Exoplanet Hat Tau Ceti einen bewohnbaren Planeten?

Astronomen haben Tau Ceti, unseren zwölf Lichtjahre entfernten kosmischen Nachbarn, beobachtet. Um den sonnenähnlichen Stern kreisen mutmaßlich fünf Planeten, einer davon in der habitablen Zone.

Anzeige

Möglicherweise gibt es einen bewohnbaren Planeten in unserer direkten kosmischen Nachbarschaft: Astronomen haben mutmaßlich fünf Exoplaneten beim Stern Tau Ceti entdeckt.

Eine Gruppe von Astronomen um Mikko Tuomi von der Universität der englischen Grafschaft Hertfordshire in Hatfield hat Daten von mehr als 6.000 Beobachtungen des Sterns analysiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass fünf Exoplaneten diesen umkreisen. Die Daten stammen von Teleskopen in Australien, Chile und auf Hawaii.

Die Planeten tragen die Bezeichnungen Tau Ceti b bis f. Der kleinste von ihnen habe etwa die doppelte, der größte knapp die siebenfache Masse der Erde, schreiben die Forscher in einem Aufsatz, der in der Fachzeitschrift Astronomy & Astrophysics erscheinen soll. Er ist als Preprint auf dem Dokumentenserver Arxiv abrufbar.

Zu nahe

Die Planeten seien alle näher an Tau Ceti als der Mars an der Sonne. Allerdings strahlt Tau Ceti weniger als die Hälfte des Lichts der Sonne aus. Die Planeten erhalten also auch weniger Wärme als die in unserem Sonnensystem. Tau Ceti b, c und d umrunden Tau Ceti in 14, 35 und 94 Tagen. Tau Ceti d ist vom Zentralgestirn etwa so weit entfernt wie der Merkur von der Sonne. Alle drei dürften damit zu nahe an dem Stern sein, um sich in der habitablen Zone zu befinden.

Planet e hingegen erscheint vielversprechend: Er ist von Tau Ceti etwa so weit entfernt wie die Venus von der Sonne und braucht 168 Tage für einen Orbit. Auf diesem Planeten könnten Bedingungen herrschen, die Leben zulassen. Er hat etwa die fünffache Masse der Erde und ist damit der kleinste Exoplanet, der bisher in der habitablen Zone eines sonnenähnlichen Sterns entdeckt wurde. Zu kalt dürfte es auf dem äußersten Planeten sein: Seine Entfernung zu Tau Ceti ist etwas kürzer als die vom Mars zur Sonne. Ein Jahr auf Tau Ceti f hat 640 Tage.

Doch keine Planeten?

Die Astronomen haben leichte Veränderungen in den Bewegungen von Tau Ceti festgestellt. Sie führen diese auf die Auswirkungen der Schwerkraftfelder der Planeten zurück. Allerdings wollen sie nicht ausschließen, dass Störungen auf Tau Ceti selbst diese Veränderungen herbeiführen.

Tau Ceti ist der Sonne von der Lichtstärke und der Temperatur her ähnlich. Er ist der sonnenartige Einzelstern, der der Erde am nächsten ist. Er ist nur etwa zwölf Lichtjahre entfernt. Näher ist nur einer der Sterne aus dem Alpha-Centauri-System. In diesem System haben Forscher kürzlich einen Exoplaneten entdeckt.


irata 20. Dez 2012

Sei nicht so streng mit der Wissenschaft, die hat auch ihre guten Seiten ;-)

irata 20. Dez 2012

Wie kommst du auf diese ominöse Zahl?

KleinerWolf 20. Dez 2012

ich habs getan und das Internet ist noch da

schueppi 20. Dez 2012

Dann wären wir Sol P3 im Sektor 001... ?

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Systemadministrator/-in
    MEDIVERBUND AG, Stuttgart
  2. .NET Entwickler (m/w) Sales Systems
    TUI Deutschland GmbH, Hannover
  3. (Senior) Consultant Business Intelligence (m/w)
    Comma Soft AG, Bonn
  4. IT-Security Auditor (m/w) Payment Card Industry (PCI)
    TÜV SÜD Gruppe, Stuttgart, München, Hamburg oder Home-Office

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Apple vs. Samsung

    Google versprach Samsung Hilfe im Patentstreit mit Apple

  2. Deadcore

    Indiegames-Turmbesteigung für PC, Mac und Linux

  3. Reprap

    "Waschmaschinen werden auch nur 5% der Lebenszeit verwendet"

  4. Spam

    AOL bekämpft Spam mit Verschärfung der DMARC-Einstellung

  5. Mac OS X

    Sicherheitsupdate und Beta-Versionen für alle

  6. Onlinemodus

    Civ 3 und 4 sowie Borderlands ziehen um

  7. Grafikkarte

    Radeon R9 295X2 für 1.500 Euro verfügbar

  8. Instant Messenger

    Whatsapp hat eine halbe Milliarde Nutzer

  9. Update für Real Racing 3

    EA verärgert einige Spieler mit Werbeeinblendungen

  10. Triple-Level-Cell

    15 Nanometer für Flash-Speicher



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Techniktagebuch auf Tumblr: "Das Scheitern ist viel interessanter"
Techniktagebuch auf Tumblr
"Das Scheitern ist viel interessanter"

Im Techniktagebuch schreiben zwei Dutzend Autoren über den Alltag mit Computern, Handys und anderen Geräten. Im Gespräch mit Golem.de erläutert die Initiatorin Kathrin Passig, warum nicht jeder Artikel eine Pointe und nicht jeder Autor ein hohe Technikkompetenz haben muss.


Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Grafiktreiber von AMD Catalyst 14.4 nicht nur für 295X2 öffentlich verfügbar
  2. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


    •  / 
    Zum Artikel