Europäische Union P2P und VoIP werden überall von Telekomkonzernen behindert

Mit Deep Packet Inspection überwachen europäische Mobilfunk- und Festnetzbetreiber ihre Kunden, um Peer-to-Peer und Voice-over-IP auszubremsen oder zu blockieren. Laut der EU-Regulierungsstelle Berec wird damit die Netzneutralität verletzt.

Anzeige

Die meisten europäischen Telekommunikationsanbieter drosseln oder blockieren gezielt Peer-to-Peer- und Voice-over-IP-Kommunikation. Das ergab eine Untersuchung des Gremiums europäischer Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation (Berec). Das Gremium, dem auch die Bundesnetzagentur angehört, hat dazu über 400 Telekommunikationsbetreiber, 250 aus dem Festnetz und 150 aus dem Mobilfunk, Industrieverbände, Verbraucherschutzorganisationen und einige Privatpersonen befragt.

Die vorläufigen Ergebnisse der europaweiten Studie (PDF) zur Netzneutralität, die im Dezember 2011 begann, wurden jetzt der Europäischen Kommission vorgelegt. Die ausführlichen Resultate sollen im zweiten Quartal 2012 veröffentlicht werden.

Mit Deep Packet Inspection gegen VoIP und P2P

VoIP werde meist vertraglich in Mobilfunknetzwerken ausgeschlossen und technisch blockiert. P2P-Datentraffic werde meist durch Drosselung der Datentransferrate eingeschränkt. Dabei wenden die Festnetz- und Mobilfunkbetreiber meist Deep Packet Inspection (DPI) an, wobei Datenpakete überwacht und gefiltert werden. Rund ein Viertel der Befragten gab als Begründung dafür Sicherheits-, Integritätsbedenken und Spamabwehrmaßnahmen an. Berec fand auch eine Vielzahl von Datendeckelungen und "Fair Use"-Praktiken.

Dies sei das erste Mal, dass europäische Regulierungsbehörden versucht hätten, neue Tendenzen und Praktiken im Bereich Traffic-Management zu ermitteln und Hinweise auf negative Erfahrungen von Anwendern und Anbietern von Inhalten zu sammeln.


Charles Marlow 16. Mär 2012

Die Interessen der Konsumenten interessieren die EU i.A. ja nur dann, wenn sie dafür mehr...

-CK- 16. Mär 2012

+1 Gerade heute, wo sich zig Anbieter mit quasi identischen Konditionen auf dem Markt...

tingelchen 15. Mär 2012

DPI verstößt so nicht gegen dieses Grundgesetz. Denn es untersucht ein Datenpaket anhand...

tingelchen 15. Mär 2012

Die deutsche Gesetzgebung hat nicht die Prämisse dafür zu sorgen das alles gerecht...

Jakelandiar 15. Mär 2012

Danke. Ich dachte schon ich bin der einzige der das verstanden hat. Überall reden alle...

Kommentieren




Anzeige
  1. ERP-Systembetreuer (m/w)
    LMC Caravan GmbH & Co. KG, Sassenberg
  2. Leiter Bereich IT (m/w)
    Barmherzige Brüder Trier e.V., Koblenz
  3. Teamleiter (m/w) Datenbankadministration
    HAVI Logistics IS GmbH, Duisburg
  4. Netzwerkspezialist für 2nd-Level Software Support (m/w)
    REALTECH Services GmbH, Walldorf

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  2. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  3. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  4. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  5. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  6. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  7. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?

  8. Massenentlassung

    Überleben von Rapidshare steht infrage

  9. Razer Atrox

    Arcade- und Mod-Controller für die Xbox 360

  10. Opensuse

    Erster Milestone für Opensuse 13.1



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Bundestags-LAN: Rösler will Spiele-Champions
Bundestags-LAN
Rösler will Spiele-Champions

Wirtschaftsminister Rösler bekennt sich bei einer Gaming-Veranstaltung im Bundestag ausdrücklich zu Großproduktionen aus Deutschland - und erzählt, welchen Heimcomputer-Klassiker er als Jugendlicher hatte.

  1. Apple-Patent Mac und iPad hören es kratzen und klopfen
  2. Verfassungsgericht Anti-Terror-Datei ist in Teilen verfassungswidrig
  3. 2. Politiker-LAN Der Bundestag spielt wieder

Larry Page: "Microsoft will uns ausnutzen"
Larry Page
"Microsoft will uns ausnutzen"

Larry Page hat sich darüber beschwert, dass Microsoft bei Chatprogrammen kleingeistig sei, und sich für Interoperabilität eingesetzt. "Das ist wirklich traurig, so ist kein Fortschritt möglich", sagte er auf der Entwicklerkonferenz Google I/O.

  1. Google-Chef Larry Page leidet an einer Stimmbandlähmung
  2. Eric Schmidt Google Glass kommt später
  3. Multiscreen-Welt Google macht 3,35 Milliarden US-Dollar Gewinn

Homosexualität in Spielen: Bug oder Feature?
Homosexualität in Spielen
Bug oder Feature?

Im Spiel Tomodachi Collection: New Life für den Nintendo 3DS ist es möglich, dass Männer einander heiraten. Nintendo bezeichnet das als Bug - und erntet dafür Empörung.

  1. Strategiespiel HTML5-Version von Freeciv veröffentlicht
  2. Shadow of the Eternals 1,5 Millionen US-Dollar für vier Stunden langen Auftakt
  3. Dokumentarfilm Frauenfeindlichkeit in der Spieleszene

Zum Artikel