Fernsteuerung Die Bluetooth-Batterie-Macher zeigen Tethercell

Zwei ehemalige SpaceX-Mitarbeiter machen mit einer Bluetooth-Batterie zahlreiche Geräte fernsteuerbar. Golem.de hat sich auf der CES Tethercell zeigen lassen und erfahren, was die Macher als Nächstes vorhaben.

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In modernen Haushalten gibt es zahlreiche Geräte, die batteriebetrieben sind, aber nicht ferngesteuert werden können. Ihnen fehlt der Netzwerkanschluss oder der WLAN-Chip, und eine Kontrollsoftware gibt es auch nicht. Die Raketentechniker Trey Madhyastha und Kellan O'Connor hatten daher die Idee, über das Batteriefach eine Art Fernsteuerung zu realisieren. Auf der CES in Las Vegas haben sie ihre Tethercell genannte Lösung vorgestellt und gezeigt, wie andere damit geärgert werden können.

Für ihre Tethercell konstruierten Madhyastha und O'Connor einen Bluetooth-Adapter im AA-Format, der eine AAA-Zelle aufnehmen kann. Per Bluetooth kann dann etwa ein Gerät zeitgesteuert an- oder abgeschaltet werden, um zum Beispiel in der Nacht Strom zu sparen. Außerdem gibt es eine Warnung bei niedrigem Batteriestand. Das ist auch für die Steuerung von unzugänglich angebrachten Geräten wie Rauchmeldern nützlich. Auch Spielzeug ohne Ausschalter steuert Tethercell, was sehr praktisch sein kann, zum Beispiel, um unseren Redaktions-Furby zum Schweigen zu bringen.

Gesteuert werden die Batterien per iPhone-App und Bluetooth 4.0. Laut Madhyastha wird derzeit die Nutzung von vier Batterien mit der App empfohlen. Die Reichweite liegt im Freien bei 100 Fuß, also bei etwa 30 Metern. Das reicht für eine Wohnung aus, wie er versichert.

Derjenige, der die Kontrolle über die Batterien hat, kann sich so einige Gemeinheiten ausdenken, Madhyastha sind bereits einige eingefallen, die er in Las Vegas vorführt. Er kann etwa die Nutzung des Controllers einer Konsole zeitlich beschränken. Das dürfte aber allenfalls mit kleinen Kindern funktionieren, die nicht wissen, wie Batterien zu tauschen sind. Naheliegender ist die Steuerung anderer batteriebetriebener Geräte, die keine Fernsteuerung besitzen, wie der an der Wand klebenden batteriebetriebenen Lampe.

Die Tethercells nutzen Bluetooth 4.0 und machen sich dabei das Low Energy Profile zunutze. Die Bluetooth-Chips schauen also nur kurz nach, ob etwas passiert und schlafen dann wieder ein. Diese kurzen Phasen reichen aus, um die Batterien zuverlässig anzusteuern, da in so kurzen Abständen die Bluetooth-Anlage aktiviert wird, dass ein Smartphone wie das iPhone dann auch die Signale schicken kann. Den Großteil der Zeit schläft der Bluetooth-Adapter. O'Connor geht davon aus, dass die AAA-Batterie mehr als ein Jahr lang den Bluetooth-Chip versorgen kann. Die Auswirkungen durch den Bluetooth-Adapter auf die Laufzeit der Elektronik sind also minimal - zumindest die direkten.

Probleme mit dem Mischen von Batterietypen werden später gelöst 

Christian72D 15. Jan 2013

Deine Freundin tötet dich wenn du im falschen Moment (gibts es einen richtigen) den...

Endwickler 11. Jan 2013

"Per Bluetooth kann dann etwa ein Gerät zeitgesteuert an- oder abgeschaltet werden" Das...

format 10. Jan 2013

...ist leicht zu lösen, da gibt es Adapter, z.B. hier: http://www.ebay.de/itm/lIl-2x...

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