@facebook.com Auch private Kontaktdatenbanken werden ungefragt verändert

Nur die E-Mail-Adresse im Profil auszutauschen reicht Facebook offenbar nicht, um möglichst viel E-Mail-Verkehr über den eigenen Dienst umzuleiten. Nutzer berichten von Veränderungen in ihren Adressbüchern und verlorenen E-Mails.

Anzeige

Facebook will offenbar mit allen Mitteln die Nutzer seines Netzwerks dazu bringen, nur noch über dieses zu kommunizieren. Nachdem vergangene Woche ohne Rücksprache von Millionen von Nutzern die angezeigte E-Mail-Adresse einfach ausgetauscht wurde, ist jetzt bekanntgeworden, dass Facebook auch die Adressbücher der Bekannten veränderte, damit die Facebook-Adressen bevorzugt genutzt werden.

Betroffen sind laut einem Bericht von Cnet Nutzer, die ihre Adressbücher mit Facebook synchronisieren. Dann kann es passieren, dass Nutzer statt an eine geschäftliche E-Mail-Adresse eine Nachricht an eine @facebook.com-Adresse schicken. Mitunter bemerkt der Empfänger dann nicht die Ankunft einer E-Mail und beide Teilnehmer wundern sich dann über verschwundene E-Mails.

Golem.de konnte das Problem nicht nachvollziehen, was aber daran liegt, dass bei uns niemand die Adresssynchronisation benutzt. Im Bekanntenkreis gibt es aber Indizien über eine erfolgte Änderung von Adressbucheinträgen, die wir allerdings nicht abschließend verifizieren konnten.

Unzureichende Stellungnahmen von Facebook

Facebook hat Cnet eine Stellungnahme gegeben, allerdings beantwortet die Firma nur einen Teil der Fragen. Verschwundene E-Mails seien nicht verschwunden, sondern landen in dem Unterordner Sonstige. Viele Anwender übersehen diesen Ordner aber. Zudem gibt es in der Regel keine Benachrichtigung über eine empfangene E-Mail. Facebook Deutschland sind die Fälle bekannt. Eine Stellungnahme konnte die Firma aber nicht abgeben, da die Umstände noch untersucht werden.

Personen, deren E-Mail-Adresse von Facebook geändert wurde, könnten jetzt ihre wichtigen Kontakte durchgehen, diese anschreiben und sicherzustellen, dass die @facebook.com-Adresse keinesfalls genutzt wird. Das ist allerdings ein enormer Aufwand. Auf jeden Fall sollte jeder Facebook-Nutzer seine Nachrichtenunterordner beobachten, damit keine wichtigen E-Mails verloren gehen.

Vorsicht bei Synchronisationen mit Facebook

In Anbetracht der Umstände sollten Facebook-Nutzer mehr denn je aufpassen, was das soziale Netzwerk macht. Wer geschäftskritische Vorgänge mit Facebook kombiniert, beispielsweise weil das private Smartphone eben auch zum Beantworten von Firmen-E-Mails verwendet wird, sollte möglichst wenig mit Facebook synchronisieren.

Ungefragte Änderungen sind bei Facebook nicht ungewöhnlich und geschehen meist unter der Vorgabe, die Nutzung zu verbessern. Die jetzt vorgenommenen ungefragten Änderungen durch Facebook haben allerdings eine neue Qualität und treffen Bereiche außerhalb des sozialen Netzwerks.


__destruct() 06. Jul 2012

Wenn man nach Zugangsdaten zu persönlichen Konten gefragt wird, sollte man aufstehen und...

wonz 03. Jul 2012

Wie kannst du auch etwas vermissen dass du nur vom Hörensagen kennst?

Wulfman 03. Jul 2012

Hi also mit Facebook-Unbekannten Mail-Adressen (3x) mich angemailt: bei 2 Mails kam NIX...

Bibabuzzelmann 02. Jul 2012

Irgendwann wird man auch eure Persönlichkeit und Identität damit verändern ^^ Wenn das...

Dr.White 02. Jul 2012

tomate.salat.inc Wrote: Ich hab in meinen Bekanntenkreis öfters folgendes Scenario...

Kommentieren




Anzeige

  1. SAP Inhouse Berater BI (m/w)
    SCHOTT AG, Mainz
  2. DB2 Senior Consultant (m/w)
    ORDIX AG, Wiesbaden, Köln oder Neu-Ulm
  3. BW/BI Anwendungsbetreuer (m/w)
    Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg
  4. JAVA, JEE Entwickler (m/w)
    IT FRANKFURT GmbH, Frankfurt am Main

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Vic Gundotra

    Chef von Google Plus verlässt das Unternehmen

  2. Quartalsbericht

    Amazon weiter mit hohem Umsatz und etwas Gewinn

  3. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  4. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  5. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  6. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  7. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  8. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  9. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  10. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Energieversorgung: Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter
Energieversorgung
Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter

Südkoreanische Wissenschaftler haben einen Fernseher aus 5 Metern Entfernung ohne Kabel mit Strom versorgt. Sie träumen von öffentlichen Bereichen, in denen Nutzer ihre Geräte drahtlos laden können - vergleichbar mit heutigen öffentlichen WLANs.

  1. Genetik Forscher wollen Gesicht aus Genen rekonstruieren
  2. Leslie Lamport Turing-Award für LaTeX-Erfinder
  3. Bionik Pimp my Plant

LG LED Bulb ausprobiert: LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen
LG LED Bulb ausprobiert
LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen

Light + Building Zur vergangenen Lichtmesse in Frankfurt hat LG zwei LED-Lampen angekündigt, die vor allem Philips Konkurrenz machen werden. Mit 20 und 33 Watt zieht LG mit Philips gleich beziehungsweise überholt die Niederländer sogar. Wir konnten uns das 20-Watt-Exemplar bereits anschauen.

  1. Rückruf durch ESTI Schweizer Starkstrominspektorat warnt vor Billig-LED-Lampen
  2. Power over Ethernet Philips will Lichtsysteme mit Netzwerkkabeln versorgen
  3. Intelligentes Licht von Osram Lightify als Hue-Konkurrent

Test The Elder Scrolls Online: Skyrim meets Standard-MMORPG
Test The Elder Scrolls Online
Skyrim meets Standard-MMORPG

Es ist so groß wie mehrere Rollenspiele zusammen und bietet auch Soloabenteurern Unterhaltung für Wochen und Monate. Vieles in The Elder Scrolls Online erinnert an Skyrim - und leider noch mehr an das altbekannte Strickmuster gängiger MMORPGs.

  1. The Elder Scrolls Online Zenimax deaktiviert umstrittene Bezahlmethoden
  2. Abopflicht Verbraucherschützer mahnen The Elder Scrolls Online ab
  3. Zenimax Online The Elder Scrolls Online ohne Server-Schlangen gestartet

    •  / 
    Zum Artikel