Abo
  • Services:
Anzeige
Die erste Stufe der Falcon 9 kehrt am 22. Dezember (Ortszeit) zur Erde zurück.
Die erste Stufe der Falcon 9 kehrt am 22. Dezember (Ortszeit) zur Erde zurück. (Bild: Joe Skipper/Reuters)

Falcon 9: Space X gelingt die stehende Raketenlandung

Die erste Stufe der Falcon 9 kehrt am 22. Dezember (Ortszeit) zur Erde zurück.
Die erste Stufe der Falcon 9 kehrt am 22. Dezember (Ortszeit) zur Erde zurück. (Bild: Joe Skipper/Reuters)

Nach dem missglückten Start im Juni hat es SpaceX geschafft: Erstmals ist eine Trägerrakete zur Erde zurückgekehrt und aufrecht gelandet. Damit könnten Flüge in den Orbit deutlich günstiger werden.

Aufrechte Landung: Mit der verbesserten Rakete Falcon 9 hat das Unternehmen Space X Erfolg gehabt. Es hat vom Weltraumbahnhof Cave Caneveral die erste Trägerrakete in den Orbit geschossen, die nach ihrem Flug auf die Erde zurückgekehrt und aufrecht gelandet ist. Wenige Minuten, nachdem die erste Stufe intakt gelandet war, setzte die Rakete elf Kommunikationssatelliten der Firma Orbcomm in einem 625 km hohen Orbit aus. Noch im Januar und im April setzte die Raketenstufe beim Landungsversuch zwar auf der Plattform auf. Doch dann kippte sie um und explodierte. Im Juni explodierte die Falcon 9 auf dem Weg zur Raumstation ISS.

Anzeige

Erstmals fand der Landeversuch nicht auf einem Schiff, sondern an Land in der Nähe der Startrampe statt. Die Rakete selbst war eine weiter verbesserte Version der Falcon 9 v1.1, die ursprünglich schon im August fliegen sollte. Sie zeichnet sich durch größeren Schub der Triebwerke, eine vergrößerte Oberstufe und unterkühlten Treibstoff mit größerer Dichte aus. Die erfolgreiche Landung ist der erste Schritt für Pläne zu einer deutlichen Kostenreduzierung von Flügen in den Orbit. Die erste Stufe stellt den teuersten Teil der Rakete dar, was die Wiederverwendung besonders attraktiv macht. Nach Angaben von SpaceX stellt sie etwa 70 Prozent der Kosten eines Fluges dar.

Die gelandete Rakete wird von SpaceX inspiziert und auf dem Space-X-Gelände auf dem Spaceport America intensiven Tests unterzogen werden, um die Zuverlässigkeit der gebrauchten Raketen sicherstellen zu können. Erst spätere Raketen werden tatsächlich wiederverwendet werden.

  • Geschafft! Die erste Stufe der Falcon 9 steht sicher auf dem Boden. (Foto: SpaceX/CC0 1.0)
  • Der Start hatte sich mehrfach verzögert - zuletzt weil der Wetterbericht am 21. Dezember 2015 bessere Bedingungen für die Landung verhieß.  (Foto: SpaceX/CC0 1.0)
  • Der spannende Augenblick: Die Raketenstufe kurz vor dem Aufsetzen. Jetzt zählt's! (Foto: SpaceX/CC0 1.0)
  • Es ging aber alles glatt: Die Langzeitbelichtung zeigt den Start und die Landung der Rakete. (Foto: SpaceX/CC0 1.0)
  • Noch eine Langzeitbelichtung aus einer anderen Perspektive. (Foto: SpaceX/CC0 1.0)
Geschafft! Die erste Stufe der Falcon 9 steht sicher auf dem Boden. (Foto: SpaceX/CC0 1.0)

Das Unternehmen von Elon Musk ist nicht das einzige, das an wiederverwendbaren Raketen arbeitet. Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos, hat kürzlich die Landung der Raketenstufe des Raumfahrzeugs New Shepard nach einem suborbitalen Flug auf 100 km Höhe erfolgreich getestet. Die Landung der Falcon 9 war aber deutlich anspruchsvoller. Die Konstruktion einer orbitalen Rakete muss wesentlich leichter sein, um eine ausreichende Nutzlast in den Orbit bringen zu können. Die Landung der New Shepard entsprach der eines Helikopters. Die Raketenstufe wurde kurz über dem Boden abgebremst, zum Schweben gebracht und dann sanft aufgesetzt.

