Google beendet Google-Reader-Dienst am 1. Juli 2013.
Google beendet Google-Reader-Dienst am 1. Juli 2013. (Bild: Michael Dalder/Reuters)

Feed-Reader Google Reader wird komplett eingestellt

Google stellt Google Reader demnächst ein. Alle darauf basierenden Clients werden dann nicht mehr funktionieren. Aber es gibt Hoffnung auf Alternativen.

Anzeige

Google wird am 1. Juli 2013 seinen Google-Reader-Dienst vollständig einstellen. Der Dienst sei nach Aussage von Google nur noch von wenigen Nutzern verwendet worden. Allerdings verwenden die Mehrheit der Feed-Reader-Apps für mobile Geräte Google Reader, um darüber Feeds zu synchronisieren. Für den Nutzer ergibt sich der Vorteil, dass er auf mehreren mobilen Geräten seine Feeds lesen kann und auf allen Geräten den gleichen Lese- und Favoritenstatus vorliegen hat.

Er kann sich etwa Feeds auf seinem Smartphone fürs spätere Lesen markieren und den betreffenden Artikel dann bequem auf einem großen Tablet lesen. Zudem hat eine Server-Lösung den Vorteil, dass der Nutzer keine Inhalte verpasst, wenn er etwa wegen Reisen länger nicht online sein kann.

Mit diesem Komfort ist es nach knapp acht Jahren demnächst vorbei. Google hatte den Dienst im Oktober 2005 zunächst im Rahmen der Google Labs im Testbetrieb gestartet. Im September 2007 wurde er von Google Labs in das reguläre Google-Universum überführt und ist seitdem auch in anderen Sprachen verfügbar. Neben dem Dienst selbst bietet Google eine Weboberfläche an, über den die Feeds gelesen und verwaltet werden können.

Petition gegen Einstellung von Google Reader gestartet

Im Internet wurde bereits eine Petition gestartet, um Google davon abzubringen, den Feed-Dienst im Sommer einzustellen. Bisher haben sich knapp 15.000 Unterstützer gefunden. Es ist aber unklar, ob sich Google dadurch von seiner Entscheidung abbringen lassen würde. Immerhin lassen sich die Daten aus Google Reader bis zum 30. Juni 2013 über Google Takeout sichern.

Der frühere Produkt-Manager für Google Reader, Brian Shih, hat auf Quora einen möglichen Grund für die Einstellung des Dienstes genannt. Er mutmaßt, dass Google damit Nutzer zu Google+ bringen will. Bereits zur Einführung von Google+ habe es intern festgestanden, dass Google Reader eingestellt wird.

Er meint, dass die Einstellung von Google Reader nichts mit den Einnahmen des Unternehmens und auch nichts mit den Kosten zu tun hat, die der Dienst verursacht. Denn mit Google Reader habe Google niemals Geld verdient und der Dienst sei auch niemals entwickelt worden, um nennenswerte Einnahmen zu erzielen.

Alternativen postieren sich

Mit Normandy wollen die Feedly-Macher eine Alternative zu Google Reader aufbauen. Feedly gibt es als Clients für Android und iOS sowie als Erweiterung für die Browser Firefox und Chrome. Es ist geplant, dass andere auf Normandy werden zugreifen können, um ihre Clients damit zu synchronisieren. Bereits kurz nach dem Start des Dienstes mussten die Feedly-Macher die Server-Kapazitäten aufstocken. Möglicherweise stellen in Kürze weitere Anbieter vergleichbare Dienste zu Google Reader vor.

Im Rahmen der Einstellung von Google Reader hat Google auch das Aus für weitere Dienste und Funktionen verkündet: Das betrifft Building Maker, Cloud Connect, Voice für Blackberry, Search API for Shopping, CalDAV API sowie Snapseeed. Im Rahmen von Apps Script werden der GUI Builder und fünf UiApp widgets eingestellt.


lisgoem8 27. Mai 2013

Bleibt es dabei? Oder besteht doch noch eine Chance? Ich habe Freedly ausprobiert. Doch...

Gungosh 18. Mr 2013

Nicht zum Einloggen, aber für Emailverkehr. Bei mir z.B. (manuell aktivierte...

der_wahre_hannes 15. Mr 2013

Ich lese z.B. Bildblog per RSS-Feed. Habe auch einige Podcasts von NDR Info (finanziert...

jejo 15. Mr 2013

Ziemlich irrelevant. Wenn man Angst vorm Mitlesen hat, sollte man die Finger komplett...

ursfoum14 14. Mr 2013

Ist bekannt ob Google den Reader als Open Source freigibt? Die Webseite könnte man...

Kommentieren


iJournal / 18. Mr 2013

Gif-Grafiken.de / 15. Mr 2013

seeseekey.net / 14. Mr 2013

Google Reader und wie es weitergeht



Anzeige

  1. Professional System Engineer (m/w) für Microsoft Exchange
    Diehl Informatik GmbH, Nürnberg
  2. Scientific Employees (m/w) for the division Audio & Multimedia
    Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS, Erlangen
  3. Software-Tester (m/w) Test­auto­matisierung
    Sogeti Deutschland GmbH, verschiedene Standorte
  4. Software-Tester / Test­manager (m/w)
    SOGETI Deutschland GmbH, verschiedene Standorte

Detailsuche


Spiele-Angebote
  1. VORBESTELLBAR: PlayStation 4 - Konsole (1TB) Star Wars Battlefront Limited Edition
    499,00€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. Xbox One The Witcher: Wild Hunt Bundle
    399,00€
  3. DEAL DER WOCHE: ANNO 2070 - Bonus Edition [PC Download]
    6,36€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Asus GX700

    Übertakter-Notebook läuft mit WaKü und geheimer Nvidia-GPU

  2. Testlauf

    Techniker Krankenkasse zahlt Ärzten Online-Videosprechstunde

  3. Mate S im Hands On

    Huawei präsentiert Smartphone mit Force-Touch-Display

  4. Smartwatch

    Huawei Watch kostet so viel wie Apples iWatch

  5. Sonys Xperia-Z5-Modellreihe im Hands on

    Das erste Smartphone mit 4K-Display

  6. Für unterwegs und Homeoffice

    Telekom bietet den neuen Service "One Number"

  7. Copyrightstreit um Happy Birthday

    Kinderlieder gegen Time Warner

  8. Star Wars

    Galaxy of Heroes auf dem Mobilegerät

  9. Verdeckte PR

    Wikipedianer schmeißen Sockenpuppen raus

  10. Ideapad Miix 700 im Hands On

    Lenovo baut ein Surface



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Primove in der Hauptstadt: Berlin hat wieder eine E-Bus-Linie
Primove in der Hauptstadt
Berlin hat wieder eine E-Bus-Linie
  1. Berliner Verkehrsbetriebe Update legt elektronischen Echtzeit-Fahrplan tagelang lahm
  2. Bombardier Primove Eine E-Busfahrt, die ist lustig
  3. Bombardier Primove Erste Tests mit Induktionsbussen in Berlin

Digiskopie ausprobiert: Ich schau dir in die Augen, Wildes!
Digiskopie ausprobiert
Ich schau dir in die Augen, Wildes!
  1. Modulo Neue Kamera belichtet nie über
  2. Obstruction-Free Photography Algorithmus entfernt störende Elemente aus Fotos
  3. Flir One Hochauflösende Wärmebildkamera für iOS und Android

Snowden-Dokumente: Die planmäßige Zerstörungswut des GCHQ
Snowden-Dokumente
Die planmäßige Zerstörungswut des GCHQ
  1. Macbooks IBM wechselt vom Lenovo Thinkpad zum Mac
  2. Liske Bitkom schließt Vorstandsmitglied im Streit aus
  3. IuK-Kommission Das Protokoll des Bundestags-Hacks

  1. Re: nie wieder kabel deutschland

    Sandmann2605 | 20:51

  2. Re: Irgendwie bin ich da raus aus der Nummer

    Trockenobst | 20:51

  3. Re: Es bleibt zu teuer

    Thiesi | 20:50

  4. Re: Das nervt auch bei Amazon

    MarkS | 20:49

  5. Re: Da ist mehr möglich

    Bouncy | 20:48


  1. 18:20

  2. 17:49

  3. 17:43

  4. 17:24

  5. 16:45

  6. 15:23

  7. 15:13

  8. 14:56


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel