PC-Gehäuse zu Kunstwerken werden

    •  / 
    Zum Artikel