Festnetz: EU will direkten Zugang zur TAL abschaffen
Techniker an einem Kabelverzweiger der Deutschen Telekom (Bild: Mattes)

Festnetz EU will direkten Zugang zur TAL abschaffen

Die EU will die physikalische Entbündelung an der TAL, am Hauptverteiler oder Kabelverzweiger abschaffen und durch ein virtuelles Breitbandzugangsprodukt ersetzen. Die deutschen Festnetzbetreiber sind verärgert, da Neelie Kroes sie nicht einmal angehört hat.

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Der Telekom-Verband Breko kritisiert die von der EU geplante Regelung für ein einheitliches Breitband-Vorleistungsprodukt auf Basis von Ethernet-Bitstrom (Layer-2-Zugang). Die EU-Kommission will künftig in allen EU-Staaten ein einheitliches, "virtuelles Breitbandzugangsprodukt" einführen, das alle anderen Zugangsarten perspektivisch ersetzen könne.

Der bisher in Deutschland von den Konkurrenten der Deutschen Telekom oft gebuchte, direkte Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL) am Hauptverteiler (HVt) oder Kabelverzweiger (KVz) könnte dann wegfallen. Die Bundesnetzagentur soll nach den Plänen der EU bestehende Regulierungsverfügungen überprüfen, ob die physikalische Entbündelung zugunsten eines Bitstrom-Zugangs ersetzt werden kann. Zu den Mitgliedsunternehmen des Breko mit eigenem Netz gehören Telefónica Deutschland, Ewe Tel, Thüringer Netkom, Eifel-net, Kielnet, Lew Telnet, die Stadtwerke Neumünster, Netcom Kassel und Versatel.

Neelie Kroes, EU-Kommissarin für Digitale Agenda, präsentierte den Entwurf am 12. September 2013 in Brüssel. Der Verordnungsvorschlag soll noch vor der Neuwahl des EU-Parlaments Ende Mai 2014 verabschiedet werden.

Die Breko-Mitglieder sind nicht gegen die Einführung eines einheitlichen europäischen Bitstromprodukts, die für ein länderübergreifendes Privat- und Geschäftskundenangebot durchaus sinnvoll sein könne. Doch ein Bitstromzugang könne die physische Entbündelung keinesfalls ersetzen, sondern nur ergänzen.

Entfiele die Möglichkeit des direkten Zugangs zur 'nackten' Leitung am HVt oder KVz für die Anbieter, würde der Wettbewerb massiv eingeschränkt. Unternehmen könnten sich kaum noch über verschiedene Optionen und den Endkundenpreis differenzieren, wenn allen Anbietern nur noch ein einheitliches Zugangsprodukt auf Bitstrom-Basis zur Verfügung steht, das auf Leitungen und Technik der Telekom basiert. Beim direkten Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung könnten die Netzbetreiber dagegen eigene aktive Technik einsetzen und so Produktqualität und Dienste selbst bestimmen.

"Für uns gilt: Die physikalische Entbündelung muss unbedingt erhalten bleiben", sagte Breko-Geschäftsführer Stephan Albers. Kroes habe die Marktteilnehmer zu ihren Vorschlägen aus Zeitgründen nicht einmal anhören wollen, "ein Affront gegen die zahlreichen Breitband-Carrier hierzulande." Der Breko fordert Korrekturen des Kommissionsvorschlags, dem sowohl das EU-Parlament als auch der Ministerrat zustimmen müssen.


/mecki78 19. Sep 2013

Hat sie nicht. Die Glühbirne an sich ist ja nicht verboten. Du darfst sie besitzen, du...

it-ministerium 19. Sep 2013

Genau, ... auch wenn Neues verlegt werden soll, muss das investierende Unternehmen mit...

Flasher 19. Sep 2013

Bitte etwas mehr Verständnis für die Dame - sie ist schliesslich über 70 Jahre alt und...

brusch 19. Sep 2013

Kauf Dir mal 'ne Telekom-Aktie und sieh zu, wie Du die melken kannst. Dann bist Du ein...

mag 19. Sep 2013

Naja, so weit sollten wir vielleicht nicht gehen. Aber mal ganz ehrlich: Wäre es nicht...

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