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Der Film Blackhat erzählt eine düstere Geschichte von der weltweiten Cyberkriminalität.
Der Film Blackhat erzählt eine düstere Geschichte von der weltweiten Cyberkriminalität. (Bild: Universal Pictures)

Filmkritik: In Blackhat steht die Welt am Abgrund

Der Film Blackhat erzählt eine düstere Geschichte von der weltweiten Cyberkriminalität.
Der Film Blackhat erzählt eine düstere Geschichte von der weltweiten Cyberkriminalität. (Bild: Universal Pictures)

Blackhat ist ein düsterer Film über die Bedrohung durch Cyberkriminelle, der am 5. Februar in Deutschland anläuft. Er ist spannend, wenn man die teils unglaubwürdige Geschichte akzeptiert.

Wer einen Kinofilm über Hacker erwartet, wird weitgehend enttäuscht: In Blackhat geht es zwar um Einbrüche in Computersysteme, USB-Sticks und Trojaner. Letztendlich tragen aber überwiegend Verfolgungsjagden und Schusswechsel die teils kaum nachvollziehbare Handlung. Immerhin passt der Titel, denn die bösen Hacker im Film schrecken vor nichts zurück. Blackhat beginnt mit einer von ihnen verursachten Kernschmelze in einem Atomkraftwerk in China. Eine an Tron erinnernde Kamerafahrt beginnt an einer Enter-Taste und endet an einem Chip im Computersystem des Kraftwerks, der die Havarie auslöst.

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Der Regisseur Michael Mann hat bereits einige gute Filme gedreht, die Biografie Ali etwa oder zuletzt Public Enemies über die Jagd nach dem Gangster John Dillinger in den 1930ern. Sein Film Collateral von 2004 über einen Auftragskiller war deshalb bemerkenswert, weil er weitgehend mit digitalen Kameras abgefilmt wurde statt in der üblichen 70-mm-Technik. Vor allem in den nächtlichen Szenen verliehen die körnigen Bilder dem Film einen gewissen optischen Realismus.

In Blackhat greift Mann wieder zu der digitalen Aufnahmetechnik. Nur passen die realistischen Bilder nicht immer zu der sich entfaltenden Geschichte über Terroristen, die Cyberangriffe nutzen, um sich zu bereichern. Denn der Angriff auf das Atomkraftwerk sollte nur ein Testlauf für die Malware sein, die später auch für die Manipulation für die New Yorker Warenbörse verwendet wird. Immerhin ist von Payloads die Rede, die ein Trojaner in den Computersystemen der Börse abgelegt hat. Er wurde über das einzige Verwaltungsterminal im Serverraum über einen USB-Stick eingeschleust. Der Täter hatte seinen Kollegen per Social Engineering überrumpelt und wird später in einem heruntergekommenen Hotelzimmer tot aufgefunden.

Hier ist bereits der Hacker Nicholas Hathaway mit vor Ort. Chris Hemsworth, bekannt als Thor-Darsteller und James Kirks Vater in den neuen Star-Trek-Filmen, spielt Hathaway. Ihn haben die US-Behörden aus dem Gefängnis geholt. Dort sitzt er wegen Computerbetrugs ein und hat sich zwischenzeitlich über ein Smartphone in die Computersysteme des Gefängnisses gehackt, um jedem Gefangenen ein Guthaben von 500 US-Dollar auf sein Konto zu überweisen.

Verfolgungsjagd in Asien

Hathaway ist ein früherer Studienkollege des chinesischen Polizisten und Computerexperten Chen Dawai, gespielt von Leehom Wang. Als Studenten haben sie den Trojaner entwickelt, der jetzt von den Kriminellen verwendet wird. Hathaway soll den chinesischen Behörden dabei helfen, sie dingfest zu machen. Denn er ist nicht nur ein Computerhacker, sondern kann auch laufen, springen, kämpfen, schießen. Während er seinem FBI-Überwacher das Roaming auf seinem Smartphone einschaltet, schaltet er dort die minütliche Überwachung seiner Fußfessel auf täglich um. Mehr als einen stoischen Gesichtsausdruck bietet Schauspieler Hemsworth in Blackhat aber nicht.

Die Jagd nach den Tätern führt die Gruppe, zu der die Schwester Dawais (Lien Chen) und die FBI-Agentin Carol Barrett (Viola Davis) stoßen, in das havarierte Atomkraftwerk, nach Hongkong, in Indonesiens Hauptstadt Jakarta und nach Malaysia. Es gibt unzählige Schießereien, Nahkämpfe und Tote.

Blackhat zeichnet ein düsteres Bild vom Cyberterrorismus. Es gibt jedoch ein realistisches Bild davon ab, was Kriminelle ausrichten können, wenn die digitalen Sicherheitssysteme kritischer Infrastrukturen versagen. Warum die Täter in dem Film jedoch nicht nur Börsen, sondern auch ein Atomkraftwerk angreifen, ist ebenso wenig nachvollziehbar, wie es dem Einzelkämpfer Hathaway gelingen kann, sie mit einem Schraubenzieher zur Strecke zu bringen. Wer über die Unzulänglichkeiten der Geschichte hinwegsehen kann, den erwartet jedoch ein spannender und kurzweiliger Thriller.

Blackhat läuft ab dem 5. Februar 2015 in deutschen Kinos.

Nachtrag vom 5. Februar 2015, 11.30 Uhr

Zum Filmstart wurde uns noch ein kurzes "Making of" zur Verfügung gestellt, das wir in dem Artikel nachträglich eingebaut haben.


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Der Held vom... 08. Feb 2015

Der allerdings auch dafür gesorgt hat, dass alle Welt Hacker für grenzdebile Jugendliche...

foobarJim 06. Feb 2015

Bildkorn und Rauschen bei VHS-Kassetten sind aber schon zwei paar Stiefel. Je nach dem...

Yes!Yes!Yes! 06. Feb 2015

Nach dem schlechten 4. Teil und einigen Reviews zum 5. haben ich mir letzteren schon gar...

DataOctupus 05. Feb 2015

CSI ist eh nur noch dumpfer Crime SciFi Da seh ich lieber Medical Detectives

hildethegunslinger 15. Jan 2015

@Midian Ich steh tendenziell auf No brainer... wobei ich die anders definieren würde als...



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