Anzeige
Datenschützer Thilo Weichert
Datenschützer Thilo Weichert (Bild: ULD)

Facebook Deutscher Datenschützer verwundert über irische Kollegen

Der irische Datenschutzbeauftragte hat mit seinem Prüfbericht zu Facebook seine deutschen Kollegen verärgert. Dieser erklärte, es sei nur schwer zu verstehen, warum die irischen Datenschützer den Eindruck hätten, Facebook habe die meisten Empfehlungen der Datenschützer "vollständig zur vollen Zufriedenheit umgesetzt".

Anzeige

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) hat in einer Presseerklärung seinen Unmut über die irischen Datenschützer in Sachen Facebook zum Ausdruck gebracht: Ohne Ankündigung und ohne inhaltliche Absprache habe der irische Datenschutzbeauftragte seinen Audit-Bericht zu Facebook vorgelegt, heißt es darin. Den Schluss der Iren, Facebook habe die meisten Empfehlungen der Datenschützer "vollständig zur vollen Zufriedenheit umgesetzt", kann ULD-Chef Thilo Weichert nicht nachvollziehen.

Erfreulich sei zwar, dass Facebook bereit sei, die von deutschen Datenschutzbehörden heftig angegriffene biometrische Gesichtserkennung abzuschalten und die Daten zu löschen. Grund dafür sind nach Meinung von Weichert aber die von deutschen Datenschützern eingeleiteten förmlichen Verfahren, "die auf eine gerichtliche Klärung hinausgelaufen wären". Denn den Gang vors Gericht scheue Facebook, glaubt Weichert.

Weichert kritisiert auch, dass die Beschwerden der Gruppe "Europe versus Facebook" um den Jurastudenten Max Schrems seit über einem Jahr kein Ergebnis gebracht hätten. Auch über das ULD eingereichte Beschwerden von deutschen Facebook-Betroffenen seien bis heute nicht gemäß den europäischen rechtlichen Vorgaben bearbeitet worden.

Weichert kritisiert weiter, dass in dem Audit-Bericht der irischen Datenschützer "wesentliche Aspekte der bisherigen Kritik des ULD nicht angesprochen oder nicht nachvollziehbar widerlegt" worden seien. Das gelte insbesondere für die während des Audits eingeführte Chatüberwachung, die laut Weichert gegen das Telekommunikationsgeheimnis verstößt.

Weiterhin hält Weichert es für gesetzeswidrig, dass Facebook noch immer keine pseudonyme Nutzung erlaubt.

Nachdem der Versuch des irischen Kollegen, "über freundliche Empfehlungen zu einem grundsätzlichen Wandel bei der Datenschutzpolitik von Facebook zu kommen", erfolglos geblieben sei, will Weichert nun weiter mit rechtlichen Mitteln gegen Facebook Inc. in den USA vorgehen. Er wolle dazu die US-amerikanische Federal Trade Commission einbeziehen, da "Geschäftspolitik und Datenverarbeitung Facebooks in den USA festgelegt werden".


eye home zur Startseite
darkseth 24. Sep 2012

Also, wenn man nach deiner Argumentation geht, hat man als Privatperson/Gruppe keine...

Anonymer Nutzer 23. Sep 2012

Genau. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass es jetzt genauso laeuft. Allerdings...

PCAhoi 22. Sep 2012

E-klärte? @golem bitte um Hotfix! :-)))

miauwww 22. Sep 2012

Das könnte der Knackpunkt sein. Siehe: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft...

Kommentieren



Anzeige

  1. Trainee (m/w) IT-Anwendungen
    Süwag Energie AG, Frankfurt am Main
  2. IT-Scrum Master Payment Solutions (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt
  3. Trainee Requirements Engineer (m/w) Cloud Produkte
    Haufe Gruppe, Freiburg im Breisgau
  4. Professional IT Consultant Automotive Marketing und Sales (m/w)
    T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen

Detailsuche



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. PCGH-Allround-PC GTX970-Edition
    (Core i5-6500 + Geforce GTX 970)
  2. TIPP: Amazon-Sale
    (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. TIPP: PCGH i7-6700K Overclocking Aufrüst Kit @ 4,5 GHz
    nur 799,90€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Section Control

    Bremsen vor Blitzern soll nicht mehr vor Bußgeld schützen

  2. Beam

    ISS-Modul erfolgreich aufgeblasen

  3. Arbeitsbedingungen

    Apple-Store-Mitarbeiterin gewährt Blick hinter die Kulissen

  4. Modulares Smartphone

    Project-Ara-Ideengeber hat von Google mehr erwartet

  5. Telekom-Konzernchef

    "Vectoring schafft Wettbewerb"

  6. Model S

    Teslas Autopilot verursacht Auffahrunfall

  7. Security

    Microsoft will Passwort 'Passwort' verbieten

  8. Boston Dynamics

    Google will Roboterfirma an Toyota verkaufen

  9. Oracle-Anwältin nach Niederlage

    "Google hat die GPL getötet"

  10. Selbstvermessung

    Jawbone steigt offenbar aus Fitnesstracker-Geschäft aus



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oracle vs. Google: Wie man Geschworene am besten verwirrt
Oracle vs. Google
Wie man Geschworene am besten verwirrt
  1. Java-Rechtsstreit Oracle verliert gegen Google
  2. Oracle vs. Google Wie viel Fair Use steckt in 11.000 Codezeilen?

GPD XD im Test: Zwischen Nintendo 3DS und PS Vita ist noch Platz
GPD XD im Test
Zwischen Nintendo 3DS und PS Vita ist noch Platz
  1. Xbox Scorpio Schneller als Playstation Neo und mit Rift-Unterstützung
  2. Playstation 4 Rennstart für Gran Turismo Sport im November 2016
  3. AMD Drei Konsolen-Chips für 2017 angekündigt

Intels Compute Stick im Test: Der mit dem Lüfter streamt (2)
Intels Compute Stick im Test
Der mit dem Lüfter streamt (2)
  1. Stratix 10 MX Alteras Chips nutzen HBM2 und Intels Interposer-Technik
  2. Apple Store Apple darf keine Geschäfte in Indien eröffnen
  3. HBM2 eSilicon zeigt 14LPP-Design mit High Bandwidth Memory

  1. Ich weiß nicht was du meinst

    deus-ex | 17:06

  2. Re: Was ein Unsinn...

    Berner Rösti | 17:06

  3. Re: Wann wird autonomes Fahren endlich zur Pflicht?

    Keep The Focus | 17:06

  4. Re: Und wenn man zu langsam fährt?

    Sammie | 17:06

  5. Re: Ich hasse diese Stores

    Bautz | 17:01


  1. 12:45

  2. 12:12

  3. 11:19

  4. 09:44

  5. 14:15

  6. 13:47

  7. 13:00

  8. 12:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel