Facebook: Telefonnummern werden indirekt für Werbung genutzt
Telefonnummern sind nicht mehr nur ein Sicherheitsmerkmal. (Bild: Facebook/Screenshot: Golem.de)

Facebook Telefonnummern werden indirekt für Werbung genutzt

Facebook erfragt schon seit geraumer Zeit Telefonnummern der Nutzer, offiziell aus Sicherheitsgründen. Es gibt aber eine Zweitverwertung: Die Nummern werden zwar nicht weitergegeben, lassen sich aber durch Werbetreibende indirekt nutzen.

Anzeige

Telefonnummern, die Facebook aus Sicherheitsgründen von seinen Nutzern erfragt hat, werden von dem sozialen Netzwerk nun auch zum Geldverdienen genutzt. Sie werden aber immerhin nicht direkt an Werber weitergegeben.

Business Insider hatte behauptet, dass die Nummern weiterverkauft würden. Facebook hat das dementiert. Die Nummern werden Facebook zufolge gehasht. Ein Werbetreibender, der seine Nummernliste mit Facebook-Nutzern abgleichen will, kann nur erkennen, ob eine Person aus seinem Pool auch bei Facebook ist. Es soll aber nicht möglich sein, diese Person zu identifizieren.

Bedenklich ist allerdings, dass Facebook dies nicht als Grund für das Sammeln der Telefonnummern nennt. Facebook gibt in seiner Hilfe auch weiterhin vor, dass die Telefonnummern aus Sicherheitsgründen gebraucht würden. Für den Fall einer unberechtigten Übernahme eines Facebook-Zugangs oder eines Passwortverlustes soll damit die Chance des Nutzers vergrößert werden, den verlorenen Zugang wiederzuerlangen.

Entwickler wissen, was mit Telefonnummern passiert

Auf den Facebook-Entwicklerseiten wird allerdings zugegeben, wofür die Telefonnummern genutzt werden. So heißt es im Abschnitt Custom Audience Targeting, Telefonnummern und E-Mail-Adressen könnten von Werbenden genutzt werden. Voraussetzung sei, dass sie diese Daten schon erlangt hätten, sei es innerhalb von Facebook oder außerhalb. Codeseitig muss der Entwickler mit Werbeabsichten diese Daten hashen. Damit kann er ein Zielpublikum bilden, um Werbung an genau diese Personen zu schicken.

Facebook meldet sich dann, wenn es Treffer gibt. Ein direkter Nummernabgleich findet nicht statt und der Werbende erhält auch keine Liste von Facebook-Nutzern. In jedem Fall liegt die Nutzung der Telefonnummer aber nicht im Sicherheitsinteresse des Anwenders.

Kein Einzelfall, denn Facebook muss Geld verdienen 

knarf 25. Jan 2013

Krasse Wurst!

Trockenobst 03. Dez 2012

Das verlangen einige Leute seit Jahren. Auch gegen Geld die Timeline zu schneiden und...

mcBlues 23. Nov 2012

yep. Und das nur einer der vielen Gründe, warum man Facbook hassen kann. Es gibt...

Vollpfosten 21. Nov 2012

Diese Telefonnummer gab ich in meinem Profil hinterlegt, da kann anrufen wer will Würde...

__destruct() 21. Nov 2012

Also bitte ... bei Handynummern gibt es 1,1×10^12 Möglichkeiten. Ich habe mal eben mit...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT Supporter (m/w)
    H.C. Starck GmbH, München
  2. (Junior) Softwareentwickler/-in .NET
    FORUM MEDIA GROUP GMBH, Merching
  3. Customer Support Engineer (m/w)
    Layer 2 GmbH, Hamburg
  4. Testingenieur (m/w)
    S1nn GmbH & Co. KG, Stuttgart

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. E-Plus

    Berliner U-Bahn bis Jahresende mit UMTS und LTE ausgerüstet

  2. 100 MBit/s

    Telekom will 38.000 Kabelverzweiger für Vectoring

  3. Regierungsrazzia

    Chinesische Büros von Microsoft durchsucht

  4. Sebastian Kügler

    Pläne für Wayland-Unterstützung in KDE Plasma 5

  5. Dieselstörmers

    Modemarke gegen Actionspiel

  6. Wearable

    Swatch will eigene Smartwatch bauen

  7. DPT Board

    Selbstbau-WLAN-Modul mit OpenWRT für 35 US-Dollar

  8. Telltale Games

    The Walking Dead geht in die dritte Adventure-Staffel

  9. Jessie

    Systemd und Linux 3.16 für Debian 8

  10. Silentpower

    Kleiner Spiele-PC mit passiver Kupferschaumkühlung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Überwachungssoftware: Ein warmes Mittagessen für den Staatstrojaner
Überwachungssoftware
Ein warmes Mittagessen für den Staatstrojaner
  1. Ex-CIA-Deutschlandchef Wir konnten Schröder leider nicht abhören
  2. Überwachung NSA-Ausschuss erwägt Einsatz mechanischer Schreibmaschinen
  3. Kontrollausschuss Die Angst der Abgeordneten, abgehört zu werden

Smartphone-Hersteller Xiaomi: Wie Apple, nur anders
Smartphone-Hersteller Xiaomi
Wie Apple, nur anders
  1. Flir One Wärmebildkamera fürs iPhone lieferbar
  2. Per Smartphone Paypal ermöglicht Bezahlen in Restaurants landesweit
  3. Datenübertragung Smartphone-Kompass spielt Musik durch Magnetkraft

Android L im Test: Google verflacht Android
Android L im Test
Google verflacht Android
  1. Android L Keine Updates für Entwicklervorschau geplant
  2. Inoffizieller Port Android L ist für das Nexus 4 verfügbar
  3. Android L Cyanogenmod entwickelt nicht anhand der Entwicklervorschau

    •  / 
    Zum Artikel