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Fischertechnik 3D-Drucker
Fischertechnik 3D-Drucker (Bild: Alexander Merz/Golem.de)

Nutzer brauchen Platz

Trotz der vielen einzelnen Bauteile ist die fertige Konstruktion schließlich bemerkenswert solide.

Und benötigt Raum: inklusive Filamenthalter ist der Drucker rund 50 x 50 x 30 cm groß. Er ist nicht unbedingt voluminöser als andere Drucker - doch haben diese zumeist auch einen deutlich größeren Druckraum. Hier macht sich das Baukastensystem nachteilig bemerkbar. Es wird auch zum Problem, als wir den Drucker umsetzen wollen.

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Dieser setzt auf drei große Grundplatten auf, die nur punktweise aneinander befestigt sind. Beim Anheben erweist sich die Konstruktion als instabil, ganz abgesehen davon, dass sie sich allein mit zwei Händen nur umständlich hochheben lässt. Es empfiehlt sich, den Drucker gleich zu Baubeginn auf eine große Holzplatte zu setzen und nach der Fertigstellung darauf zu verschrauben. So kann er auch transportiert werden.

Durch die großen Grundplatten bietet der Drucker aber auch genug Raum für eigene Anbauten. So bietet sich die große Abdeckung des Y-Achsmotors dazu an, eine selbstgebaute Schaufel zum Herunterschieben eines fertigen Druckobjektes vom Drucktisch zu bauen.

Die Verkabelung wirkt etwas windig. Zwar sind im Design Kabelführungen vorgesehen, deren Öffnungen sind aber viel zu groß, um die Kabel sicher zu halten. Außerdem fehlt in der Anleitung ein Hinweis, wie die Kabel am besten zum Steuerungsgerät geführt werden sollten. Es empfiehlt sich, mit zusätzlichen Kabelbindern oder Kabeltüllen zu arbeiten.

Beiliegendes Steuerungsprogramm ist austauschbar

Schließlich wollen wir den Drucker in Betrieb zu nehmen. Dazu muss die Z-Achse mit dem Druckkopf gleichmäßig zum Drucktisch ausgerichtet und die Höhe des Druckkopfes kalibriert werden.

Da eine Steuerungskonsole fehlt, müssen wir den Drucker zwangsläufig per Software steuern. Dafür installieren wir die dem Baukasten beiliegende Druckersoftware von Fischertechnik für Windows. Dabei handelt es sich um eine umgelabelte Lösung von Repetier in Kombination mit Slic3r als Slicer-Programm. Beide Programme sind für den Betrieb mit dem 3D-Drucker konfiguriert. Da die Steuerungselektronik über G-Codes gesteuert wird, kann auch jede andere offene 3D-Drucksoftware verwendet werden. Um die korrekte Konfiguration muss sich der Nutzer dann aber selbst kümmern.

  • Der Inhalt des Baukastens nimmt bereits einen Großteil der Werkbank ein. (Foto: Alexander Merz)
  • Hotend und Extruder sind vormontiert. (Foto: Alexander Merz)
  • Nützliche Kleinigkeiten wie Spachtel und Buildtak-Folie sind ebenfalls enthalten. (Foto: Alexander Merz)
  • Die Motorfassung aus Bauklötzchen ist erstaunlich stabil und auch optisch ein kleines Kunstwerk (Foto: Alexander Merz)
  • Das beschriftete Elektronikgehäuse vereinfacht die Verkabelung. (Foto: Alexander Merz)
  • Darin steckt eine Steuerplatine der German Reprap GmbH. (Foto: Alexander Merz)
  • Der fertige Drucker noch ohne vollständige Verkabelung (Foto: Alexander Merz)
  • Trotz des Kunststoffgewindes an allen 3 Achsen arbeitet der Drucker erstaunlich akkurat. (Foto: Alexander Merz)
  • Hinter der Abdeckung steckt ... (Foto: Alexander Merz)
  • ... das Hotend. Obwohl es im Betrieb mehr als 200 Grad erreichen kann, ist die Kunststoffbefestigung kein Problem. (Foto: Alexander Merz)
  • Die Kabelführung ist nur bedingt vetrauenswürdig. (Foto: Alexander Merz)
  • Leider sind die Kabel am Steuergerät nicht noch einmal gesichert. (Foto: Alexander Merz)
  • Diese Gliederkette besteht aus 137 Einzelteilen. (Foto: Alexander Merz)
  • Die für Fischertechnik umgelabelte Repetier-Software (Bild: Alexander Merz)
  • Slic3r-Integration (Bild: Alexander Merz)
  • Unsere ersten Druckversuche waren nur bedingt erfolgreich, da fehlt noch die Feinabstimmung und mehr Abschmierung an den Achsen. (Foto: Alexander Merz)
  • Mit einen zusätzlichen Lüfter wagten wir uns dann sogar an das Benchy-Modell mit halbwegs respektablem Ergebnis. (Foto: Alexander Merz)
  • Die Druckvorlage für die kleine praktische Box wird beim Drucker mitgeliefert. (Foto: Alexander Merz)
  • Am wohlsten fühlt sich der Drucker doch mit kleinen, flachen Objekten. (Foto: Alexander Merz)
Die für Fischertechnik umgelabelte Repetier-Software (Bild: Alexander Merz)

So richten wir die Z-Achse und den Abstand des Druckkopfes zum Druckbett ein. Der Vorgang wird zwar nicht mehr in der beiliegenden Anleitung erklärt, aber in einem zusätzlichen PDF, das von der Webseite heruntergeladen werden kann. Es erläutert den Kalibrierungsvorgang und liefert auch eine leicht verständliche Erklärung zu den Baugruppen und der Funktionsweise des Druckers. Zu knapp sind darin aus unserer Sicht die Hinweise bei Druckproblemen geraten.

 Fischertechnik 3D-Drucker im Test: Bauklötzchen drucken BauklötzchenDer erste Druck begeistert uns nicht 

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Ach 12. Nov 2016

Hallo, die Stabilität der FT Bauteile ist ja erst in zweiter Linie der Stabilität der FT...

am (golem.de) 10. Nov 2016

Doch, das ist ja das Prinzip beim Prusa-Design.

mfeldt 10. Nov 2016

... wenn man sie nur noch ein bißchen verbessert udn sie sich selbst replizieren können!

Moe479 09. Nov 2016

och, das dauert nur noch ein paar jahrzehnte, tintenstrahl und dann laser brauchten auch...



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