Esfere Android-Spielekonsole ohne Zukunft

Für eine Android-Spielekonsole mit einem Touchpad-Controller ohne weitere Buttons wollte auf Indiegogo niemand zahlen. Die Esfere-Entwickler schwiegen dazu - und Golem.de hakte nach.

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Im Januar 2013 scheiterte das Unternehmen Esfere mit seiner gleichnamigen Android-Spielekonsole. Fast 400.000 US-Dollar wollten die Entwickler über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo für Esfere einsammeln und präsentierten einen funktionsfähigen Prototyp. Die Kampagne scheiterte auf ganzer Linie - am Ende waren nur noch wenige Interessenten bereit, Esfere Geld zu geben.

Seit die Kampagne im Januar erfolglos beendet wurde, gab es weder auf Indiegogo noch auf Esferes Twitter- oder Facebook-Präsenzen eine öffentliche Reaktion der Entwickler zum Scheitern. Golem.de hakte deshalb nach - und erfuhr, dass die Esfere-Konsole endgültig eingestellt wurde.

"Die Zukunft von Esfere hing stark an der Crowdfunding-Kampagne. Da sie nicht erfolgreich war, wurde das Projekt eingestellt", so Joaquin Soler von Esfere Entertainment. Das Team werde nun mit dem Entwickeln von Apps weitermachen, womit es sich auch zuvor schon beschäftigt habe.

Wie die auf Kickstarter ungemein erfolgreiche Konkurrentin Ouya sollte auch die Esfere-Konsole auf Nvidias Tegra3-Chip basieren, allerdings über 2 GByte RAM und 16 GByte Flashspeicher verfügen - doppelt so viel wie bei der Ouya. Das machte sich auch beim Preis bemerkbar: 125 Dollar sollte eine Esfere kosten, während die Ouya für 100 Dollar vorbestellt werden kann.

  • Esfere - so hätte die Ouya-Konkurrentin ausgesehen. (Bild: Esfere Entertainment)
  • Esfere - alternative Gehäusefarbe (Bild: Esfere Entertainment)
  • Esfere - alternative Gehäusefarbe (Bild: Esfere Entertainment)
  • Esfere - alternative Gehäusefarbe (Bild: Esfere Entertainment)
  • Esfere - das Controller-Konzept mit den ansteckbaren Silkonelementen überzeugte viele Spieler nicht. (Bild: Esfere Entertainment)
  • Esfere - wäre wie Ouya ein Android-System für Full-HD-Fernseher geworden. (Bild: Esfere Entertainment)
Esfere - so hätte die Ouya-Konkurrentin ausgesehen. (Bild: Esfere Entertainment)

Der Preis dürfte aber weniger relevant gewesen sein als Esferes Entscheidung für ein großes Touchpad ohne weitere Steuerelemente. Während bei der Ouya auf ein traditionelles, aber um ein kleines Touchpad erweitertes Gamepad-Design gesetzt wird, bot das Esfere-Team gewohnte Konsolensteuerungselemente wie D-Pad und Druckknöpfe nur in Form von Silikonaufsätzen zum Anflanschen.

In den Kommentaren auf Indiegogo ist nachzulesen, dass diese Idee auf wenig Gegenliebe stieß. Offenbar auf so wenig, dass am Ende gerade mal 2.400 US-Dollar über Indiegogo zusammengekommen wären.


Fleder 06. Feb 2013

Weil Kickstarter keine Paypal-Zahlungen ermöglicht. Bei Indiegogo ist das möglich und so...

Moe479 06. Feb 2013

hmm zum 'nachkaufen' brauch keine konsole bzw nur die eine richtige mit der alles geht ;D

Rei 05. Feb 2013

Ich befürchte leider die Sparte der "Hobby-kostenlos-Sauger" ist größer, als man denkt...

Bouncy 05. Feb 2013

Ich hoffe ja du hast damit Recht, das wäre für mich ein Killerargument ein 10"-Tab zu...

Bouncy 05. Feb 2013

Wenn indiegogo der Grund gewesen wäre dann wäre das Ziel nicht dermaßen vernichtend...

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