Spitzengespräche EU-Telekomkonzerne wollen gemeinsamen Glasfaserausbau

Telekom, France Télécom, Telecom Italia und Telefónica haben auf höchster EU-Ebene einen Vorstoß für einen gemeinsamen Netzausbau bei Glasfaser und Mobilfunk gemacht.

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Deutsche Telekom, France Télécom, Telecom Italia und die spanische Telefónica wollen einen gemeinsamen europäischen Netzausbau. Das berichtet die britische Financial Times unter Berufung auf ein gemeinsames Treffen der Konzernführungen mit EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia.

Die ehemaligen Staatsmonopolisten wollen so ihre Wettbewerbsposition gegenüber geschlossenen Märkten mit wenigen landesweiten Netzbetreibern wie China und USA verbessern. "Die Netzbetreiber drückten ihre tiefe Frustration aus und einigten sich darauf, an konstruktiven Ideen zu arbeiten, wie der europäische Markt in Schwung zu bringen sei", sagte einer der Teilnehmer des Treffens der Financial Times. "Einwände werden nicht von der EU-Kommission erwartet, aber von den 27 nationalen europäischen Regulierungsbehörden."

Ein gemeinsames Mobilfunk- und Glasfasernetz würde die Investitionen reduzieren und könnte private oder staatliche Kredite zu besseren Konditionen erhalten. Dabei wären Modelle wie eine Anrechnung dessen, was jeder Konzern an Investitionen und Technologie einbringt, denkbar. Dies habe ebenfalls Vorteile für den Verbraucher, durch einheitliche Preise für Telekommunikations- und Internetdienstleistungen in Europa.

Deutsche Telekom und France Télécom gaben im Februar 2011 bekannt, im Festnetz und beim Mobilfunk enger zusammenzuarbeiten. Die Vereinbarung zielte auf die gemeinsame Nutzung von Funknetzen in Europa, Verbesserungen beim internationalen WLAN-Roaming, Maschine-zu-Maschine-Standards für grenzübergreifende Dienste, technische Zusammenarbeit im Bereich Home-Media-Server und weitere Felder. Im September 2009 hatten die beiden Netzbetreiber angekündigt, ihre Mobilfunksparten in Großbritannien zusammenzulegen.


/mecki78 09. Jan 2013

... Ex-Monopolisten wollen wieder Monopolisten werden, weil der Markt doch viel besser...

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