Anzeige
Taxibranche wehrt sich gegen Internetkonkurrenz
Taxibranche wehrt sich gegen Internetkonkurrenz (Bild: Emanuele/CC BY-SA 2.0)

Fahrdienst: Ubers Popularität steigt durch Taxifahrer-Proteste

Die europaweiten Proteste von Taxifahrern gegen Konkurrenzangebote haben Erfolg - allerdings nicht in die Richtung, die die Fahrer planten. Uber hat nach eigenen Angaben davon profitiert und verzeichnet eine deutliche Steigerung der Nachfrage.

Anzeige

Ubers Europa-Chef Pierre-Dimitri Gore-Coty sagte dem Fernsehsender Bloomberg TV, der Fahrdienst profitiere von den Protesten der Taxibranche. "Wir arbeiten rund um die Uhr", betonte Gore-Coty. Das Unternehmen habe sechs bis achtmal mehr neue Kunden als an gewöhnlichen Tagen gehabt, in Barcelona seien es sogar elfmal mehr gewesen. Absolute Zahlen gab Uber nicht an.

In zahlreichen europäischen Städten hatten Taxifahrer am Mittwoch gegen die neue Internetkonkurrenz demonstriert. Über die Apps wird nach Ansicht der Taxifahrer versucht, die strenge Regulierung des Taxibetriebs auszuhebeln. Uber und ähnliche Anbieter betreiben keine eigene Fahrzeugflotte, sondern sind Vermittler zwischen selbstständigen Fahrern und Fahrgästen.

Passend zu den Protesten in London hatte Uber seine Plattform auch für herkömmliche britische Taxis geöffnet. Dieser Schritt dürfte zusätzliches Öl ins Feuer gießen. Die Option UberTaxi will der Anbieter auch auf andere Städte ausweiten, wie Gore-Coty der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Nach Angaben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) müssen die Länder die neuen Anbieter kontrollieren. Dobrindt vertritt die Meinung, dass entgeltliche und geschäftsmäßige Personenbeförderung genehmigungspflichtig sei. Es sei Sache der Länder, das zu kontrollieren.

In einer Finanzierungsrunde erhielt der Fahrdienst reichlich Mittel für die weitere Expansion. Uber besorgte sich von Investoren 1,2 Milliarden US-Dollar.

Der ehrenamtliche Vorsitzende der Genossenschaft Taxi Deutschland eG, Dieter Schlenker, sagte anlässlich der Proteste am Mittwoch: "Es besteht die reale Gefahr, dass durch Uber und Co. der gut regulierte Taxi-Markt komplett dereguliert wird. Die Folgen wären Dumpinglöhne; Fahrgäste, die nicht versichert sind, unsichere Autos und Fahrer, die weder ausgebildet noch identifizierbar sind."

EU-Kommissarin Neelie Kroes, die sich schon über das Verbot des alternativen Taxidienstes Uberpop in Brüssel echauffierte, meldete sich erneut zu Wort: "Was wir brauchen, ist ein echter Dialog, bei dem wir über die Umbrüche sprechen können, die durch Technologie entstehen.". Ein Streik habe keinen Sinn. "Der bisherige Weg, Verordnungen rund um die Dienstleister zu schaffen, funktioniert nicht mehr."


eye home zur Startseite
Bouncy 13. Jun 2014

Du beschreibst einen Luxus, von dem man sich offenbar kaum mehr vorstellen, wie extremst...

Bouncy 13. Jun 2014

Jeder Idiot versteht das. Es ist trotzdem vollkommen übertriebener Unsinn. Dein Stil ist...

LRKN 12. Jun 2014

Falsch. Es gab erst vor kurzem ein Urteil gegen ein Taxifahrer der deswegen 150 Euro...

RoyDigerhund 12. Jun 2014

In dem Bericht den ich gestern über "Uber" gesehen habe hatten die alle neuwertige bis...

Ekelpack 12. Jun 2014

Muss ja auch nicht jeder....

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler (m/w) (JavaEE)
    XClinical GmbH, München
  2. ITK-Administrator/in
    Stadt Soltau, Soltau
  3. Applikationsingenieur/in ESP - Systemerprobung im Fahrversuch
    Robert Bosch GmbH, Abstatt
  4. Software Development Engineer C++ (m/w) Low Frequency Solver Technology
    CST - Computer Simulation Technology AG, Darmstadt

Detailsuche



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. VORBESTELLBAR: X-Men Apocalypse [Blu-ray]
    19,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. TIPP: Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere [3D Blu-ray]
    9,99€
  3. VORBESTELLBAR: Warcraft: The Beginning (+ Blu-ray)
    32,26€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Sprachassistent

    Voßhoff will nicht mit Siri sprechen

  2. Sailfish OS

    Jolla bringt exklusives Smartphone nur für Entwickler

  3. Projektkommunikation

    Tausende Github-Nutzer haben Kontaktprobleme

  4. Lebensmittel-Lieferdienst

    Amazon Fresh soll doch in Deutschland starten

  5. Buglas

    Verband kritisiert Rückzug der Telekom bei Fiber To The Home

  6. Apple Store

    Apple darf keine Geschäfte in Indien eröffnen

  7. Mitsubishi MRJ90 und MRJ70

    Japans Regionaljet ist erst der Anfang

  8. Keysweeper

    FBI warnt vor Spion in USB-Ladegerät

  9. IBM-Markenkooperation

    Warum Watson in die Sesamstraße zieht

  10. Elektromobilität

    Portalbus soll Staus überfahren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
GPD XD im Test: Zwischen Nintendo 3DS und PS Vita ist noch Platz
GPD XD im Test
Zwischen Nintendo 3DS und PS Vita ist noch Platz
  1. Playstation 4 Rennstart für Gran Turismo Sport im November 2016
  2. Project Spark Microsoft stellt seinen Spieleeditor ein
  3. AMD Drei Konsolen-Chips für 2017 angekündigt

Xiaomi Mi5 im Test: Das fast perfekte Top-Smartphone
Xiaomi Mi5 im Test
Das fast perfekte Top-Smartphone
  1. YI 4K Xiaomi greift mit 4K-Actionkamera GoPro an

Hyperloop Global Challenge: Jeder will den Rohrpostzug
Hyperloop Global Challenge
Jeder will den Rohrpostzug
  1. Hyperloop HTT will seine Rohrpostzüge aus Marvel-Material bauen
  2. Hyperloop One Der Hyperloop fährt - wenn auch nur kurz
  3. Inductrack Hyperloop schwebt ohne Strom

  1. Re: Wer nicht will der hat schon...

    Yeeeeeeeeha | 18:22

  2. Re: Grafikleistung

    Spiritogre | 18:22

  3. Re: Zu alte Hardware?

    MasterBlupperer | 18:22

  4. Re: Dann soll Google ihr Android Update System...

    exxo | 18:20

  5. Datenbank für Spracherkennung lokal installieren...

    Captain | 18:16


  1. 17:50

  2. 17:01

  3. 14:53

  4. 13:39

  5. 12:47

  6. 12:30

  7. 12:04

  8. 12:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel