Samsung hat den Quellcode seines Exfat-Treibers unter der GPL veröffentlicht.
Samsung hat den Quellcode seines Exfat-Treibers unter der GPL veröffentlicht. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Exfat-Treiber Samsung veröffentlicht Quellcode unter der GPL

Der Quellcode des Exfat-Treibers von Samsung steht jetzt unter der GPLv2 auf den Webseiten des Unternehmens bereit. Der zuvor geleakte Sourcecode war offenbar zu Recht unter die freie Lizenz gestellt worden, denn Samsung hat weite Teile aus dem Linux-FAT-Treiber entnommen.

Anzeige

Samsung hat seinen Exfat-Treiber für den Linux-Kernel unter der GPLv2 freigegeben und den Quellcode auf seiner Open-Source-Webseite zum Download bereitgestellt. Der Quellcode des Treibers war zuvor auf Github veröffentlicht worden. Der Entwickler hatte den Code selbst unter die GPLv2 gestellt. Offenbar zu Recht, denn Samsung verwendet in dem Treiber einige Programmzeilen aus dem FAT-Modul des Linux-Kernels, der ebenfalls unter der GPLv2 steht. Die Software Freedom Conservancy hatte Samsung bei der Veröffentlichung beraten.

Der Quellcode des Exfat-Treibers war vor wenigen Wochen vom Entwickler mit dem Alias "Rxrz" auf Github veröffentlicht worden. Auf Anfrage gestand er ein, den Quellcode bei Samsung entdeckt und auf eigene Faust veröffentlicht zu haben.

Korrekt relizenziert

Um auf den Code aufmerksam zu machen, verbesserte Rxrz ihn leicht und veröffentlichte ihn mit einem Verweis auf die GPL, damit die "Tech-Webseiten darüber berichten". Das eigenmächtige Relizenzieren war ein klarer Verstoß gegen das Urheberrecht, was auch den Ausschlag für die Diskussion auf Github gab. Später wurde in der Lizenz im Code aber wieder "Samsung Proprietary" angegeben.

Weite Teile des Source Codes stammten jedoch aus dem FAT-Treiber des Linux-Kernels und stehen somit unter der GPLv2. Seinen Exfat-Treiber nutzt Samsung in seinen Geräten mit dem Linux-basierten Betriebssystem Android. Das veranlasste die Software Freedom Conservancy darauf aufmerksam zu machen, dass Samsung nach der GPLv2 verpflichtet sei, den Quellcode selbst freizugeben. Der Quellcode ist in verschiedenen Versionen auf der Open-Source-Webseite des koreanischen Unternehmens unter dem Suchbegriff "Exfat" erhältlich.

Wegen Microsofts Exfat-Patente wird der Quellcode aller Voraussicht nach nicht im Linux-Kernel integriert.


zonk 02. Dez 2014

Naja, da sie grosse Teile im Linux Fat Treiber geklaut, sorry entliehen, haben mussten...

Lachser 23. Aug 2013

Schön wäre es. leider gibts auch viele neue geräte, die exFAT nicht unterstützen. auch...

Atalanttore 19. Aug 2013

Wie entdeckt man eigentlich Quellcode bei einem großen Konzern?

Kommentieren




Anzeige

  1. Feature Owner Life Cycle Management (LCM) (m/w)
    Robert Bosch Car Multimedia GmbH, Hildesheim
  2. Senior Product Owner eCommerce (m/w)
    über HRM CONSULTING GmbH, Ravensburg (Home-Office möglich)
  3. SAP - HR Key User (m/w)
    Porsche Holding Salzburg über NP Neumann & Partners, Salzburg (Österreich)
  4. Informatiker (m/w)
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. ARCTIC Freezer 13 CO (mit 92mm PWM-Lüfter, für AMD u. Intel)
    26,19€ inkl. Versand
  2. TIPP: Kingston HyperX Cloud Headset
    84,90€
  3. TOPSELLER BEI ALTERNATE: G.Skill DIMM 8 GB DDR3-1600 Kit
    59,90€

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Mathias Döpfner

    Axel-Springer-Chef wird Vodafone-Aufsichtsrat

  2. Goodgame Studios

    Wachstum mit der umsatzstärksten App aus Deutschland

  3. Volvo Lifepaint

    Reflektorfarbe aus der Dose schützt Radfahrer

  4. Projekt-Hosting

    Tagelanger DDoS-Angriff auf Github

  5. Samsung

    Galaxy S4 bekommt Lollipop

  6. Deutsche Bahn

    WLAN im Nahverkehr in einigen Jahren

  7. Lords of the Fallen

    Partner wirft Deck 13 "mangelhafte Ausführung" vor

  8. Galaxy S6 Edge im Test

    Keine ganz runde Sache

  9. Biohacking

    Nachtsicht wie ein Tiefseefisch

  10. Spielebranche

    Betrugsvorwürfe gegen Zynga



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Galaxy S6 im Test: Lebe wohl, Kunststoff!
Galaxy S6 im Test
Lebe wohl, Kunststoff!
  1. Galaxy S6 Active Samsungs wasserdichtes Topsmartphone
  2. Galaxy S6 und S6 Edge Samsung meldet 20 Millionen Vorbestellungen
  3. Galaxy S6 und S6 Edge im Hands on Rund, schnell, teuer

Banana Pi M2 angesehen: Noch kein Raspberry-Pi-Killer
Banana Pi M2 angesehen
Noch kein Raspberry-Pi-Killer
  1. Die Woche im Video Galaxy S6 gegen One (M9), selbstbremsende Autos und Bastelei
  2. MIPS Creator CI20 angetestet Die Platine zum Pausemachen
  3. Raspberry Pi 2 ausprobiert Schnell rechnen, langsam speichern

HTC One (M9) im Test: Endlich eine gute Kamera
HTC One (M9) im Test
Endlich eine gute Kamera
  1. Lollipop Erstes HTC-One-Smartphone erhält kein Android 5.1

  1. Re: Galaxy S4 Active?

    plutoniumsulfat | 18:09

  2. Teure Smartphones sind...

    DTF | 18:06

  3. Re: Viel zu teuer

    azeu | 18:02

  4. Re: Kickstarter missbraucht...

    azeu | 18:00

  5. Re: wie hilft sich github?

    stoneburner | 18:00


  1. 16:54

  2. 16:22

  3. 14:50

  4. 13:48

  5. 12:59

  6. 12:48

  7. 12:29

  8. 12:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel