Abo
  • Services:
Anzeige
Ein Rettungshubschrauber vom Typ Eurocopter EC 135 T2i vor der Skyline von Frankfurt
Ein Rettungshubschrauber vom Typ Eurocopter EC 135 T2i vor der Skyline von Frankfurt (Bild: Bundespolizei)

Nur Prävention verspricht Schutz

Insgesamt sei es mit den Mitteln der Spionageabwehr nicht möglich, die Kommunikation von Regierung und Behörden zu schützen, sagte Even. Dies sei im Grunde nur durch Prävention möglich, beispielsweise durch die Nutzung von Kryptotelefonen oder anderen Schutzmaßnahmen. "Die Opfer müssen sich anders verhalten", sagte Even. Allerdings würden die Empfehlungen der Geheimdienstler häufig nicht umgesetzt. Sinnvoll sei es zudem, möglichst wenig private Informationen den IT-Konzernen wie Google oder Facebook preiszugeben.

Anzeige

Der Verfassungsschützer räumte ein, dass die Spionageabwehr nach dem Ende des Kalten Krieges immer stärker zurückgefahren worden sei. Partnerstaaten wie die USA oder Großbritannien seien überhaupt nicht systematisch beobachtet worden. "Wir wurden nur bei einem Hinweis aktiv, der uns vor die Tür gelegt wurde", sagte Even. Später ergänzte er: "Wenn man nicht hinguckt, sieht man nur ganz selten was."

Schäden durch US-Spionage möglich

Die Spionagetätigkeiten von Ländern wie Russland, China und Iran seien weiterhin am gefährlichsten für Deutschland, sagte Even. Allerdings seien auch die Five Eyes "ein lohnendes Objekt der Bearbeitung". Es gebe "etliche Anhaltspunkte, dass Dinge stattfinden, die wir nicht gut finden", sagte Even. So drohten bei Vertragsverhandlungen handfeste Schäden, wenn die USA beispielsweise die Verhandlungsposition der Deutschen erfahren könnten. "Da brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir zweiter Sieger sind", sagte Even.

Allerdings sei ihm bislang kein Fall bekannt geworden, bei dem die USA die deutsche Wirtschaft ausspioniert hätten, um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Es komme jedoch häufig vor, dass der Verfassungsschutz von den US-Geheimdiensten informiert werde, wenn ein deutsches Unternehmen bestimmte Rüstungsgüter exportieren könnte. Damit soll verhindert werden, dass bestimmte Staaten Massenvernichtungswaffen herstellen können.

Insgesamt geht Even davon aus, dass der größte Teil der NSA-Aktivitäten in Deutschland der Kooperation mit den deutschen Diensten gilt. Allerdings könne man politische Spionage nie ausschließen. Schließlich seien auch die Interessen befreundeter Staaten nicht immer identisch. Der Verfassungsschützer räumte dabei ein, dass die finanzielle und personelle Ausstattung der Behörde für eine effektive Spionageabwehr nicht ausreiche. "Es muss noch viel mehr gemacht werden", sagte Even. Spionageabwehr koste Geld. Aber das müsse für Technik und Personal ausgegeben werden, um mehr Ergebnisse zu bekommen. Das sollten dann wohl mehr als nur als ein paar Fotos von Botschaftsdächern sein.

 Erfolglose Spionageabwehr: Die Überflieger vom Verfassungsschutz

eye home zur Startseite
caldeum 04. Jun 2016

Willst du ausprobieren was passiert, wenn wir unsere 3 Nachrichtendienste zuklappen...

Kleba 03. Jun 2016

Spiegel Online an sich, nehme ich auch ungerne als Quelle. Aber die Kolumne ist...

Eheran 03. Jun 2016

Wobei das Aktenvernichten digitalisiert wieder deutlich schneller geht. Da dürften große...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Daimler AG, Stuttgart
  2. Schwarz IT Infrastructure & Operations Services GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  3. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  4. Daimler AG, Ludwigsfelde


Anzeige
Top-Angebote
  1. 1169,00€
  2. (u. a. ROG Strix GTX1080-8G-Gaming, ROG Strix GTX1070-8G-Gaming u. ROG Strix Radeon RX 460 OC)

Folgen Sie uns
       


  1. TU Dresden

    5G-Forschung der Telekom geht in Entertain und Hybrid ein

  2. Petya-Variante

    Goldeneye-Ransomware verschickt überzeugende Bewerbungen

  3. Sony

    Mehr als 50 Millionen Playstation 4 verkauft

  4. Weltraumroboter

    Ein R2D2 für Satelliten

  5. 300 MBit/s

    Warum Super Vectoring bei der Telekom noch so lange dauert

  6. Verkehrssteuerung

    Audi vernetzt Autos mit Ampeln in Las Vegas

  7. Centriq 2400

    Qualcomm zeigt eigene Server-CPU mit 48 ARM-Kernen

  8. VG Wort Rahmenvertrag

    Unis starten in die Post-Urheberrecht-Ära

  9. Ultrastar He12

    WD plant Festplatten mit bis zu 14 Terabyte

  10. LG

    Weitere Hinweise auf Aufgabe des bisherigen Modulsystems



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gigaset Mobile Dock im Test: Das Smartphone wird DECT-fähig
Gigaset Mobile Dock im Test
Das Smartphone wird DECT-fähig

Civilization: Das Spiel mit der Geschichte
Civilization
Das Spiel mit der Geschichte
  1. Civilization 6 Globale Strategie mit DirectX 12
  2. Take 2 GTA 5 saust über die 70-Millionen-Marke
  3. Civilization 6 im Test Nachhilfestunde(n) beim Städtebau

Oculus Touch im Test: Tolle Tracking-Controller für begrenzte Roomscale-Erfahrung
Oculus Touch im Test
Tolle Tracking-Controller für begrenzte Roomscale-Erfahrung
  1. Microsoft Oculus Rift bekommt Kinomodus für Xbox One
  2. Gestensteuerung Oculus Touch erscheint im Dezember für 200 Euro
  3. Facebook Oculus zeigt drahtloses VR-Headset mit integriertem Tracking

  1. Währe es Teuerer/Unlokrativ

    Arystus | 17:30

  2. "den kaum flotteren Core i7-6700K"

    otraupe | 17:29

  3. Re: Schwungradgeneratoren - preiswerter und...

    pica | 17:28

  4. Re: Nicht schlecht für den Anfang, aber...

    oxybenzol | 17:27

  5. Re: CPU Entwicklung eh lächerlich...

    ckerazor | 17:26


  1. 17:34

  2. 17:04

  3. 16:33

  4. 16:10

  5. 15:54

  6. 15:50

  7. 15:40

  8. 15:34


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel