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V.l.n.r.: Elyas M'Barek ("Max"), Tom Schilling ("Benjamin"), Wotan Wilke Möhring ("Stephan") und Antoine Monot, Jr. ("Paul")
V.l.n.r.: Elyas M'Barek ("Max"), Tom Schilling ("Benjamin"), Wotan Wilke Möhring ("Stephan") und Antoine Monot, Jr. ("Paul") (Bild: Sony Pictures)

Filmkritik Who Am I: Ritalin statt Mate

V.l.n.r.: Elyas M'Barek ("Max"), Tom Schilling ("Benjamin"), Wotan Wilke Möhring ("Stephan") und Antoine Monot, Jr. ("Paul")
V.l.n.r.: Elyas M'Barek ("Max"), Tom Schilling ("Benjamin"), Wotan Wilke Möhring ("Stephan") und Antoine Monot, Jr. ("Paul") (Bild: Sony Pictures)

Hacken sei wie Zaubern, sagt die Hauptfigur des Hacker-Films Who Am I - Kein System ist sicher, der am Donnerstag in die Kinos kommt. Der Plot entspinnt eine zunächst verwirrende Geschichte, die sich später als überdeutliches Filmzitat entpuppt.

Der Film Who Am I - Kein System ist sicher handelt von Hackern, von Computerfreaks, die wie Anonymous in Server einbrechen und digitale Visitenkarten hinterlassen. Er erzählt von der Konkurrenz unter Hackern, die immer größere Coups landen wollen, um sich gegenseitig zu imponieren. Und er erzählt davon, wie die Aktionen immer mehr aus dem Ruder laufen. Das tut auch der Film, der ab dem 25. September selbstverständlich ein breites Publikum in die Kinos locken will - und nicht nur Nerds.

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Die Geschichte des Verrats erinnert ein wenig an Anonymous und den Hacker Sabu, der vom FBI rekrutiert wird, um seine Mitstreiter zu verpfeifen. Der Film greift weitere aktuelle Ereignisse auf, etwa die Geschichte um Edward Snowden und die massenhafte Datensammlung durch die Geheimdienste. Er versucht auch, ein Abbild der aktuellen Hacker-Szene zu schaffen.

I am Superman

Mit Hacker-Klischees spart der Film Who Am I nicht. Zwar kommt kein Bällebad vor, dafür sind haufenweise Kapuzenpullis und stilisierte Anonymous-Masken zu sehen. Benjamin Engel, die zentrale Figur, ist nach eigenen Angaben seit seiner frühen Schulzeit für andere unsichtbar. Dort sei er noch nicht einmal verprügelt worden, weil er nie aufgefallen sei. Superheld habe er werden wollen, erzählt er. Superman zitiert er öfter. Er nennt sich ein Außenseiter, einen Freak, hält sich später lieber im Darknet auf, fühlt sich dort geborgen.

Der Film bedient allerdings nicht nur Klischees, er spielt auch gekonnt damit, setzt sie als Stilmittel ein, um sonst langweilige Sequenzen am Bildschirm, etwa Chats zwischen Hackern im Internet, szenisch darzustellen.

Tom Schilling spielt Benjamin Engel wortkarg und gehemmt. Man nimmt ihm die Rolle weitgehend ab. Seine Dialoganteile im ersten Teil des Films bleiben bei knappen Antworten. Um seiner Flamme Marie, gespielt von Hannah Herzsprung, zu imponieren, versucht Engel, sich im Serverraum in den Server der Hochschule zu hacken, um für sie die Fragen zu einer wichtigen Prüfung zu stehlen, und wird prompt von einem Nachtwächter erwischt. Er wird zu Sozialstunden verurteilt und muss Müll aufsammeln. Dort trifft er wiederum auf den extrovertierten Max, gespielt von Elyas M'Barek . Wie Benjamin hier gelandet sei, fragt Max. "Durch n 0-day." "Du kannst Maschinensprache lesen? Einfach so?" Spätestens jetzt wird klar: Der Film soll ein breites Publikum ansprechen und nicht nur Computerfreaks.

Hacken in der realen Welt

Gehackt wird daher kaum auf Hardware oder vor Bildschirmen. Blasse Gesichter vor bläulich schimmernden Bildschirm fehlen meist, stattdessen wird viel in der realen Welt gehackt, mittels des so genannten Social Engineering. "Die größte Sicherheitslücke ist der Mensch", darin sind sich die vier Hacker einig, die sich im Film zum Kollektiv Clay zusammentun. Damit rückt Regisseur und Drehbuchautor Baran bo Odar die Thematik des Hackens vom Rechner in die reale Welt.

Ein erster Einbruch erfolgt über eine Angestellte, deren Glückwunschkarte die Hackergruppe auf der Müllkippe findet. Über eine Geburtstags-E-Mail wird ein Trojaner bei der Mitarbeiterin installiert. Die wiederum verwaltet die Zugänge der Putzkolonnen. Kein völlig abwegiges Szenario. Allerdings werden dann innerhalb von wenigen Minuten die "zentrale Firewall" geknackt und verschlüsselte Daten entschlüsselt. Aber nur so lässt sich die Geschichte im Film vorantreiben. Wer den Film Sneakers mit Robert Redford gesehen hat, kennt solche Geschichten aus dem Kino bereits.

Kaputte Charaktere 

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Thiesi 05. Okt 2014

Nee, denn leider machen eine schicke Optik und gute Darsteller)* eben noch keinen guten...

M. 01. Okt 2014

http://www.greinergetraenke.ch/ - die dort angegebenen Preise (2.05 CHF / Flasche) sind...

TrashFan 30. Sep 2014

Sehr gut, meine Vorlesung Computernetze lässt grüßen =)

Otto d.O. 29. Sep 2014

Natürlich findet sich da und dort die eine oder andere Übertreibung, aber die gezeigten...

Rock_Bottom 27. Sep 2014

Heute gesehen und hat meinen Erwartungen entsprochen. Die Schauspieler haben gut...



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