Space X gelingt der Hover-Slam

Die extrem leichte Falcon 9 kann dieses Manöver nicht durchführen. Ohne die Masse des verbrauchten Treibstoffs ist selbst der Schub eines einzigen Triebwerks zu viel, um die Rakete schweben zu lassen. Stattdessen vollführt sie einen sogenannten Hover-Slam. Die Rakete wird dabei im freien Fall so abgebremst, dass die Geschwindigkeit genau in dem Moment null erreicht, in dem die Rakete den Boden berührt. Kurz davor muss das Raketentriebwerk abgeschaltet werden, weil sonst die Rakete wegen des zu großen Schubs des Triebwerks wieder abheben würde. Dieses heikle Manöver wurde zuletzt auf einer Landeplattform im offenen Ozean durchgeführt und ist dabei zweimal gescheitert.

Bisherige Ansätze zur Wiederverwendung sind vor allem an hohen Kosten gescheitert. Feststoffbooster des Spaceshuttles wurden zwar aus dem Meer geborgen, die Bergung und Wiederaufarbeitung waren aber teurer als der Neubau. Verantwortlich dafür war eine Kombination aus aggressivem Meerwasser, einem relativ harten Aufschlag auf der Wasseroberfläche und Treibstoffresten in den Boostern. Die sanfte Landung der ersten Stufe einer Falcon 9, verbunden mit dem flüssigen Treibstoff, sollte diese Probleme beseitigen.


eye home zur Startseite
FreiGeistler 25. Dez 2015

Ach herrje. Und wenn Aerospike nur 15% effizienter sind?! Dem "Phantasiewert...

Labbm 23. Dez 2015

Die Quelle ändert nichts an der Tatsache das weltraumschrott ein Problem ist und eine...

Bill Carson 22. Dez 2015

+1

lostname 22. Dez 2015

Danke!

nicoledos 22. Dez 2015

Dr. No hat scheinbar keine Verwendung mehr dafür oder hat die Branche gewechselt.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Ratbacher GmbH, Stuttgart (Home-Office möglich)
  2. Thalia Bücher GmbH, Hagen (Raum Dortmund)
  3. init AG, Karlsruhe
  4. Hornbach-Baumarkt-AG, Großraum Mannheim/Karlsruhe


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. 3x B12-PS 120mm für 49,90€, 3x B14-1 140mm für 63,90€)

Folgen Sie uns
       


  1. Nintendo

    Super Mario Run für iOS läuft nur mit Onlineverbindung

  2. USA

    Samsung will Note 7 in Backsteine verwandeln

  3. Hackerangriffe

    Obama will Einfluss Russlands auf US-Wahl untersuchen lassen

  4. Free 2 Play

    US-Amerikaner verzockte 1 Million US-Dollar in Game of War

  5. Die Woche im Video

    Bei den Abmahnanwälten knallen wohl schon die Sektkorken

  6. DNS NET

    Erste Kunden in Sachsen-Anhalt erhalten 500 MBit/s

  7. Netzwerk

    EWE reduziert FTTH auf 40 MBit/s im Upload

  8. Rahmenvertrag

    VG Wort will mit Unis neue Zwischenlösung für 2017 finden

  9. Industriespionage

    Wie Thyssenkrupp seine Angreifer fand

  10. Kein Internet

    Nach Windows-Update weltweit Computer offline



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Canon EOS 5D Mark IV im Test: Grundsolides Arbeitstier mit einer Portion Extravaganz
Canon EOS 5D Mark IV im Test
Grundsolides Arbeitstier mit einer Portion Extravaganz
  1. Video Youtube spielt Livestreams in 4K ab
  2. Ausgabegeräte Youtube unterstützt Videos mit High Dynamic Range
  3. Canon EOS M5 Canons neue Systemkamera hat einen integrierten Sucher

Named Data Networking: NDN soll das Internet revolutionieren
Named Data Networking
NDN soll das Internet revolutionieren
  1. Geheime Überwachung Der Kanarienvogel von Riseup singt nicht mehr
  2. Bundesförderung Bundesländer lassen beim Breitbandausbau Milliarden liegen
  3. Internet Protocol Der Adresskollaps von IPv4 kann verzögert werden

Nach Angriff auf Telekom: Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
Nach Angriff auf Telekom
Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
  1. Pornoseite Xhamster spricht von Fake-Leak
  2. Mitfahrgelegenheit.de 640.000 Ibans von Mitfahrzentrale-Nutzern kopiert
  3. Spionage Malware kann Kopfhörer als Mikrofon nutzen

  1. Re: Diese ganzen angeblichen F2P sollte man...

    ap (Golem.de) | 23:10

  2. Re: Class Action Suit...

    acuntex | 22:54

  3. Re: In Internet-Entwicklungsländern wie...

    User_x | 22:52

  4. Re: Vielen Dank an Google

    Astorek | 22:51

  5. Re: Samsung noch mehr gestorben

    m9898 | 22:50


  1. 17:27

  2. 12:53

  3. 12:14

  4. 11:07

  5. 09:01

  6. 18:40

  7. 17:30

  8. 17:13


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel