Abo
  • Services:
Anzeige
Der Europäische Gerichtshof
Der Europäische Gerichtshof (Bild: EU)

Europäischer Gerichtshof: Verlinkungen benötigen keine Erlaubnis der Rechteinhaber

Der Europäische Gerichtshof hat erklärt, dass Verlinkungen als Wiedergabe eines urheberrechtlich geschützten Werkes gelten können. Aber nur, wenn eine Paywall umgangen wird.

Anzeige

Hyperlinks dürfen ohne Erlaubnis der Urheberrechtsinhaber auf geschützte Werke verweisen. Das hat der Europäische Gerichtshof am 13. Februar 2014 entschieden. Dies gelte auch, obwohl die Links offenbar in Frames bei Retriever Sverige erschienen. Ein schwedischer Journalist hatte gegen den kostenpflichtigen Medienbeobachtungsdienst Retriever Sverige geklagt, der auf seine Artikel bei der Tageszeitung Göteborgs-Posten verlinkt hatte.

Das oberste schwedische Rechtsmittelgericht Svea Hovrätt hatte dem EuGH den Fall vorgelegt, weil eine EG-Richtlinie aus dem Jahr 2001 dazu nicht eindeutig sei. Nach der Richtlinie haben Urheber das ausschließliche Recht, jede öffentliche Wiedergabe ihrer Werke zu erlauben oder zu verbieten.

Der Europäische Gerichtshof stellte fest, "dass eine Handlung der Wiedergabe vorliegt, wenn anklickbare Links zu geschützten Werken bereitgestellt werden". Eine solche Handlung sei definiert als öffentliche Zugänglichmachung eines Werkes. Die Wiedergabe müsse sich aber an ein neues Publikum richten, das die Urheberrechtsinhaber nicht hatten erfassen wollen, als sie die ursprüngliche Wiedergabe erlaubten. Nach Auffassung des Gerichtshofs fehlt es im Fall der von Retriever Sverige betriebenen Internetseite an einem solchen "neuen Publikum". Da die auf der Seite der Göteborgs-Posten angebotenen Werke frei zugänglich waren, seien die Nutzer der Seite von Retriever Sverige als Teil der Öffentlichkeit anzusehen.

"Eine Verlinkung auf frei zugängliche Internetinhalte stellt nach Ansicht des EuGH keine Handlung der öffentlichen Wiedergabe im Sinne der Infosoc-Richtlinie und damit keine Urheberrechtsverletzung dar", sagte der IT-Fachanwalt Thomas Stadler.

Dies wäre anders, wenn ein Hyperlink es den Nutzern der Seite, auf der sich dieser Link befindet, ermöglichen würde, eine Paywall zu umgehen, da "in diesem Fall die Urheberrechtsinhaber nicht die betreffenden Nutzer als potenzielles Publikum hätten erfassen wollen, als sie die ursprüngliche Wiedergabe erlaubten".

Zudem stellte der Gerichtshof fest, dass die Mitgliedstaaten nicht das Recht haben, einen weitergehenden Schutz der Urheberrechtsinhaber durch Erweiterung des Begriffs der "öffentlichen Wiedergabe" einzuführen.


eye home zur Startseite
nykiel.marek 15. Feb 2014

Bei mir ist Autistart standardmäßig ausgeschaltet. Heisst das, dass ich den Kopierschutz...

User_x 14. Feb 2014

bin mir nicht sicher, aber wenn sec2 ohne hilfsmittel so erreichbar ist, dann nicht. wenn...

winterkoenig 13. Feb 2014

Wie wahr, wie wahr. Die Begriffe "URL" und "Link" werden ja sogar von IT-Profis als...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Süwag Energie AG, Frankfurt am Main
  2. IKEA IT Germany GmbH, Hofheim-Wallau
  3. BUYIN GmbH, Bonn
  4. Formel D GmbH, Leipzig


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,99€/69,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 49,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 59,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie) - Release 02.08.

Folgen Sie uns
       


  1. Künstliche Intelligenz

    Softbank und Honda wollen sprechendes Auto bauen

  2. Alternatives Android

    Cyanogen soll zahlreiche Mitarbeiter entlassen

  3. Update

    Onedrive erstellt automatisierte Alben und erkennt Pokémon

  4. Die Woche im Video

    Ausgesperrt, ausprobiert, ausgetüftelt

  5. 100 MBit/s

    Zusagen der Bundesnetzagentur drücken Preis für Vectoring

  6. Insolvenz

    Unister Holding mit 39 Millionen Euro verschuldet

  7. Radeons RX 480

    Die Designs von AMDs Partnern takten höher - und konstanter

  8. Koelnmesse

    Tagestickets für Gamescom ausverkauft

  9. Kluge Uhren

    Weltweiter Smartwatch-Markt bricht um ein Drittel ein

  10. Linux

    Nvidia ist bereit für einheitliche Wayland-Unterstützung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Digitalisierung: Darf ich am Sabbat mit meinem Lautsprecher reden?
Digitalisierung
Darf ich am Sabbat mit meinem Lautsprecher reden?
  1. Smart City Der Bürger gestaltet mit
  2. Internetwirtschaft Das ist so was von 2006
  3. Das Internet der Menschen "Industrie 4.0 verbannt Menschen nicht aus Werkhallen"

Edward Snowden: Spezialhülle fürs iPhone warnt vor ungewollter Funkaktivität
Edward Snowden
Spezialhülle fürs iPhone warnt vor ungewollter Funkaktivität
  1. Qualcomm-Chips Android-Geräteverschlüsselung ist angreifbar
  2. Apple Nächstes iPhone soll keine Klinkenbuchse haben
  3. Smarte Hülle Android unter dem iPhone

Nuki Smart Lock im Test: Ausgesperrt statt aufgesperrt
Nuki Smart Lock im Test
Ausgesperrt statt aufgesperrt

  1. Re: Riecht irgendwie faul...

    ve2000 | 03:18

  2. Re: Fragwürdiges Funktionsprinzip

    ve2000 | 03:17

  3. Re: 5 jahre für pkw

    ecv | 03:11

  4. Re: Gut so, hoffentlich bald alle arbeitslos

    sardello | 02:58

  5. Re: Ist das Problem nicht die Größe, des Cache?

    christi1992 | 02:55


  1. 15:17

  2. 14:19

  3. 13:08

  4. 09:01

  5. 18:26

  6. 18:00

  7. 17:00

  8. 16:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel