Offline-Updates

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Für Nutzer, die ihre Pakete nicht via Kommandozeile, sondern über Package-Kit aktuell halten, hat das Team sogenannte Offline-Updates implementiert. Diese Funktion ist für Komponenten gedacht, die in tieferen Schichten des Betriebssystems liegen, wie der Kernel oder dazugehörige Firmware.

Dabei lädt Package-Kit die Pakete herunter, installiert sie aber nicht direkt, sondern außerhalb des normalen Systems. Dafür bietet der Init-Dienst Systemd ein spezielles Boot-Target, das nur dazu dient, Aktualisierungen einzuspielen. Es kann über die Schaltfläche "Aktualisierungen installieren und neustarten" ausgewählt werden. Der Computer wird dann nicht normal heruntergefahren, nach dem Updatevorgang folgt ein Neustart.

Ein vergleichbares Prinzip verwenden auch Windows oder Mac OS X. Mit der Methode soll verhindert werden, dass es zu Problemen mit Anwendungen oder zu Inkonsistenzen kommt, weil etwa verschiedene Versionen einer Bibliothek im System verwendet werden.

Netzwerk mit Active Directory

Vor etwa einem Monat erschien die finale Version von Samba 4, an der das Team fast zehn Jahre gearbeitet hat. Mit Samba 4 lässt sich die Linux-Distribution als Active Directory Domain Controller nutzen. Ebenso ist es nun für Nutzer viel einfacher als vorher möglich, sich mit seinem Active-Directory-Account anzumelden und damit verbundene Dienste zu nutzen.

Als Standard-Firewall verwendet Fedora 18 Firewalld. Der Daemon ist in der Lage, die Einstellung der Firewall dynamisch zu ändern, ein kompletter Neustart ist somit nicht mehr nötig. Auch ist die Zeroconf-Implementierung Avahi nun standardmäßig aktiv.

Linux-Nutzer, deren WLAN-Modul auch als Access Point dienen kann, können diese Funktion nun über das GUI des Network-Managers aktivieren. Ob das verbaute WLAN beziehungsweise der Linux-Treiber den sogenannten AP-Mode unterstützt, lässt sich über die Webseite Linuxwireless.org erfahren.

Mit Fedora 18 kann auch erstmals der Shim-Bootloader getestet werden. Dieser soll zum einen dafür sorgen, dass Fedora auch auf einem für Windows 8 zertifizierten Rechner mit aktiviertem Secure Boot startet. Zum anderen sollen sich mittels Shim auch eigene Secure-Boot-Schlüssel in die Firmware einfügen lassen, etwa der Schlüssel für Fedora.

Fazit

Das umgebaute Anaconda wirkt zunächst sehr ungewohnt, bietet jedoch fast die gleiche Funktionalität wie bisher und ist nach etwas Umgewöhnung auch schnell benutzbar. Ob sich die Mühen mit der Neuentwicklung tatsächlich gelohnt haben, ist aber eher fraglich und wird sich an den Reaktionen der Nutzer in den kommenden Wochen zeigen. Die vielen dokumentierten Fehler im Bug-Tracker jedenfalls verheißen nichts Gutes.

Ebenso bleibt offen, warum Fedora neben Yum, Apt und dem als Package-Kit-Backend nutzbaren Zif mit DNF nun noch einen Paketmanager bereitstellt. Sollte sich die Abhängigkeitsauflösung von DNF aber bewähren, wäre dies ein Grund, das alte Yum zu ersetzen.

Die Funktion der Offline-Updates ist gelungen und steht mit den Arbeiten an Systemd sowie Gnome auch anderen Distributionen zur Verfügung. Leider fehlen noch Implementierungen für die anderen Oberflächen.

Eine Liste weiterer Neuerungen in Fedora 18 alias Spherical Cow und nennenswerte Paketupdates finden sich im Wiki des Fedora-Projekts. Verschiedene Installationsabbilder für 32-Bit- und 64-Bit-Rechner stehen ab sofort zum Download bereit.

 Fedora 18 angesehen: Was lange währt, wird so lala

Seitan-Sushi-Fan 17. Jan 2013

Nein.

Trockenobst 16. Jan 2013

Man könnte es auch anders formulieren: ich brauche keine türkischen man Pages, ich...

kn3rd 16. Jan 2013

Für solche Spezialfälle hat es ja die Autovervollständigung im Terminal schon eingebaut...

ChristianG 15. Jan 2013

Ups, sollte Antwort auf einen anderen Thread sein.

stiGGG 15. Jan 2013

Hört sich irgendwie wenn man den Artikel so liest an, als wäre alles was eine Distro...

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