Filialschließungen: Cyberport-Kooperationspartner Niedermeyer ist insolvent
Niedermeyer will zahlreiche Filialen schließen. (Bild: Niedermeyer/Screenshot: Golem.de)

Filialschließungen Cyberport-Kooperationspartner Niedermeyer ist insolvent

Niedermeyer hat kein Geld mehr und musste Insolvenz anmelden. Mehr als die Hälfte der Geschäfte des Filialnetzes sollen durch die Insolvenz geschlossen werden. Niedermeyer ist für den Computerhändler Cyperport der österreichische Partner und stellt seine Filialen zur Verfügung.

Anzeige

Der über 50 Jahre alte Elektrofachhändler Niedermeyer hat in Österreich Insolvenz angemeldet. Mit rund 98 Filialen ist Niedermeyer in Österreich gut vertreten, doch laut dem ORF werden zahlreiche Filialen geschlossen. Am Ende werden laut dem Sanierungsplan nur noch 45 Filialen übrig bleiben. 279 von 580 Mitarbeitern verlieren ihren Arbeitsplatz, sofern die Sanierung so funktioniert.

Ob das Unternehmen fortgeführt wird, entscheidet sich laut dem Standard erst in den kommenden Wochen. Laut dem ORF ist es die zweitgrößte Pleite des Landes in diesem Jahr. Das 1957 gegründete Unternehmen übernahm in den 1980er und 1990er Jahren einige Fotogeschäfte und wurde 2009 umstrukturiert, um die Firma neu ausrichten zu können. Geklappt hat das nicht, denn sie hat mit ihren rund 100 Filialen einen Jahresumsatz von etwa 125 Millionen Euro sowie 29 Millionen Euro Schulden bei insgesamt 840 Gläubigern gesammelt.

Niedermeyer sieht sich selbst als Elektronik-Nahversorger, dem das dichte Filialnetz und die Konjunktur zum Verhängnis wurden. Die GmbH sucht jetzt Investoren und hofft, dass der Antrag auf die Einleitung des Sanierungsverfahrens gelingt. Ein Nahversorger wird Niedermeyer dann wohl nicht mehr sein. Das Unternehmen will sich auf beste innerstädtische Lagen und Einkaufszentren konzentrieren. Außerdem sollen die Filialen zum Erlebnisshopping umgebaut werden. Es kommt also einem radikalen Umbau gleich. Marken wie Apple oder Samsung sollen dort verkauft werden und das sogenannte Multi-Shopping fortgeführt werden. Das macht bei Niedermeyer 20 Prozent des Umsatzes aus.

Multi-Shopping und Cyberport

Der Kunde bestellt beim Multi-Shopping seine Waren im Internet und holt sie dann im Geschäft ab. Diesen Weg nutzt auch Cyberport, um die eigenen Produktangebote in Österreich in Geschäften zu verkaufen.

Die Kooperation mit Niedermeyer begann Ende 2011 und war zunächst auf die 18 Filialen in Wien beschränkt und später auf alle Filialen ausgeweitet worden. In Österreich kann Cyberport indirekt das Filialnetz von Niedermeyer verwenden, das bis jetzt über das gesamte Alpenland verteilt ist. Niedermeyer konnte dadurch über seine Filialen eine größere Auswahl an Produkten anbieten. Kunden bestellten beispielsweise online und holten ihre Ware dann ohne Versandkosten in der Filiale ab. Der Kunde kann sich die Entscheidung des Kaufs im Laden auch noch einmal überlegen.

In Deutschland expandiert Cyberport weiter und eröffnet beispielsweise in Berlin in diesem Jahr seine dritte Filiale. In Essen, Köln, München und Stuttgart will der Computerhändler ebenfalls Geschäfte eröffnen. Er gehört zur Hubert-Burda-Media-Gruppe (Chip-Magazin, Computeruniverse). In Österreich gibt es weiterhin nur eine Cyberport-Filiale, die Ende 2011 im Wiener Westbahnhof eröffnet wurde.


misterjack 04. Apr 2013

Ich wohne in Leipzig und bestell öfter bei Cyperport per Multi-Shopping. Wenn ich z.b...

Kommentieren



Anzeige

  1. Informatiker/-in im IT-Helpdesk (Incidentmanagement)
    ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen
  2. Kaufmännischer Angestellter Prozesse & Systeme (m/w)
    Bosch Communication Center Magdeburg GmbH, Magdeburg
  3. Softwareentwickler (m/w) für IT-Anwendungen
    TQ-Systems GmbH, Seefeld/Oberbayern
  4. SAP Project Manager und Senior Berater / Consultant SAP Business Intelligence BI (m/w)
    cbs Corporate Business Solutions Unternehmensberatung GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Akamai

    Deutschlands Datenrate liegt bei 8,9 MBit/s durchschnittlich

  2. Niedriger Schmelzpunkt

    3D-Drucken mit metallischer Tinte

  3. Tiger and Dragon II

    Netflix bietet ersten Kinofilm gleichzeitig zur Premiere

  4. Darkfield VR

    Kickstart für Dogfights mit Oculus Rift

  5. Neue Red-Tarife

    Vodafone bucht Datenvolumen automatisch nach

  6. Freies Betriebssystem

    FreeBSD-Kernel könnte in Debian Jessie entfallen

  7. Kontonummerncheck

    Netflix akzeptiert Kunden einiger Sparkassen nicht

  8. Mittelerde Mordors Schatten

    6 GByte VRAM für scharfe Ultra-Texturen notwendig

  9. Ressl

    LibreSSL-Projekt erstellt nutzerfreundliches SSL-API

  10. Ausgründung

    Ebay und Paypal trennen sich



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Fifa 15: Mehr Emotionen, mehr Gesang, mehr Dreck
Test Fifa 15
Mehr Emotionen, mehr Gesang, mehr Dreck
  1. Fifa 15 angespielt Verbesserter Antritt bringt viele neue Tore
  2. EA-Pressekonferenz Shadow Realms und Merkels lange Nase
  3. EA Access Battlefield 4 und Fifa 14 im Abo

Deutsche Telekom: 300.000 von Umstellung auf VoIP oder Kündigung betroffen
Deutsche Telekom
300.000 von Umstellung auf VoIP oder Kündigung betroffen
  1. Deutsche Telekom Umstellung auf VoIP oder Kündigung
  2. Entlassungen Telekom verkleinert Online-Innovationsabteilung stark
  3. Mobile Encryption App angeschaut Telekom verschlüsselt Telefonie

Nicholas Carr: Automatisierung macht uns das Leben schwer
Nicholas Carr
Automatisierung macht uns das Leben schwer
  1. HP Proliant m400 Moonshot-Microserver mit 64-Bit-ARM-Prozessoren
  2. Entwicklung vorerst eingestellt Notebooks mit Touch-Displays sind nicht gefragt
  3. Computerchip IBM stellt künstliches Gehirn vor

    •  / 
    Zum Artikel