Anzeige
Der Referent nutzte dieses Bild eines Massen-Facepalms, um seinen Vortrag zu bebildern.
Der Referent nutzte dieses Bild eines Massen-Facepalms, um seinen Vortrag zu bebildern. (Bild: Frank & Fefe)

Epic Fail Collection: Wie man einen DDoS-Angriff nicht verhindert

Der Referent nutzte dieses Bild eines Massen-Facepalms, um seinen Vortrag zu bebildern.
Der Referent nutzte dieses Bild eines Massen-Facepalms, um seinen Vortrag zu bebildern. (Bild: Frank & Fefe)

Wie verhindert man einen DDoS-Angriff nicht? Dieser Frage ging der Sicherheitsforscher Moshe Ziono in seinem Vortrag auf dem 32C3 nach. Demnach wird das teure Anti-DDoS-Equipment offenbar manchmal selbst zur Falle.

Der Sicherheitsforscher Moshe Ziono hat auf dem Hackerkongress 32C3 gezeigt, wie man einen DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) nicht verhindert. Ziono berichtete in einem Vortrag von zahlreichen Beispielen aus der Praxis, bei denen Kunden sich auf teils obskure Sicherungsmechanismen verließen, die ihnen in einem Test zum Verhängnis wurden.

Anzeige

Ziono arbeitet für eine Firma, die die DDoS-Resilizenz von Systemen testet. Viele der Kunden stammen aus dem Finanzumfeld, sind also in der Regel recht große Unternehmen. Alle genannten Beispiele stammen Zionos Angaben zufolge aus der Praxis, die Namen der Kunden wurden selbstverständlich nicht genannt. Zu Testzwecken benutzt das Unternehmen ein eigenes Botnetz, das Ziono als "so legitim wie möglich" beschrieb.

Webseite unbemerkt offline

In einem Fall attackierten die Sicherheitsforscher das System der Kunden - und legten die Seite innerhalb kurzer Zeit lahm. Doch die Monitoring-Systeme zeigten nach mehreren Traffic-Peaks keine ungewöhnlichen Meldungen an - und keiner schlug Alarm, obwohl die Seite weiterhin nicht erreichbar war. Der Grund dafür war trivial: Alle Systeme des Unternehmens liefen auf einem Server - der DDoS-Angriff hatte nicht nur die Webseite lahmgelegt, sondern auch das interne Voice-over-IP-Netz. Die Möglichkeit, im Web zu surfen, und die E-Mail-Kommunikation waren komplett lahmgelegt - deswegen kontaktierte niemand das IT-Team der Firma. Offenbar war unbemerkt geblieben, dass die eigene Seite nicht mehr online ist.

Eine andere weit verbreitete falsche Annahme sei, dass Backend-Systeme nicht von DDoS-Attacken betroffen seien, sagte Ziono. Diese würden meist als nicht wichtig erachtet. "Wenn du einen deiner Server als unwichtig ansiehst, dann nutze ihn nicht - er ist nur Backup", sagte er in dem Vortrag. Denn oftmals sei es möglich, eine Webseite anzugreifen, indem die dahinterliegende Datenbank mit Anfragen überfordert werde - und so Funktionen wie Logins nicht mehr funktionierten. "Wenn dein Server viel rechnen muss, ist es meistens das Backend" - dies könne man ausnutzen, um die Rechenkapazität des Systems zu erschöpfen.

Inkompetenz führt zu DDoS 

eye home zur Startseite

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Information Security Lead (m/w)
    TUI Business Services GmbH, Hannover oder Crawley (England)
  2. UX Designer für Mobile Apps (m/w)
    Daimler AG, Ulm
  3. Softwareentwickler Java / Webentwickler (m/w)
    syncpilot GmbH, Puchheim bei München
  4. Technical Manager (m/w)
    Cambaum GmbH, Baden-Baden

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Section Control

    Bremsen vor Blitzern soll nicht mehr vor Bußgeld schützen

  2. Beam

    ISS-Modul erfolgreich aufgeblasen

  3. Arbeitsbedingungen

    Apple-Store-Mitarbeiterin gewährt Blick hinter die Kulissen

  4. Modulares Smartphone

    Project-Ara-Ideengeber hat von Google mehr erwartet

  5. Telekom-Konzernchef

    "Vectoring schafft Wettbewerb"

  6. Model S

    Teslas Autopilot verursacht Auffahrunfall

  7. Security

    Microsoft will Passwort 'Passwort' verbieten

  8. Boston Dynamics

    Google will Roboterfirma an Toyota verkaufen

  9. Oracle-Anwältin nach Niederlage

    "Google hat die GPL getötet"

  10. Selbstvermessung

    Jawbone steigt offenbar aus Fitnesstracker-Geschäft aus



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xiaomi Mi5 im Test: Das fast perfekte Top-Smartphone
Xiaomi Mi5 im Test
Das fast perfekte Top-Smartphone
  1. Konkurrenz zu DJI Xiaomi mit Kampfpreis für Mi-Drohne
  2. YI 4K Xiaomi greift mit 4K-Actionkamera GoPro an

Hyperloop Global Challenge: Jeder will den Rohrpostzug
Hyperloop Global Challenge
Jeder will den Rohrpostzug
  1. Hyperloop HTT will seine Rohrpostzüge aus Marvel-Material bauen
  2. Hyperloop One Der Hyperloop fährt - wenn auch nur kurz
  3. Inductrack Hyperloop schwebt ohne Strom

Doom im Test: Die beste blöde Ballerorgie
Doom im Test
Die beste blöde Ballerorgie
  1. Doom im Technik-Test Im Nightmare-Mode erzittert die Grafikkarte
  2. id Software Doom wird Vulkan unterstützen
  3. Id Software PC-Spieler müssen 45 GByte von Steam laden

  1. Re: Was ein Unsinn...

    Kenny1871 | 00:58

  2. Re: *Gähn*

    User_x | 00:52

  3. Re: Und das hat...was genau...mit "Internet" zu tun?

    KrasnodarLevita... | 00:49

  4. Re: Gehirnwäsche durch Apple

    User_x | 00:41

  5. Re: Veschlüsselung

    Watson | 00:29


  1. 12:45

  2. 12:12

  3. 11:19

  4. 09:44

  5. 14:15

  6. 13:47

  7. 13:00

  8. 12:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel