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Fedora 22 bringt mehr Stabilität, vor allem für Desktop-Anwender.
Fedora 22 bringt mehr Stabilität, vor allem für Desktop-Anwender. (Bild: Fedora)

Fedora 22 im Test: Das Ende der Experimentierphase

Fedora 22 leitet eine neue Ära für die von Red Hat finanzierte Distribution ein. Die Workstation-Variante wirkt stabiler als bisher und ist mehr auf den Desktop-Anwender ausgerichtet. Eine Wayland-Session legt das Fundament für die spätere Einführung des neuen Display-Managers als Standard.

Fedora 22 erscheint zwar mit einer Woche Verspätung, glänzt dafür aber mit Gnome 3.16 und dem neuen Paketmanager DNF, der Yum ablöst. Lediglich der Installer Anaconda könnte Neueinsteigern Kopfschmerzen bereiten. Fedora 22 bietet zwar einige Neuerungen für Desktop-Nutzer, mit der neuen Paketverwaltung und XFS als Standard müssen sich jedoch vor allem Admins umgewöhnen.

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  • Fedora richtet standardmäßig eine LVM-Partition mit Btrfs ein. (Screenshot: Ferdinand Thommes)
  • Eine manuelle Aufteilung der Festplatte erfordert aber Grundkenntnisse. (Screenshot: Ferdinand Thommes)
  • Der Desktop Gnome bleibt die erste Wahl unter Fedora 22. (Screenshot: Ferdinand Thommes)
  • Bei der Einrichtung werden Optionen zum Datenschutz abgefragt. (Screenshot: Ferdinand Thommes)
  • Die Benachrichtigungen werden neben dem Kalender mittig angezeigt. (Screenshot: Ferdinand Thommes)
  • Die Wetter-App in Gnome (Screenshot: Ferdinand Thommes)
  • Neu ist ein E-Book-Reader. (Screenshot: Ferdinand Thommes)
  • Die Software wird jetzt mit DNF statt Yum verwaltet. (Screenshot: Ferdinand Thommes)
  • Für DNF gibt es auch eine grafische Benutzeroberfläche. (Screenshot: Ferdinand Thommes)
Fedora richtet standardmäßig eine LVM-Partition mit Btrfs ein. (Screenshot: Ferdinand Thommes)

Fedora ist nicht nur die Hexenküche für Red Hat, sondern liefert ständig neue Impulse und Entwicklungen für Linux insgesamt und nimmt damit eine gewisse Sonderstellung unter den Distributionen ein. Aus Red Hats Portokasse werden unter anderem einige Gnome-Entwickler sowie die Macher von Systemd bezahlt. Fedora erfindet sich ständig neu und hat sich zwischen den Versionen 20 und 21 ein ganzes Jahr Zeit gelassen, um im Rahmen des Projekts Fedora.next die Gewichtung neu zu setzen und künftig drei Editionen zu veröffentlichen anstatt nur einer. Um sie für die Zukunft zu rüsten und aktuelle Entwicklungen in einem nativen Umfeld gedeihen zu lassen, wurde die Linux-Distribution Fedora in drei Versionen für Workstation, Cloud und Server eingeteilt, wobei Workstation die Variante für den Desktopanwender darstellt.

Gnome bleibt der Desktop-Standard

Mit Fedora 22 ist nun die erste Veröffentlichung im regulären halbjährlichen Zyklus nach dem neuen Schema erschienen und wir werfen einen Blick auf die Neuerungen und Weiterentwicklungen der drei Sparten. Gemeinsam sind den drei Abbildern, die auf einer gemeinsamen Basis beruhen, unter anderem die Grundkomponenten Kernel 4.0, GCC 5.0, Systemd 219, das Installationsprogramm Anaconda und der neue Paketmanager DNF, der das bewährte Yum ablöst. Die Workstation-Variante wird standardmäßig mit Gnome ausgeliefert. Bei Fedora 22 ist dies die aktuelle stabile Version Gnome 3.16. Daneben gibt es noch eine Reihe von sogenannten Spins für die Desktop-Umgebungen KDE, Xfce, LXDE und MATE sowie einige Spezialversionen für Musiker, Elektronikbastler, Penetrationstester und weitere. Die Spins bringen, wie von Fedora nicht anders zu erwarten, die jeweils aktuelle stabile Version des entsprechenden Desktops mit. Wir wollen uns aber Fedora 22 mit Gnome als Standard-Desktop genauer ansehen.

Gnome 3.16 beinhaltet viele der für Anwender sichtbaren Neuerungen in Fedora 22, aber bei weitem nicht alle. In die Entwicklung sind in sechs Monaten über 33.000 Änderungen eingeflossen. Die augenfälligste Änderung ist das neue Benachrichtigungssystem der Gnome-Shell. Es klappt mittig von der Taskleiste auf, das Kalender-Widget wurde darin integriert. Die Bildlaufleisten werden in vielen Applikationen nur noch angezeigt, wenn sie gebraucht werden. Insgesamt ist viel Arbeit in ein Aufräumen des Desktops geflossen, um Störungen und überflüssige Elemente weitestmöglich vom Anwender fernzuhalten. Der gesamte Desktop ist standardmäßig relativ dunkel gehalten, was der Lesbarkeit entgegenkommt, aber nicht jedermanns Sache ist.

In die aktuelle Ausgabe des Gnome-Desktops wurden auch einige noch in der Entwicklung befindliche Programme als technische Vorschau integriert. Es handelt sich dabei um den E-Book-Reader Books, die Zeichentabelle Zeichen und den Kalender. Für Entwickler wurde das per Indiegogo finanzierte Gnome-IDE Builder integriert. Die neuen Programme sind bisher lediglich in der Softwareverwaltung enthalten und können von dort per Klick installiert werden. Dort findet sich auch die aktuelle Version von Cockpit, dem Administrationswerkzeug für Server, das eigentlich der Server-Edition entstammt. Das Frontend für die Paketverwaltung, Gnome Software, wurde erweitert und ermöglicht nun auch das Installieren von Codecs. Als Office-Umgebung ist Libreoffice 4.3.2 vorinstalliert, Firefox ist in Version 37.0.2 vorhanden.

DNF statt Yum, Wayland für Experimentierfreudige 

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@rhaglion 21. Jun 2015

Solang man die fedup-Warnungen beachtet, läuft das wirklich ohne Probleme durch (bei mir...

FedoraUser 17. Jun 2015

Also auf meinen KVM Host bootet die Server Version von Fedora 22 in gefühlt 5 Sekunden...

Ork 17. Jun 2015

Ein Tip: Durchsuche die User-Mailingliste nach den Programmen die du benutzen willst. Die...

Seitan-Sushi-Fan 15. Jun 2015

Das ding heißt libsolv: https://github.com/openSUSE/libsolv

Anonymer Nutzer 15. Jun 2015

Warum wird das per se als unnötig betrachtet?



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