Fabrikarbeiter Samsung wegen schlechter Arbeitsbedingungen verklagt

Samsung wird von der brasilianischen Regierung auf 110 Millionen US-Dollar verklagt. Das Geld soll geschädigten Arbeitern einer Fabrik in Brasilien zugutekommen, die dort unter schlechten Bedingungen Hardware für Samsung zusammenbauen.

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Das Arbeitsministerium der brasilianischen Regierung klagt gegen Samsung wegen schlechter Arbeitsbedingungen in einer seiner Fabriken. Dort sollen Arbeiter bis zu 15 Stunden am Tag stehend arbeiten müssen. Fast die Hälfte der Belegschaft ist wegen physischer Schäden krankheitsbedingt ausgefallen. Das von der Regierung vor Gericht eingeklagte Geld soll den geschädigten Arbeitern ausbezahlt werden. Samsung hat bereits seine Kooperation bei der Klärung des Falls zugesichert.

Die Fabrik liegt in der Zona Franca Manaus, einer Freihandelszone in der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas im Norden Brasiliens. Dort angesiedelte Unternehmen sind beispielsweise steuerbegünstigt.

Dreifache Taktung

Die dort angestellten Arbeiter bewältigen eine um das Dreifache über dem als ergonomisch sicher geltenden Normalwert liegende Taktung bei der Geräteproduktion. Das haben zwei Inspektionen durch das Arbeitsministerium ergeben. Eine Untersuchung hat bereits 2011 stattgefunden.

Nach Berichten dortiger Arbeiter müssen sie teilweise 10 bis 15 Stunden stehend und ohne Pause bis zu 27 Tage hintereinander arbeiten. Von den etwa 5.600 Angestellten der Fabrik hätten etwa 2.018 Arbeiter wegen physischer Schäden wie Rückenprobleme und Sehnenschneideentzündungen krankgeschrieben werden müssen oder hätten gekündigt. Die unzureichende Höhe der Arbeitstische trage zu den Beschwerden bei, zitiert Reporterbrasil einen Mitarbeiter des Arbeitsministeriums. Es gebe außerdem kaum Stühle zum Ausruhen. Die Fabrikleitung habe trotz der wiederholten Beschwerden keinerlei Anstrengungen gemacht, die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Samsung auch in China in der Kritik

In China gibt es bereits seit längerem Berichte darüber, dass Produktionsstätten großer Hersteller unzureichende Arbeitsbedingungen bieten, zu lange Schichten verlangen und schlechten Lohn auszahlen. Dort sollen Fabriken, die für Samsung produzieren, Schüler zur Arbeit regelrecht zwangsverpflichtet haben. Apple-Zulieferer Foxconn gerät wiederholt wegen seiner Arbeitsbedingungen in die Kritik. Der chinesische Fabrikant fertigt unter anderem auch für Amazon, Dell, Nintendo, Hewlett-Packard, IBM, Lenovo, Motorola, Nokia, Sony, Toshiba und Samsung.


DrWatson 15. Aug 2013

sagte der SED-Wähler.

DrWatson 15. Aug 2013

Im Umkehrschluss: Wer keine Made in Germany Preise verlangt, darf auch billig...

DrWatson 15. Aug 2013

Nein. Die Auftraggeber sind nie Schuld. Deshalb werden in den Haag auch nie die...

Charles Marlow 15. Aug 2013

Habe ich das Gegenteil behauptet? Und "geiz ist geil" haben sich die "meisten Leute...

ichplatzegleich 14. Aug 2013

+ 1 Die auch, aber vorallem die Gier der Investoren.

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