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Oculus Rift bei einer Veranstaltung von Facebook in Berlin im Februar 2016
Oculus Rift bei einer Veranstaltung von Facebook in Berlin im Februar 2016 (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Facebook: Oculus Rift sammelt alles

Körpergröße, Spielesammlung, Standort und die IP-Adresse: Laut den Nutzungsbedingungen von Oculus Rift stimmt der Anwender zu, dass praktisch alle irgendwie greifbaren Daten über ihn an Facebook weitergeleitet werden. Das ist wenig überraschend - ärgert aber trotzdem viele Spieler.

OVRServerx64.exe heißt eine der Dateien, über die sich viele Käufer eines Oculus Rift (Test auf Golem.de) seit einigen Tagen ärgern. Die Datei gehört zur Software des VR-Headsets, und sobald der Nutzer sein Rift an den PC angeschlossen hat, läuft es im Hintergrund und schickt Daten an Server von Facebook - so unter anderem die Erkenntnisse auf Reddit. Zwischen 5 KBit/s und 7 MBit/s soll die Virtual-Reality-Brille übertragen.

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Inzwischen wird auch immer klarer, welche Art Daten das Headset überträgt. In den Datenschutzregeln von Oculus Rift, denen jeder Nutzer zustimmen muss, um Oculus Rift benutzen zu können, steht eine lange Liste mit allen Angaben, die irgendwie erfasst werden können: "Informationen über deine Körperbewegungen und -maße, wenn du ein Virtual-Reality-Headset benutzt" gehören ebenso dazu wie die mit GPS oder anhand der IP-Adresse ermittelten Standortdaten und die "Spiele, Inhalte oder sonstige Apps, die auf deinem Gerät installiert sind".

Der Rift-Nutzer muss auch damit einverstanden sein, dass Facebook "unter Umständen" die mit Hilfe von OVRServerx64.exe gesammelten Daten mit seinen Töchtern teilt. Dazu gehören unter anderem Instagram und Whatsapp. Es gibt noch eine Reihe weiterer Bestimmungen, wie sie bei Smartphones, Tablets und ähnlichen Geräten inzwischen üblich sind. Besonders hervorzuheben: Für die von Nutzern von Oculus Rift erstellten Inhalte beansprucht Facebook erst mal grundsätzlich das alleinige Nutzungsrecht.

Bei den Nutzern sorgt OVRServerx64.exe zusammen mit den Datenschutzregeln für Verstimmung. In Foren schreiben einige, dass sie die Bestellung ihres VR-Headsets storniert haben. Bei vielen dürfte aber auch noch der grundsätzliche Ärger darüber mitschwingen, dass das ursprünglich über Kickstarter finanzierte und damit unabhängige Oculus Rift nach der Übernahme durch Facebook nun Teil eines oft als Datenkrake wahrgenommenen Konzerns ist.


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TrudleR 06. Apr 2016

klingt plausibilität

TheUnichi 06. Apr 2016

Das Problem dabei ist immer: Wenn du das erzählst und du es so erzählst, wie du es tust...

photoliner 06. Apr 2016

Verlauf, Cache und Cookies auch gelöscht?

maerchen 06. Apr 2016

Stimmt, da hätte es keine Treiber für gegeben. :)

TheBigLou13 05. Apr 2016

Vive kostet genau so viel und scheint bisher noch sauber von solchen buzz kills zu sein



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