EU-Kommission: Mehr Frequenzen für drahtlose Netze
Neelie Kroes, verantwortlich für die Digitale Agenda der EU (Bild: Georges Gobet/AFP/Getty Images)

EU-Kommission Mehr Frequenzen für drahtlose Netze

Die Europäische Kommission will mehr Frequenzen für WLAN und ähnliche Systeme verfügbar machen, um so dem exponentiellen Anstieg des Datenverkehrs in Mobilfunk- und Drahtlosnetzen gerecht zu werden. Der Schlüssel dazu heißt "teilen".

Anzeige

"Funkfrequenzen sind ökonomischer Sauerstoff, den alle Personen und Unternehmen brauchen. Wenn uns die Frequenzen ausgehen, dann werden unsere Mobilfunk- und Breitbandnetze zusammenbrechen. Dazu darf es nicht kommen", sagt Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission. Sie plädiert dafür, die "knappe Ressource bestmöglich auszunutzen, indem wir sie wiederverwenden und einen Binnenmarkt daraus machen". Ein solcher Frequenzbinnenmarkt soll Europa helfen, seine industrielle Spitzenposition in der Mobilfunk- und Datentechnik zurückzuerobern, "damit in Europa wieder mehr in Forschung und Entwicklung investiert wird", so Kroes.

Durch die gemeinsame Nutzung von Funkfrequenzen bei der drahtlosen Datenübertragung will die EU-Kommission das vorhandene Frequenzspektrum effizienter ausnutzen, so dass mehr Frequenzen für drahtlose Netze zur Verfügung gestellt werden können.

Dank neuer Technologien sei es heute möglich, dass sich beispielsweise mehrere Internetanbieter bestimmte Frequenzen teilen oder die zwischen den Rundfunkfrequenzen verbleibenden Bereiche - die sogenannten White Spaces - für andere Zwecke genutzt werden. Doch diese technischen Möglichkeiten sind häufig noch nicht in den einzelstaatlichen Frequenzvorschriften enthalten, so dass Mobilfunk- und Breitbandnutzer Gefahr laufen, mit steigender Nachfrage eine immer schlechtere Dienstqualität zu bekommen, so die EU.

Im Rahmen ihrer Digitalen Agenda regt die EU-Kommission daher ein koordiniertes europäisches Vorgehen zugunsten der gemeinsamen Frequenznutzung an. Das soll die Kapazitäten der Mobilfunknetze steigern, billigere drahtlose Breitbanddienste ermöglichen und neue Märkte entstehen lassen, beispielsweise einen Markt für Sekundärrechte im Rahmen bestimmter Frequenzzuweisungen. Inhaber bestimmter Frequenzen könnten sich die teuer erkauften Rechte so mit anderen teilen, um so einen Teil der Investitionskosten wieder hereinzuholen.

Im ersten Schritt sollen die Regulierer in den einzelnen Ländern die funktechnischen Innovationen unterstützen, indem sie die harmonisierten Binnenmarktfrequenzen, für die keine Lizenzen benötigt werden, überwachen und gegebenenfalls ausweiten. Zudem sollen EU-weit abgestimmte Regulierungskonzepte für gemeinsame Nutzungsrechte gefördert werden, die allen (jetzigen und künftigen) Frequenznutzern geeignete Anreize und Rechtssicherheit in Bezug auf eine mögliche Mitnutzung der wertvollen Frequenzen geben.


1e3ste4 07. Sep 2012

Zu WiMAX kann ich dir eins sagen: Auf dem Land scheint es zu existieren. Eine aktive...

Kommentieren



Anzeige

  1. Planungsingenieurin / Planungsingenieur
    Deutsche Welle, Bonn
  2. IT Customer Support Officer (m/w)
    FLO-CERT GmbH, Bonn
  3. IT-Mitarbeiter (m/w)
    SRH Dienstleistungen GmbH, Heidelberg
  4. SAP-System-Manager (m/w) SAP-Basis-Betreuung
    MBDA Deutschland, Schrobenhausen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Microsoft

    Enhanced Mitigation Experience Toolkit 5.0 freigegeben

  2. Turbofan

    Googles neuer V8-Compiler für Chrome

  3. Mobile Betriebssysteme

    Android läuft auf fast 85 Prozent aller Smartphones

  4. Ubiquiti Networks

    Mit Android-Telefonen gegen Cisco

  5. Nahrungsmittel

    Trinken statt Essen

  6. Mars 2020

    Curiosity-Zwilling soll unter die Mars-Oberfläche schauen

  7. Ubisoft

    Rayman-Erfinder Michel Ancel gründet neues Studio

  8. Recht auf Vergessen

    Bundesverfassungsrichter kritisiert EuGH-Urteil

  9. VDSL

    1&1 unterbietet Vectoring-Preis der Telekom

  10. Google Barge

    Google verschrottet einen seiner Schwimmpontons



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Bluetooth Low Energy und Websockets: Raspberry Pi als Schaltzentrale fürs Haus
Bluetooth Low Energy und Websockets
Raspberry Pi als Schaltzentrale fürs Haus
  1. Echtzeitkommunikation Socket.io 1.0 mit neuer Engine

PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K: "Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K
"Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
  1. Transformers Ära des Untergangs - gefilmt mit Sensoren im Imax-Format
  2. Intel-Partnerschaft mit Samsung 4K-Monitore sollen unter 400 US-Dollar gedrückt werden
  3. Asus ROG Kleine Gaming-PCs im Konsolendesign mit Desktophardware

Samsung Galaxy Tab S im Test: Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
Samsung Galaxy Tab S im Test
Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
  1. Samsung Neue Galaxy Tabs ab 200 Euro erhältlich

    •  / 
    Zum Artikel