Anzeige
Facebook habe seine Nutzer in die Irre geführt, findet der Bundesgerichtshof.
Facebook habe seine Nutzer in die Irre geführt, findet der Bundesgerichtshof. (Bild: Brendan Smialowski/AFP/Getty Images)

Facebook: "Freunde-finden"-Funktion war unzulässig

Facebook habe seine Nutzer in die Irre geführt, findet der Bundesgerichtshof.
Facebook habe seine Nutzer in die Irre geführt, findet der Bundesgerichtshof. (Bild: Brendan Smialowski/AFP/Getty Images)

Der Bundesgerichtshof hat gegen Facebook entschieden: Die umstrittene "Freunde-finden"-Funktion war unzulässig. Facebook habe seine Mitglieder außerdem über die Nutzung der Kontaktdaten in die Irre geführt.

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die mithilfe der Funktion "Freunde finden" bei Facebook verschickten Einladungs-E-Mails an Personen, die nicht registriert sind, eine "wettbewerbsrechtlich unzulässige belästigende Werbung" darstellen. Außerdem habe das Unternehmen seine Mitglieder "über Art und Umfang der Nutzung der von ihm importierten Kontaktdaten irregeführt".

Anzeige

Der beim Registrierungsvorgang eingeblendete Hinweis "Sind deine Freunde schon bei Facebook?" habe nicht ausreichend darüber aufgeklärt, dass die importierten E-Mail-Kontaktdaten ausgewertet werden und ein Versand der Einladungen auch an Personen erfolgt, die noch nicht bei Facebook registriert sind.

Geklagt hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände in Deutschland (Vzbv). Facebook hatte sich unter anderem mit dem Argument gewehrt, dass es nur die technische Plattform biete, um den Aufbau eines Kommunikationsnetzwerks zu ermöglichen. Letztlich ging es deshalb um die Frage, ob die Mail als private Nachrichten oder eben als Werbung zu sehen sind.

Auswirkungen auf andere Werbetreibende

Die umstrittene "Freunde finden"-Funktion wird schon seit geraumer Zeit so nicht mehr verwendet. Der Vzbv will nun prüfen, welche Auswirkungen das Urteil auf die aktuelle Form der Funktion hat. Die Entscheidung ist aber auch deshalb wichtig, weil sie unter anderem die Rechtmäßigkeit der Facebook-Funktion "Custom Audience" in Frage stellt, die viele Unternehmen zu Werbezwecken nutzen. Darauf weist der Kölner Medienanwalt Christian Solmecke hin.

Über "Custom Audiences" ermöglicht Facebook den Firmen, zu Werbezwecken Listen mit Mail-Adressen oder Telefonnummern hochzuladen. "Unternehmen, die die Funktion ohne Einwilligung der Betroffenen nutzen, riskieren ein hohes Bußgeld", warnt Solmecke.


eye home zur Startseite
hirnchen 17. Jan 2016

Ich vermute mal es geht im speziellen um die erweiterten Möglichkeit der Facebook-App...

OnTheEdge 15. Jan 2016

'Manager', 'VW' und 'schlau' in einem Satz. Gewagte Kombi.

Kommentieren



Anzeige

  1. Software Development Engineer C++ (m/w) Low Frequency Solver Technology
    CST - Computer Simulation Technology AG, Darmstadt
  2. Product and Media Data Expert (m/w)
    Robert Bosch GmbH, Leinfelden-Echterdingen
  3. Cloud-Architekt/in
    Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  4. Softwareentwickler (m/w) (JavaEE)
    XClinical GmbH, München

Detailsuche



Anzeige
Top-Angebote
  1. NUR FÜR KURZE ZEIT: BenQ RL2455HM
    154,85€ inkl.Versand (solange der Vorrat reicht)
  2. VORBESTELLBAR: ASUS GeForce GTX 1080 Founders Edition
    789,00€
  3. NUR BIS SAMSTAG: Xbox One 1TB Rainbow Six Siege + Vegas 1 & 2 Bundle
    299,00€ inkl. Versand

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Projektkommunikation

    Tausende Github-Nutzer haben Kontaktprobleme

  2. Lebensmittel-Lieferdienst

    Amazon Fresh soll doch in Deutschland starten

  3. Buglas

    Verband kritisiert Rückzug der Telekom bei Fiber To The Home

  4. Apple Store

    Apple darf keine Geschäfte in Indien eröffnen

  5. Mitsubishi MRJ90 und MRJ70

    Japans Regionaljet ist erst der Anfang

  6. Keysweeper

    FBI warnt vor Spion in USB-Ladegerät

  7. IBM-Markenkooperation

    Warum Watson in die Sesamstraße zieht

  8. Elektromobilität

    Portalbus soll Staus überfahren

  9. Vor dem Oneplus-Three-Start

    Oneplus senkt Preise seiner Smartphones

  10. Mobilfunk

    Vodafone führt Wi-Fi-Calling in Deutschland ein



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Traceroute: Wann ist ein Nerd ein Nerd?
Traceroute
Wann ist ein Nerd ein Nerd?

Formel E: Monaco-Feeling beim E-Prix in Berlin-Mitte
Formel E
Monaco-Feeling beim E-Prix in Berlin-Mitte
  1. Hewlett Packard Enterprise "IT wird beim Autorennen immer wichtiger"
  2. Roborace Roboterrennwagen fahren mit Nvidia-Computer
  3. Elektromobilität BMW und Nissan wollen in die Formel E

Moto G4 Plus im Hands on: Lenovos sonderbare Entscheidung
Moto G4 Plus im Hands on
Lenovos sonderbare Entscheidung
  1. Lenovo Moto G4 kann doch mit mehr Speicher bestellt werden
  2. Android-Smartphone Lenovos neues Moto G gibt es gleich zweimal
  3. Motorola Aktionspreise für aktuelle Moto-Smartphones

  1. Vielleicht

    ChevalAlazan | 16:25

  2. Re: LKW, Transporter, Busse, Kreuzungen, usw.

    elidor | 16:23

  3. Re: Der Schwenk auf x86...

    zephyr | 16:22

  4. Re: OT: wie wärs erst mal mit Grundversorgung?

    TC | 16:19

  5. Re: Traurig sowas.

    DerDy | 16:19


  1. 14:53

  2. 13:39

  3. 12:47

  4. 12:30

  5. 12:04

  6. 12:03

  7. 11:30

  8. 10:55


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel