Fehlkauf HP wirft Autonomy milliardenschweren Betrug vor

Der Softwarehersteller Autonomy soll seinen Unternehmenswert vor der Übernahme durch HP um mindestens 5 Milliarden US-Dollar aufgeblasen haben. Der Computerhersteller schreibt Milliarden ab und ruft die Strafverfolgungsbehörden.

Anzeige

Hewlett-Packard wirft dem Softwarehersteller Autonomy Buchhaltungstricks vor, mit denen der Wert des Unternehmens künstlich erhöht worden sei. Bei der Bekanntgabe seiner Quartalsergebnisse erklärte Hewlett-Packard am 20. November 2012: "HP ist sehr enttäuscht, feststellen zu müssen, dass einige ehemalige Mitglieder des Autonomy-Management-Teams für Unregelmäßigkeiten, Falschdarstellungen und Darstellungsmängel in der Buchführung vor der Autonomy-Übernahme durch HP verantwortlich sind, die dazu dienten, die zugrundeliegenden finanziellen Kennzahlen des Unternehmens aufzublasen."

HP hatte 2012 erklärt, Autonomy werde für 10,3 Milliarden US-Dollar vollständig übernommen und in ein HP-Tochterunternehmen umgewandelt. Autonomy ist ein 1996 gegründeter Hersteller von Unternehmenssoftware mit Hauptsitz in Cambridge und San Francisco. Die Grundlagen der Software wurden an der Universität Cambridge entwickelt. Autonomys Infrastruktursoftware richtet sich an Großunternehmen. Das Hauptprodukt IDOL-Plattform basiert auf einem Verfahren zur Musterkennung und Konzeptextraktion, mit dem Informationen automatisch weiterverarbeitet werden können. IDOL unterstützt die Analyse von rund 1.000 verschiedenen Formaten in über 400 Systemen mit über 500 Funktionen.

HP wird wegen der Unregelmäßigkeiten in der Buchführung über 5 Milliarden US-Dollar auf den Unternehmenswert von Autonomy abschreiben. Insgesamt schreibt HP 8,8 Milliarden US-Dollar ab.

Konzernchefin Meg Whitman sagte, die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (CES) und die britische Strafverfolgungsbehörde Serious Fraud Office seien eingeschaltet worden. Verantwortlich für die Übernahme war der damalige HP-Konzernchef Léo Apotheker.


SoniX 22. Nov 2012

Ich weiß nicht ob Apothekers Plan je aufgegangen wäre selbst wenn man den Weg weiter...

Kommentieren



Anzeige

  1. Akademischer Mitarbeiter (m/w)
    Hochschule Furtwangen, Furtwangen
  2. Bauingenieur / Bauingenieurin - Baubetrieb
    Ed. Züblin AG, Stuttgart
  3. Teamleiter (m/w) Software-Qualitätsdatenanaly- se
    Synatec GmbH, Stuttgart oder Dingolfing
  4. Trainee für den Bereich IT / Business Processes (m/w)
    DMG MORI SEIKI Services GmbH, Bielefeld

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. IBM Power8

    Mit 96 Threads pro Sockel gegen Intels Übermacht

  2. Printoo

    Arduino kannste jetzt knicken

  3. Cloud-Dienste

    Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz

  4. Streaming

    HBO-Serien für US-Kunden von Amazon Prime

  5. Theo de Raadt

    OpenSSL ist nicht reparierbar

  6. Xplore XC6 DMSR

    Blendend hell und hart im Nehmen

  7. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  8. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende

  9. Flappy 48

    Zahlen statt Vögel

  10. Port 32764

    Netgear will angebliche Router-Lücke schließen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Windows XP ade: Linux ist nicht nur ein Lückenfüller
Windows XP ade
Linux ist nicht nur ein Lückenfüller

Wenn der Support für Windows XP ausläuft, wird es dringend Zeit, nach einer sicheren und vor allem kostenlosen Alternative zu suchen. Linux ist dafür bestens geeignet. Bleibt nur noch die Qual der Wahl.

  1. Freedesktop-Summit Desktops erarbeiten gemeinsam Wayland und KDBus
  2. Open Source Linux 3.15 startet in die Testphase
  3. Linux-Kernel LTO-Patch entfacht Diskussion

First-Person-Walker: Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?
First-Person-Walker
Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

Walking-Simulator-Spiele nennen sie die einen, experimentelle Spiele die anderen. Rainer Sigl hat einen neuen Begriff für das junge Genre der atmosphärisch dichten Indie-Games erfunden: First-Person-Walker - Spiele aus der Ich-Perspektive mit wenig Gameplay.

  1. A Maze 2014 Tanzen mit der Perfect Woman
  2. Festival A Maze Ist das noch Indie?
  3. Test Cut The Rope 2 für Android Grün, knuddlig und hungrig nach Geld

Techniktagebuch auf Tumblr: "Das Scheitern ist viel interessanter"
Techniktagebuch auf Tumblr
"Das Scheitern ist viel interessanter"

Im Techniktagebuch schreiben zwei Dutzend Autoren über den Alltag mit Computern, Handys und anderen Geräten. Im Gespräch mit Golem.de erläutert die Initiatorin Kathrin Passig, warum nicht jeder Artikel eine Pointe und nicht jeder Autor ein hohe Technikkompetenz haben muss.


    •  / 
    Zum Artikel