Ext4-Bug Ursache weiter unbekannt, erste Konsequenzen beschlossen

Noch rätseln die Entwickler über den vergangene Woche bekanntgewordenen Ext4-Bug. Mögliche Ursachen sind eine Kombination aus exotischen Umount-Optionen sowie spezifischer Hardware. Experimentelle Mount-Optionen sollen künftig mit Warnungen versehen werden.

Anzeige

Kernel-Entwickler und Ext4-Maintainer Ted Ts'o hat auf Google+ ein Update zur Suche nach dem Fehler im Dateisystem veröffentlicht. Noch ist der Fehler nicht eindeutig identifiziert. Er trat aber bislang nur bei einem einzigen Anwender auf. Als erste Konsequenz will Ts'o als experimentell eingestufte oder für die Entwickler gedachte Mount-Optionen mit einem Warnhinweis versehen oder gar ganz abschalten.

Ts'o hat zwar bereits zwei Patches entwickelt, die den Fehler beheben sollen. Solange es aber keine reproduzierbare Fehlerquelle gibt, wird er sie nicht bei Linus Torvalds einreichen, um "nicht seine Zeit zu verschwenden."

Kaum reproduzierbar

Er selbst habe den Fehler nicht reproduzieren können. Auch bei zahlreichen anderen Anwendern, die die problematischen Mount-Optionen nobarrier, journal_checksum und journal_async_commit verwenden, sei der Fehler nicht aufgetreten. Lediglich Eric Sandeen habe mit den "schaurigen, ausgefallenen" Mount-Optionen den Fehler auf einem Raid-System nachvollziehen können. Allerdings meldet bei Sandeen das Dateisystem eine fehlerhafte Journaldatei, was bei dem Nutzer Nix nicht der Fall ist.

Der Administrator mit dem Alias Nix hatte ursprünglich den Fehler gemeldet. Da er bislang der einzige Anwender ist, bei dem der Bug aufgetreten ist, gestaltet sich die Fehlersuche schwierig.

Künftig Warnhinweise

Die nur für Entwickler gedachten Mount-Optionen wird Ts'o im Quellcode auskommentieren. Weitere Optionen, die möglicherweise gefährlich sein könnten, sollen mit einem Warnhinweis versehen werden. Bisher hätten er und die anderen Entwickler wenig Gelegenheit gehabt, solche Hinweise in den Code einzufügen. Dem werde in Zukunft aber eine höhere Priorität beigemessen.


schawi 31. Okt 2012

Bin halt schon ein bisschen länger mit Linux unterwegs... USB: Wir haben auf unseren...

Thaodan 30. Okt 2012

Ach so das Problem habe ich nicht, verwende 'iwlwifi' als WLAN Treiber. ok, werds mal...

Freiheit statt... 29. Okt 2012

Ein Hardwareproblem ist auch mein Gedanke. Ich hatte auf dem einen Rechner mal eine...

Kommentieren




Anzeige
  1. Head of Development (m/w)
    aboutbooks GmbH, München
  2. Softwareentwickler / Softwareentwicklerin
    BBF GmbH, München und Dresden
  3. Akademische Räte / Rätinnen
    Universität Passau, Passau
  4. Prüfer/-in für die IT-Revision
    Kreissparkasse Tübingen, Tübingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Electronic Arts

    Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"

  2. Apple-Zulieferer

    Wieder drei Suizide bei Foxconn

  3. Cast AR

    Gefeuerte Valve-Entwickler zeigen Räumliche-Objekte-Brille

  4. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  5. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  6. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  7. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  8. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  9. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  10. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Quantum Artificial Intelligence Lab: Google quantencomputert mit der Nasa
Quantum Artificial Intelligence Lab
Google quantencomputert mit der Nasa

Google und die Nasa haben gemeinsam eine Forschungseinrichtung für künstliche Intelligenz gegründet. Mit Hilfe eines Quantencomputers wollen sie unter anderem bessere Vorhersagemodelle entwickeln.

  1. DNNresearch Google-Suche engagiert Wissenschaftler für neuronale Netze

Smartphones: Windows Phone erstmals vor Blackberry auf Platz drei
Smartphones
Windows Phone erstmals vor Blackberry auf Platz drei

Im ersten Quartal 2013 wurden erstmals mehr Smartphones mit Windows Phone als mit der Blackberry-Plattform verkauft, berichten die Marktforscher von IDC. Damit widersprechen sie den Analysen von Gartner, die Blackberry weiter auf dem dritten Platz sehen.

  1. Snapzoom Mit dem Smartphone durchs Fernglas gucken
  2. Handymarkt Über ein Viertel aller verkauften Handys sind von Samsung
  3. Smartphones Apple büßt Marktanteile ein

Mikroblogging: Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen
Mikroblogging
Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen

Yahoo möchte wieder cool sein und will junge Nutzer gewinnen. Das Internetunternehmen verhandelt offenbar über den Kauf der Mikroblogging-Plattform Tumblr.

  1. Gimmick Neue Forbes-Printausgabe kommt mit WLAN-Router
  2. Microsoft Deutschland "Neue Mitarbeiter fragen nach Homeoffice-Möglichkeiten"
  3. Marissa Mayer Yahoo verbietet Homeoffice wegen sinkender Arbeitsmoral

Zum Artikel